Di.. Aug. 4th, 2026
Schüssel Birnenmarmelade auf blauem Holz, dahinter Birnen und ein angeschnittenes Birnenstück.
Birnenmarmelade in Nahaufnahme mit frischen Birnen daneben - Bildnachweis: Liudmila Chernetska - iStock ID: 1359798495

Birnenmarmelade: So wird die Konsistenz schön samtig und streichzart

Selbst gemachte Birnenmarmelade bringt den milden, süßen Geschmack reifer Birnen wunderbar ins Glas. Die zarte Frucht harmoniert besonders gut mit Vanille, Zitrone und einer kleinen Prise Zimt. Dadurch entsteht ein aromatischer Brotaufstrich, der nicht nur zum Frühstück schmeckt, sondern auch Käse, Gebäck und Desserts verfeinert.

Ein Glas Birnenmarmelade steht auf einem Schneidebrett, daneben liegen Birnen, Gewürze und ein Korb mit Obst.
Birnenmarmelade im Vorratsglas auf dem Brett – Bildnachweis: Liudmila Chernetska – iStock ID: 1359739850

Birnen besitzen ein zurückhaltenderes Aroma als viele Beeren oder Zitrusfrüchte. Deshalb profitieren sie von einer leicht säuerlichen Ergänzung. Frischer Zitronensaft sorgt für mehr Fruchtigkeit, gleicht die Süße aus und verhindert zugleich, dass das vorbereitete Birnenfruchtfleisch schnell braun wird.

Das Rezept lässt sich je nach Geschmack fein pürieren oder mit kleinen Fruchtstückchen zubereiten. Wer eine samtige Konsistenz bevorzugt, verarbeitet die Birnen vollständig mit dem Pürierstab. Für eine rustikale Birnenkonfitüre mit Stückchen wird dagegen nur ein Teil der Früchte zerkleinert.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Aufstrich häufig Birnenmarmelade genannt. Unabhängig von der Bezeichnung ist das Prinzip ganz einfach: Reife Birnen werden mit Gelierzucker und Zitronensaft kurz aufgekocht und anschließend noch heiß in saubere Gläser gefüllt.

Birnenmarmelade steht im Glas und in einer Schale auf einem Holzbrett neben Birnen und Sternanis.
Birnenmarmelade mit frischen Birnen und Gewürzen – Bildnachweis: Liudmila Chernetska – iStock ID: 1359739848

Zutaten für fruchtige Birnenmarmelade

Die Zutaten reichen für ungefähr fünf bis sechs Gläser mit jeweils etwa 200 Millilitern Inhalt.

  • 1 kg geschälte und entkernte Birnen
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Teelöffel Vanillepaste oder das Mark einer Vanilleschote
  • ½ Teelöffel Zimt, optional
  • 2 Esslöffel Birnensaft oder Wasser, falls erforderlich

Zusätzlich werden benötigt:

  • fünf bis sechs saubere Schraubgläser
  • ein großer Kochtopf
  • ein Pürierstab
  • eine Schöpfkelle
  • ein Marmeladentrichter, falls vorhanden

Am besten eignen sich reife, aromatische Birnen, die bereits angenehm süß schmecken, aber noch keine matschigen oder beschädigten Stellen besitzen. Sehr harte Früchte entwickeln beim kurzen Kochen oft weniger Aroma und müssen möglicherweise etwas länger weich garen.

Die benötigte Birnenmenge bezieht sich auf das bereits geschälte und entkernte Fruchtfleisch. Je nach Größe und Zustand der Früchte werden dafür ungefähr 1,2 bis 1,4 Kilogramm ganze Birnen benötigt.

Welche Birnensorten eignen sich besonders gut?

Für Birnenmarmelade können grundsätzlich fast alle reifen Birnensorten verwendet werden. Besonders aromatisch sind Sorten wie Williams Christ, Conference, Abate Fetel oder Vereinsdechant. Auch eine Mischung verschiedener süßer Birnensorten kann ein sehr ausgewogenes Ergebnis liefern.

Williams-Christ-Birnen besitzen ein intensives, typisches Birnenaroma und ergeben einen besonders duftenden Aufstrich. Conference-Birnen schmecken etwas milder, bleiben beim Schneiden aber häufig fester und eignen sich gut für eine Marmelade mit Fruchtstücken.

