Sangria – einfaches Rezept mit Rotwein, Orange und Zitrone
Sangria gehört zu den bekanntesten Getränken Spaniens und verbindet Rotwein, frische Früchte und Zitrusaromen zu einem sommerlichen Mix. Typisch sind Orange, Zitrone und Apfel, die während des Durchziehens einen Teil ihres Aromas an den Wein abgeben. Je nach Rezept kommen außerdem Orangensaft, etwas Zucker und eine kleine Menge Mineralwasser hinzu.

Besonders gut schmeckt Sangria, wenn sie einige Stunden im Kühlschrank ziehen darf. Dadurch verbinden sich Wein und Früchte zu einem deutlich runderen Geschmack. Kurz vor dem Servieren sorgen Eiswürfel und Mineralwasser für zusätzliche Frische.
Welcher Wein eignet sich für Sangria?
Für klassische Sangria wird trockener oder halbtrockener Rotwein verwendet. Besonders passend sind unkomplizierte, fruchtige spanische Rotweine, die nicht zu schwer und nicht stark im Holz ausgebaut sind.
Ein sehr teurer Wein ist nicht notwendig, denn Früchte und weitere Zutaten verändern seinen Geschmack ohnehin deutlich. Gleichzeitig sollte der Wein aber auch nicht unangenehm sauer oder minderwertig schmecken.
Ein fruchtiger Rotwein mit moderatem Tanningehalt bildet eine gute Grundlage. Besonders kräftige, sehr tanninreiche Weine können die Sangria schnell herb wirken lassen.
Zutaten für klassische Sangria
Für etwa sechs bis acht Gläser werden benötigt:
- 750 ml trockener Rotwein
- 1 Orange
- 1 Zitrone
- 1 Apfel
- 150 ml Orangensaft
- 1 bis 2 EL Zucker
- 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
- Eiswürfel
- optional 1 kleine Zimtstange
- optional einige Pfirsichstücke
Wer die Sangria etwas weniger süß mag, kann den Zucker reduzieren oder vollständig weglassen. Besonders bei süßen Orangen und reifem Obst reicht die natürliche Fruchtsüße häufig bereits aus.
Früchte richtig vorbereiten
Orange und Zitrone gründlich waschen. Wenn die Schale mit in die Sangria gegeben wird, sollten Früchte verwendet werden, deren Schale für den Verzehr geeignet ist.
Orange und Zitrone in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden. Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und ebenfalls würfeln.
Die Früchte sollten nicht zu klein geschnitten werden, da sie während des Durchziehens sonst schnell weich werden. Etwas größere Fruchtstücke bleiben schöner in Form und lassen sich später gut mit ins Glas geben.

Sangria ansetzen
Die vorbereiteten Früchte in eine große Karaffe oder Schüssel geben. Zucker darüberstreuen und Orangensaft hinzufügen.
Alles vorsichtig miteinander vermischen und einige Minuten stehen lassen. Anschließend den Rotwein angießen.
Wer möchte, kann eine kleine Zimtstange hinzufügen. Sie bringt eine dezente Würze mit, sollte aber nicht zu lange in der Sangria bleiben, damit sie den fruchtigen Geschmack nicht überdeckt.
Warum Sangria durchziehen sollte
Direkt nach dem Ansetzen schmecken Wein und Früchte noch relativ getrennt voneinander. Nach einigen Stunden verbinden sich die Aromen deutlich besser.
Die Sangria am besten abgedeckt für etwa zwei bis vier Stunden in den Kühlschrank stellen. Auch etwas längere Ruhezeit ist möglich, allerdings können besonders Zitrusschalen dann eine leicht bittere Note abgeben.
Für eine frische und ausgewogene Sangria ist deshalb eine Ruhezeit von wenigen Stunden meist ideal.
Mineralwasser erst zum Schluss
Mineralwasser sollte erst unmittelbar vor dem Servieren hinzugefügt werden. Dadurch bleibt die Kohlensäure erhalten.
Je nach gewünschter Stärke reichen etwa 100 bis 200 Milliliter. Wer Sangria kräftiger mag, verwendet weniger, für eine leichtere Variante etwas mehr.
Auch Eiswürfel kommen erst kurz vor dem Einschenken dazu. Zu viel Eis kann die Sangria schnell verwässern, wenn sie längere Zeit steht.
Welche Früchte passen in Sangria?
Orange, Zitrone und Apfel gehören zu den klassischen Zutaten. Je nach Saison können zusätzlich Pfirsiche, Nektarinen oder Beeren verwendet werden.
Auch Trauben passen gut, besonders wenn sie halbiert werden. Sehr weiche Früchte sollten allerdings erst etwas später hinzugegeben werden, da sie sonst schnell zerfallen.
Eine Mischung aus Zitrusfrüchten und süßem Sommerobst ergibt einen besonders abwechslungsreichen Geschmack.
Sangria mit Pfirsich
Pfirsich gehört zu den beliebtesten Ergänzungen. Ein bis zwei reife Früchte in kleine Stücke schneiden und gemeinsam mit Apfel und Orange in den Wein geben.
Dadurch bekommt die Sangria eine zusätzliche Süße und ein deutlich sommerlicheres Aroma. Besonders gut funktioniert diese Variante mit einem jungen, fruchtigen Rotwein.
Auch Nektarinen können verwendet werden. Sie bleiben häufig etwas fester und geben der fruchtigen Sangria zusätzlich Biss.
Sangria mit Zimt
Eine kleine Zimtstange bringt eine warme Gewürznote mit. Sie passt besonders gut zu Orange und Apfel.
Da Zimt schnell dominant werden kann, reicht für eine Karaffe eine kleine Stange vollkommen aus. Nach einigen Stunden kann sie wieder entfernt werden.