Sehr saftige Birnen bringen mehr Flüssigkeit mit. Dadurch kann die Marmelade etwas weicher werden. Bei festen Früchten reichen dagegen häufig schon wenige Esslöffel Wasser oder Birnensaft aus, damit beim Erhitzen nichts am Topfboden ansetzt.

Überreife Birnen lassen sich gut verarbeiten, solange sie frisch riechen und keine verdorbenen Stellen besitzen. Druckstellen müssen großzügig entfernt werden. Schimmelige Früchte sollten nicht für die Marmeladenherstellung verwendet werden.

Birnenmarmelade in einer weißen Schüssel mit Löffel, daneben Birnen und ein grünes Blatt.
– Bildnachweis: Liudmila Chernetska – iStock ID: 1359737354

Gläser für die Birnenmarmelade vorbereiten

Bevor die Früchte geschnitten werden, sollten die Gläser und Deckel gründlich gereinigt werden. Dafür werden sie mit heißem Wasser und Spülmittel ausgewaschen und anschließend sorgfältig klar gespült.

Die Gläser können zusätzlich mit kochendem Wasser gefüllt oder einige Minuten ausgekocht werden. Auch die Deckel sollten sauber und unbeschädigt sein. Eine hygienische Vorbereitung ist wichtig, damit der fertige Fruchtaufstrich möglichst lange haltbar bleibt.

Die gereinigten Gläser bis zum Befüllen warm halten und innen nicht mehr mit den Fingern berühren. Kalte Gläser können durch die sehr heiße Marmelade im ungünstigsten Fall springen. Ein sauberes Geschirrtuch bietet eine sichere Unterlage.

Die Gläser sollten vollständig intakt sein. Abgesplitterte Ränder, Roststellen an den Deckeln oder beschädigte Dichtungen können verhindern, dass sich nach dem Abkühlen ein zuverlässiges Vakuum im Glas bildet.

Birnen schälen und vorbereiten

Die Birnen waschen, schälen und vierteln. Anschließend das Kerngehäuse und den Stielansatz vollständig entfernen. Das vorbereitete Fruchtfleisch abwiegen, damit das Verhältnis zwischen Birnen und Gelierzucker stimmt.

Die Birnen in kleine Würfel schneiden und direkt in einen großen Topf geben. Die Zitrone heiß waschen und trocken reiben. Etwa einen Teelöffel der gelben Schale fein abreiben und anschließend den Saft auspressen.

Zitronensaft und Zitronenabrieb sofort mit den Birnen vermengen. Die Säure bewahrt die helle Farbe und verleiht der fruchtigen Birnenmarmelade mehr Frische. Vom weißen Teil der Zitronenschale sollte möglichst nichts abgerieben werden, da er bitter schmecken kann.

Falls die Birnen sehr fest und wenig saftig sind, zwei Esslöffel Birnensaft oder Wasser hinzufügen. Bei sehr reifen Früchten ist zusätzliche Flüssigkeit meistens nicht erforderlich.

Birnen weich garen und pürieren

Die Birnen bei mittlerer Hitze langsam erwärmen. Dabei regelmäßig umrühren, damit die Früchte nicht am Topfboden festkleben. Nach einigen Minuten tritt eigener Saft aus und die Birnen beginnen weich zu werden.

Die Früchte etwa fünf bis zehn Minuten zugedeckt dünsten. Die genaue Dauer hängt von der Birnensorte und ihrem Reifegrad ab. Sie sollten weich genug sein, um sich problemlos zu einem feinen Birnenpüree verarbeiten zu lassen.

Den Topf kurz vom Herd nehmen und die Birnen mit einem Pürierstab zerkleinern. Für eine glatte Marmelade werden die Früchte vollständig püriert. Wer kleine Stückchen bevorzugt, lässt ungefähr ein Drittel der Birnenwürfel ganz.

Beim Pürieren vorsichtig arbeiten, da die Masse heiß ist und spritzen kann. Ein hoher Topf schützt besser vor Spritzern und bietet beim späteren Aufkochen ausreichend Platz.

Birnenmarmelade mit Gelierzucker kochen

Den Gelierzucker 2:1, die Vanille und nach Wunsch den Zimt zum Birnenpüree geben. Alles gründlich verrühren, bis keine trockenen Zuckerstellen mehr sichtbar sind.

Die Fruchtmasse unter Rühren bei hoher Temperatur zum Kochen bringen. Sobald sie auf der gesamten Oberfläche kräftig sprudelt, beginnt die eigentliche Kochzeit. Die Birnen-Zucker-Mischung entsprechend der Angabe auf der Gelierzuckerpackung meist etwa drei bis vier Minuten sprudelnd kochen lassen.

Während dieser Zeit ständig umrühren. Birnenmarmelade kann durch ihren Zuckergehalt schnell am Boden ansetzen. Außerdem steigt die heiße Masse beim Kochen deutlich nach oben, weshalb der Topf nur ungefähr zur Hälfte gefüllt sein sollte.

Entstehenden Schaum kann man mit einem sauberen Löffel vorsichtig abnehmen. Er ist nicht grundsätzlich problematisch, kann aber die Oberfläche der fertigen Marmelade unruhig wirken lassen und kleine Luftbläschen enthalten.

Nach der vorgesehenen Kochzeit den Topf von der Herdplatte nehmen. Die Marmelade kurz umrühren und anschließend sofort eine Gelierprobe durchführen.

Mit der Gelierprobe die Konsistenz prüfen

Für die Gelierprobe bereits vor dem Kochen einen kleinen Teller in den Kühlschrank stellen. Nach der Kochzeit einen Teelöffel heiße Marmelade daraufgeben und ungefähr eine Minute abkühlen lassen.

Wird die Probe beim Schieben mit dem Finger sichtbar fester oder wirft kleine Falten, ist die Birnenmarmelade ausreichend geliert. Bleibt sie sehr flüssig, kann die Masse noch einmal kurz aufgekocht werden.

Dabei sollte die Kochzeit nicht unnötig verlängert werden. Zu langes Kochen kann das feine Birnenaroma beeinträchtigen und die Marmelade sehr fest oder leicht karamellig werden lassen.

Auch direkt nach dem Kochen wirkt die Marmelade häufig noch recht flüssig. Ihre endgültige Konsistenz entwickelt sie erst während des vollständigen Abkühlens im Glas.

Marmelade heiß in die Gläser füllen

Die fertige Birnenmarmelade mit einer sauberen Schöpfkelle in die vorbereiteten warmen Gläser füllen. Ein Marmeladentrichter erleichtert das saubere Arbeiten und verhindert, dass Fruchtmasse auf den Glasrand gelangt.

Die Gläser bis etwa einen halben Zentimeter unter den Rand befüllen. Verschmutzte Glasränder sofort mit einem sauberen, feuchten Tuch abwischen. Nur ein sauberer Rand ermöglicht einen dichten Verschluss.

Die Deckel direkt fest aufschrauben und die Gläser aufrecht auf ein Geschirrtuch stellen. Ein Umdrehen ist bei sauber vorbereiteten Gläsern und heißer Abfüllung normalerweise nicht notwendig.

Während des Abkühlens bildet sich im Idealfall ein Vakuum. Bei vielen Schraubdeckeln zieht sich die Mitte leicht nach innen und gibt beim Drücken nicht mehr nach. Gläser ohne sicheren Verschluss sollten im Kühlschrank aufbewahrt und zuerst verbraucht werden.

Die vollständig abgekühlten Gläser beschriften. Neben dem Namen lohnt es sich, auch das Herstellungsdatum zu notieren.

Zwei Schälchen mit Birnenmarmelade, dazu Birnen und Würfelzucker auf einem Holztisch.
Fruchtige Birnenmarmelade in einer Schale auf rustikalem Holztisch – Bildnachweis: minadezhda – iStock ID: 1211663159

So wird die Birnenmarmelade besonders aromatisch

Die Qualität der Früchte hat den größten Einfluss auf den Geschmack. Reife Birnen bringen deutlich mehr Aroma und natürliche Süße mit als harte Früchte. Sie sollten sich am Stielansatz auf leichten Druck etwas nachgiebig anfühlen.

Vanille unterstreicht den milden Geschmack, ohne die Birne zu überdecken. Zimt sollte dagegen zurückhaltend dosiert werden. Schon eine kleine Menge kann die feine Fruchtnote stark in Richtung Weihnachten oder Winterdessert verändern.

Zitronensaft ist nicht nur für die Frische wichtig. Er bildet auch einen geschmacklichen Gegenpol zur Süße des Gelierzuckers. Bei besonders milden Birnen kann am Ende noch ein zusätzlicher kleiner Spritzer Zitronensaft ergänzt werden.