Diese Variante wirkt etwas würziger und eignet sich nicht nur im Hochsommer, sondern auch für gesellige Abende im Spätsommer oder Herbst.
Sangria ohne zusätzlichen Zucker
Wer den Geschmack weniger süß bevorzugt, kann Sangria problemlos ohne zusätzlichen Zucker zubereiten. Reife Früchte und Orangensaft bringen bereits natürliche Süße mit.
Besonders süße Orangen oder Pfirsiche reichen häufig vollkommen aus. Vor dem Servieren einfach probieren und erst dann entscheiden, ob überhaupt Zucker notwendig ist.
So bleibt der Geschmack des Rotweins deutlicher erkennbar und die Sangria wirkt weniger schwer.
Alkoholfreie Sangria
Auch eine alkoholfreie Variante lässt sich einfach zubereiten. Statt Rotwein kann roter Traubensaft verwendet werden.
Damit das Getränk nicht zu süß wird, lässt sich der Saft mit Mineralwasser oder ungesüßtem Früchtetee mischen. Orange, Zitrone, Apfel und Pfirsich können genauso verwendet werden.
So entsteht eine alkoholfreie Sangria, die optisch und geschmacklich ebenfalls schön fruchtig wirkt und für viele Gelegenheiten geeignet ist.
Sangria richtig servieren
Sangria wird gut gekühlt serviert. Besonders schön wirkt sie in einer großen Glaskaraffe, in der die Fruchtstücke sichtbar bleiben.
Die Gläser können mit einigen Eiswürfeln gefüllt werden. Anschließend wird Sangria mitsamt einigen Fruchtstücken eingeschenkt.
Ein langer Löffel oder kleiner Spieß hilft dabei, die eingelegten Früchte später aus dem Glas zu essen. Sie haben während der Ruhezeit einen Teil des Weinaromas aufgenommen.
Was passt zu Sangria?
Sangria wird häufig zu Tapas und anderen kleinen mediterranen Gerichten serviert. Oliven, Manchego, Tortilla Española oder kleine Brothäppchen passen sehr gut.
Auch gegrilltes Gemüse, Paella oder verschiedene Salate harmonieren mit dem fruchtigen Getränk. Besonders bei sommerlichen Mahlzeiten ergänzt die gekühlte Sangria kräftige Speisen angenehm.
Da Sangria Alkohol enthält, sollte sie entsprechend maßvoll getrunken werden und ist nicht für Kinder oder Personen geeignet, die Alkohol meiden.
Sangria richtig aufbewahren
Fertig angesetzte Sangria sollte immer gut gekühlt aufbewahrt werden. Am besten schmeckt sie am Tag der Zubereitung beziehungsweise innerhalb kurzer Zeit.
Bleiben Zitrusschalen sehr lange im Wein, kann die Sangria zunehmend bitter werden. Für eine längere Lagerung können die Früchte deshalb nach einigen Stunden entfernt werden.
Mineralwasser und Eis sollten ohnehin erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt werden. So bleibt die Sangria frisch und aromatisch.
Tipps für besonders gute Sangria
Rotwein und Früchte bereits vor dem Ansetzen gut kühlen. Dadurch ist die Sangria schneller servierbereit und benötigt weniger Eis.
Zucker zunächst sparsam verwenden und erst nach dem Durchziehen nachsüßen. Die Früchte geben während der Ruhezeit zusätzliche Süße ab.
Zitrone nicht zu dominant einsetzen, da ihre Schale leicht Bitterstoffe abgeben kann. Orange und Apfel dürfen dagegen etwas großzügiger verwendet werden.
Mineralwasser immer erst unmittelbar vor dem Servieren ergänzen. Dadurch bleibt die leichte Kohlensäure möglichst lange erhalten.
Häufige Fragen zu Sangria
Welcher Rotwein eignet sich für Sangria?
Ein fruchtiger, trockener oder halbtrockener Rotwein eignet sich besonders gut. Sehr schwere oder stark tanninreiche Weine sind weniger ideal.
Wie lange sollte Sangria ziehen?
Etwa zwei bis vier Stunden im Kühlschrank reichen meist aus, damit sich die Aromen von Wein und Früchten gut verbinden.
Welche Früchte gehören in klassische Sangria?
Orange, Zitrone und Apfel sind besonders typisch. Pfirsich, Nektarine, Trauben oder Beeren können zusätzlich verwendet werden.
Kann man Sangria am Vortag vorbereiten?
Grundsätzlich ja, allerdings können Zitrusschalen bei langer Standzeit Bitterstoffe abgeben. Für eine besonders frische Sangria sind einige Stunden Ruhezeit meist besser.
Muss Zucker in Sangria?
Nein. Bei süßen Früchten und Orangensaft kann zusätzlicher Zucker vollständig weggelassen werden.
Kann man Sangria alkoholfrei machen?
Ja. Roter Traubensaft, Mineralwasser und frische Früchte ergeben eine unkomplizierte alkoholfreie Variante.
Warum kommt Mineralwasser erst zum Schluss dazu?
Dadurch bleibt die Kohlensäure erhalten und die Sangria schmeckt frischer.
Fruchtiger spanischer Klassiker für gesellige Runden
Sangria verbindet Rotwein, Orange, Zitrone und frische Früchte zu einem aromatischen Getränk mit sommerlichem Charakter. Durch einige Stunden Ruhezeit verbinden sich die einzelnen Zutaten und ergeben einen angenehm runden Geschmack.
Ob klassisch mit Apfel und Orange, zusätzlich mit Pfirsich oder komplett alkoholfrei – Sangria lässt sich unkompliziert anpassen. Gut gekühlt und mit etwas Mineralwasser serviert ist sie vor allem bei sommerlichen Mahlzeiten und geselligen Abenden ein beliebter Klassiker.
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