Wer einen intensiveren Birnengeschmack möchte, kann einen Teil der Früchte vor dem Pürieren etwas länger einkochen lassen. Dadurch verdampft Wasser und das Birnenaroma konzentriert sich stärker.

Birnenmarmelade mit Vanille und Zimt

Vanille und Birne sind eine besonders harmonische Kombination. Für eine elegante, ganzjährig passende Variante wird lediglich Vanille verwendet und der Zimt weggelassen.

Mit Zimt, Sternanis oder Kardamom bekommt die Marmelade einen warmen, winterlichen Charakter. Dabei reicht für ein Kilogramm Früchte meist eine kleine Prise. Die Gewürze zur Birne sollten ergänzen und nicht dominieren.

Eine Zimtstange kann während des Dünstens zu den Birnen gegeben und vor dem Pürieren wieder entfernt werden. Dadurch wird das Aroma meist feiner als bei gemahlenem Zimt.

Auch eine halbierte Vanilleschote kann mitgekocht werden. Das ausgekratzte Mark kommt zu den Früchten, während die Schote nach dem Kochen entfernt wird.

Birnenmarmelade mit Apfel verfeinern

Birnen und Äpfel ergänzen sich hervorragend. Äpfel bringen eine leichte Säure und je nach Sorte mehr natürliche Gelierfähigkeit mit. Für eine Birnen-Apfel-Marmelade können 300 Gramm der Birnen durch geschälte Apfelstücke ersetzt werden.

Säuerliche Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn sorgen für einen interessanten Kontrast zu den süßen Birnen. Die Früchte werden gemeinsam weich gekocht und anschließend wie im Grundrezept püriert.

Zimt passt zu dieser Variante besonders gut. Auch einige gehackte Walnüsse können nach dem Kochen untergerührt werden. Ein solcher Aufstrich sollte wegen der Nüsse jedoch besonders sauber verarbeitet und nach dem Öffnen zügig verbraucht werden.

Eine Mischung aus Birne, Apfel und Vanille schmeckt sowohl auf Brot als auch als Füllung für Pfannkuchen oder als Ergänzung zu Milchreis und Porridge.

Weitere köstliche Abwandlungen

Für eine Birnen-Ingwer-Marmelade werden etwa zehn bis fünfzehn Gramm frischer Ingwer fein gerieben und zusammen mit den Früchten gekocht. Ingwer bringt eine leichte Schärfe mit und gleicht die milde Süße der Birnen aus.

Auch Tonkabohne harmoniert mit Birne, sollte aber nur äußerst sparsam verwendet werden. Bereits eine kleine Menge verleiht dem Aufstrich eine intensive Mischung aus Vanille-, Mandel- und Gewürzaromen.

Gehackte Walnüsse oder Mandeln bringen zusätzlichen Biss. Sie sollten erst am Ende der Kochzeit untergerührt werden. Dadurch entsteht eine Birnenmarmelade mit Nüssen, die besonders gut zu Käse und frischem Brot passt.

Ein kleiner Teil der Birnen kann außerdem durch Pflaumen, Feigen oder Himbeeren ersetzt werden. Dunklere Früchte verändern zwar die Farbe, bringen aber eine angenehm fruchtige Säure mit.

Alkohol wie Birnenbrand, Amaretto oder Rum kann ebenfalls ergänzt werden. Ein bis zwei Esslöffel reichen normalerweise aus. Dabei ist zu beachten, dass Alkohol beim kurzen Aufkochen nicht zwangsläufig vollständig verdampft und die Marmelade damit nicht für alle Personen geeignet ist.

Servierideen für selbst gemachte Birnenmarmelade

Am klassischsten schmeckt die Marmelade auf frischem Brot, Toast, Brötchen oder Croissants. Eine dünne Schicht Butter oder Frischkäse bildet einen angenehmen Kontrast zur süßen Birnenfrucht.

Besonders spannend ist die Kombination mit Käse. Birnenmarmelade passt hervorragend zu Brie, Camembert, Ziegenkäse oder kräftigem Blauschimmelkäse. Kleine Kleckse auf einer Käseplatte ersetzen ein Chutney oder einen Fruchtsenf.

Auch Naturjoghurt, Quark und Skyr lassen sich mit einem Löffel Birnenmarmelade verfeinern. Zusammen mit gerösteten Nüssen und Haferflocken entsteht ein schnelles fruchtiges Frühstück.

Als Füllung eignet sich der Aufstrich für Pfannkuchen, Biskuitrollen, Kekse und kleine Tartes. Er kann außerdem leicht erwärmt und als Sauce zu Vanilleeis, Grießpudding oder Milchreis serviert werden.

Für herzhafte Gerichte lässt sich die Marmelade mit Senf, Essig und etwas Pfeffer zu einer fruchtigen Glasur verrühren. Diese passt beispielsweise zu gebackenem Ziegenkäse oder Ofengemüse.

Birnenmarmelade ohne große Fruchtstücke

Wer eine besonders feine Konsistenz bevorzugt, sollte die Birnen vollständig weich garen und anschließend gründlich pürieren. Ein leistungsstarker Pürierstab reicht dafür normalerweise aus.

Für eine noch glattere Marmelade kann das Birnenpüree vor dem Kochen mit dem Gelierzucker durch ein feines Sieb gestrichen werden. Dadurch werden kleine faserige Bestandteile entfernt und es entsteht ein samtiger Fruchtaufstrich.

Die Masse sollte danach erneut abgewogen werden, falls beim Passieren größere Mengen zurückbleiben. Das Verhältnis zum Gelierzucker muss weiterhin stimmen, damit die Marmelade zuverlässig fest wird.

Eine vollständig glatte Birnenmarmelade eignet sich besonders gut als Füllung für Gebäck, da keine größeren Stücke den Teig oder die Oberfläche ungleichmäßig machen.

Wie gesund ist Birnenmarmelade?

Birnen enthalten Wasser, Ballaststoffe, Kalium und verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe. Ein Teil der hitzeempfindlichen Vitamine geht beim Kochen verloren, während die Ballaststoffe weitgehend erhalten bleiben.

Trotz des hohen Fruchtanteils ist Birnenmarmelade ein süßer Brotaufstrich. Gelierzucker bringt eine beträchtliche Menge Zucker mit, die sowohl für den Geschmack als auch für Konsistenz und Haltbarkeit wichtig ist.

Mit Gelierzucker 2:1 wird weniger Zucker verwendet als bei einer klassischen Mischung im Verhältnis eins zu eins. Dadurch schmeckt der Aufstrich fruchtiger, bleibt aber weiterhin deutlich süß.

Eine kleine Portion kann gut zu einem abwechslungsreichen Frühstück passen. Marmelade ersetzt jedoch kein frisches Obst, da sie konzentrierter ist und meist mehr Zucker pro Portion enthält.

Wer den Zuckergehalt weiter reduzieren möchte, benötigt ein speziell dafür geeignetes Geliermittel und sollte sich exakt an die jeweilige Produktanleitung halten. Eine beliebige Reduzierung des Gelierzuckers kann die Gelierfähigkeit und Haltbarkeit beeinträchtigen.

Birnenmarmelade richtig lagern

Die verschlossenen Gläser sollten kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Eine dunkle Speisekammer oder ein Vorratsschrank eignet sich dafür gut.

Bei sauberer Zubereitung und sicher verschlossenen Gläsern bleibt die Marmelade normalerweise mehrere Monate genießbar. Farbe und Aroma sind jedoch in den ersten Monaten am besten.

Nach dem Öffnen gehört das Glas in den Kühlschrank. Für die Entnahme sollte immer ein sauberer Löffel verwendet werden. Brotkrümel oder Butterreste können die Haltbarkeit der geöffneten Marmelade deutlich verkürzen.

Zeigt der Inhalt Schimmel, einen ungewöhnlichen Geruch, starke Gärung, aufsteigende Blasen oder andere auffällige Veränderungen, sollte das gesamte Glas entsorgt werden. Schimmel darf bei Marmelade nicht nur oberflächlich entfernt werden.

Schüssel Birnenmarmelade auf blauem Holz, dahinter Birnen und ein angeschnittenes Birnenstück.
Birnenmarmelade in Nahaufnahme mit frischen Birnen daneben – Bildnachweis: Liudmila Chernetska – iStock ID: 1359798495

Häufige Fragen zu Birnenmarmelade

Welche Birnen eignen sich am besten für Marmelade?
Reife, aromatische und saftige Birnen sind ideal. Williams Christ, Conference und Abate Fetel eignen sich besonders gut, aber auch andere Sorten können verwendet werden.
Müssen Birnen für Marmelade geschält werden?
Das Schälen ist empfehlenswert, wenn eine feine und gleichmäßige Konsistenz gewünscht wird. Bei sehr dünner, makelloser Schale kann sie grundsätzlich mitverarbeitet werden, der Aufstrich wird dann aber etwas rustikaler.
Warum kommt Zitronensaft in die Birnenmarmelade?
Zitronensaft bringt Säure, unterstützt einen frischen Geschmack und verhindert, dass die geschnittenen Birnen schnell braun werden.
Kann man Gelierzucker 3:1 verwenden?
Ja, dabei muss die Mengenangabe auf der Packung genau beachtet werden. Die Marmelade wird weniger süß, kann aber auch etwas weicher und weniger lange haltbar sein.
Warum wird meine Birnenmarmelade nicht fest?
Möglicherweise wurde die Masse nicht lange genug sprudelnd gekocht, das Verhältnis von Früchten und Gelierzucker stimmte nicht oder die Birnen enthielten besonders viel Flüssigkeit.
Was kann man tun, wenn die Marmelade zu flüssig bleibt?
Die Marmelade kann erneut mit etwas Zitronensaft oder einem geeigneten Geliermittel aufgekocht werden. Dabei sollten die Angaben des verwendeten Produkts beachtet werden.
Kann man Birnenmarmelade ohne Pürierstab zubereiten?
Ja, die weich gekochten Früchte können mit einem Kartoffelstampfer zerdrückt werden. Das Ergebnis wird dadurch gröber und enthält mehr Fruchtstücke.
Wie lange hält sich selbst gemachte Birnenmarmelade?
Ungeöffnet und kühl sowie dunkel gelagert bleibt sie bei sauberer Verarbeitung normalerweise mehrere Monate haltbar. Nach dem Öffnen muss sie in den Kühlschrank und sollte zeitnah verbraucht werden.
Kann man gefrorene Birnen verwenden?
Ja, geschälte und geschnittene Birnen können aufgetaut und anschließend verarbeitet werden. Die dabei austretende Flüssigkeit sollte mit abgewogen werden.
Ist Birnenmarmelade vegan?
Das Grundrezept aus Birnen, Gelierzucker, Zitrone und Gewürzen ist pflanzlich. Bei speziellen Gelierprodukten lohnt sich dennoch ein Blick auf die Zutatenliste.
Kann man weniger Gelierzucker nehmen?
Der Gelierzucker sollte nicht ohne Anpassung reduziert werden, da sonst Konsistenz und Haltbarkeit leiden können. Für weniger süße Marmelade eignet sich ein dafür vorgesehenes Geliermittel.
Warum wird Birnenmarmelade braun?
Birnen reagieren nach dem Anschneiden mit Sauerstoff. Zitronensaft, zügiges Arbeiten und eine lichtgeschützte Lagerung helfen dabei, die Farbe möglichst hell zu halten.
Kann man die Marmelade für Kuchen verwenden?
Ja, sie eignet sich sehr gut zum Füllen von Torten, Plätzchen, Hefeschnecken und Pfannkuchen. Eine eher feste Marmelade lässt sich für Gebäck besonders gut verarbeiten.

Birnenmarmelade bewahrt den Geschmack reifer Früchte im Glas

Selbst gemachte Birnenmarmelade mit Vanille ist eine wunderbare Möglichkeit, reife Früchte haltbar zu machen und ihr mildes Aroma vielseitig zu genießen. Durch Zitronensaft erhält der Aufstrich ausreichend Frische, während Vanille und eine kleine Prise Zimt für Wärme sorgen.

Das Grundrezept ist unkompliziert und lässt viel Raum für persönliche Ideen. Ob mit Apfel, Ingwer, Walnüssen oder winterlichen Gewürzen – aus wenigen Ergänzungen entstehen immer wieder neue Birnenmarmeladen-Varianten.

Besonders köstlich schmeckt der fruchtige Aufstrich nicht nur auf dem Frühstücksbrötchen, sondern auch zu Käse, Joghurt, Pfannkuchen und verschiedenen Desserts. Hübsch beschriftet eignen sich die Gläser außerdem als kleines selbst gemachtes Geschenk aus der Küche.


Hast du Birnenmarmelade schon einmal selbst gekocht? Magst du sie lieber ganz klassisch mit Vanille oder würdest du sie mit Zimt, Ingwer, Apfel oder Nüssen verfeinern? Wir freuen uns über ein paar Kommentare.