Meerrettichsauce: Der klassische Begleiter zu Rindfleisch, Fisch und Kartoffeln
Eine selbst gemachte Meerrettichsauce ist cremig, frisch und besitzt genau die typische Schärfe, die besonders gut zu Rindfleisch, Fisch, Kartoffeln und Gemüse passt. Der kräftige Geschmack des Meerrettichs wird durch Sahne und etwas Säure abgerundet, sodass die Sauce würzig bleibt, aber nicht unangenehm scharf wirkt.

Besonders bekannt ist Meerrettichsauce als Begleiter zu gekochtem Rindfleisch oder Tafelspitz. Sie passt aber ebenso gut zu Räucherlachs, gebratenem Fisch oder Ofenkartoffeln und lässt sich sowohl warm als auch kalt servieren.
Für dieses Rezept wird eine klassische warme Variante zubereitet. Wichtig ist, den Meerrettich erst gegen Ende hinzuzufügen, denn durch langes Erhitzen verliert er einen großen Teil seiner charakteristischen frischen Schärfe.

Diese Zutaten brauchst du für cremige Meerrettichsauce
Die Menge reicht für etwa 4 Portionen.
- 30 g Butter
- 30 g Weizenmehl
- 300 ml Gemüsebrühe oder Fleischbrühe
- 150 ml Sahne
- 3 bis 4 EL frisch geriebener Meerrettich
- 1 bis 2 TL Zitronensaft
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 kleine Prise Zucker
- Salz
- frisch gemahlener weißer oder schwarzer Pfeffer
Optional:
- 1 EL Crème fraîche
- etwas fein gehackte Petersilie oder Schnittlauch
- zusätzlicher Meerrettich zum Servieren
So bereitest du die Grundlage für die Meerrettichsauce zu
Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl darüberstreuen und mit einem Schneebesen etwa eine Minute verrühren. Die Mischung sollte leicht aufschäumen, aber nicht dunkel werden.
Die Brühe nach und nach unter ständigem Rühren dazugießen. Dabei immer erst einen Teil der Flüssigkeit vollständig einarbeiten, bevor weitere Brühe hinzukommt. So bleibt die Sauce glatt und klümpchenfrei.
Anschließend die Sahne hinzufügen und alles bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa fünf Minuten sanft köcheln lassen. Dabei regelmäßig umrühren, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist.
Meerrettich richtig unter die Sauce rühren
Den Topf auf niedrige Temperatur stellen und Senf, Zitronensaft sowie eine kleine Prise Zucker einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Jetzt den frisch geriebenen Meerrettich hinzufügen und gründlich unterrühren. Die Sauce anschließend nur noch kurz erwärmen und möglichst nicht mehr kräftig kochen.
Je länger Meerrettich erhitzt wird, desto stärker verliert er seine typische Schärfe und Frische. Wer die Sauce besonders kräftig mag, gibt deshalb unmittelbar vor dem Servieren noch etwas frisch geriebenen Meerrettich hinein.
Für eine besonders runde und cremige Sauce kann zum Schluss ein Esslöffel Crème fraîche eingerührt werden.
So bekommt Meerrettichsauce die richtige Konsistenz
Eine klassische warme Meerrettichsauce sollte cremig sein und leicht am Löffel haften. Ist sie zu dick geworden, einfach etwas Brühe, Milch oder Sahne einrühren.
Ist die Sauce dagegen noch zu dünn, einige Minuten sanft einköcheln lassen. Dabei beachten, dass sie beim Abkühlen noch etwas dicker und cremiger wird.
Frisch geriebener Meerrettich besitzt meist deutlich mehr Schärfe als Meerrettich aus dem Glas. Deshalb zunächst lieber etwas weniger verwenden und anschließend nach Geschmack nachlegen.
Wie gesund sind die Zutaten der Meerrettichsauce?
Meerrettich enthält unter anderem Vitamin C und Senfölglykoside, die für seinen charakteristischen scharfen Geschmack verantwortlich sind. Da normalerweise nur kleinere Mengen verwendet werden, sollte die Sauce jedoch nicht allein wegen des Meerrettichs als besonders gesund betrachtet werden.
Sahne und Butter sorgen für die cremige Konsistenz und einen vollmundigen Geschmack, liefern allerdings auch Fett und Kalorien. Wie gehaltvoll die Sauce wird, hängt daher stark von der verwendeten Menge ab.
Eine leichtere Variante lässt sich mit Milch statt eines Teils der Sahne zubereiten. Auch eine Mischung aus Brühe und etwas Naturjoghurt oder saurer Sahne kann funktionieren, wobei diese Zutaten erst bei niedriger Temperatur eingerührt werden sollten.
Als würzige Ergänzung zu Kartoffeln, Gemüse, Fisch oder magerem Fleisch kann Meerrettichsauce problemlos Bestandteil einer ausgewogenen Mahlzeit sein.
So gelingt eine vegane Meerrettichsauce
Für eine vegane Meerrettichsauce wird die Butter durch pflanzliche Margarine oder etwas Pflanzenöl ersetzt. Statt Sahne eignet sich eine ungesüßte Hafer-, Soja- oder Kochcreme.
Als Flüssigkeit sollte Gemüsebrühe verwendet werden. Senf, Zitronensaft und frisch geriebener Meerrettich können wie im klassischen Rezept eingesetzt werden.
Besonders gut funktioniert eine pflanzliche Kochcreme, weil sie der Sauce eine ähnlich cremige Konsistenz verleiht. Bei stark süßlichen Pflanzencremes sollte allerdings etwas mehr Zitronensaft verwendet werden, damit die Sauce ausgewogen schmeckt.
Ideen für leckere Abwandlungen
Für eine klassische Apfel-Meerrettichsauce kann ein halber fein geriebener säuerlicher Apfel unter die fertige Sauce gerührt werden. Die leichte Süße harmoniert hervorragend mit der Schärfe des Meerrettichs.
Zu Fisch passt eine Variante mit etwas mehr Zitronensaft und fein gehacktem Dill. Diese Meerrettich-Dill-Sauce schmeckt besonders gut zu Lachs, Forelle oder gedünstetem Kabeljau.
Wer eine besonders milde Sauce bevorzugt, reduziert den Meerrettich und ergänzt einen zusätzlichen Löffel Crème fraîche. Dadurch wird die Meerrettichschärfe deutlich sanfter.
Für Tafelspitz oder gekochtes Rindfleisch kann die Sauce mit etwas kräftiger Fleischbrühe zubereitet werden. So bekommt sie einen intensiveren, herzhaften Geschmack.
Auch ein Teelöffel Honig kann die Schärfe abrunden. Besonders zu geräuchertem Fisch entsteht dadurch eine interessante süß-scharfe Kombination.

Häufig gestellte Fragen zur Meerrettichsauce
Kann ich Meerrettich aus dem Glas verwenden?
Ja. Je nach Produkt ist er jedoch häufig milder als frisch geriebener Meerrettich, deshalb die Menge nach Geschmack anpassen.
Wie lange hält sich selbst gemachte Meerrettichsauce?
Gut abgedeckt und gekühlt sollte sie innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Kann man Meerrettichsauce wieder aufwärmen?
Ja, allerdings nur langsam bei niedriger Temperatur. Starkes Kochen kann die Schärfe des Meerrettichs deutlich reduzieren.
Warum ist meine Meerrettichsauce nicht scharf genug?
Wahrscheinlich wurde der Meerrettich zu lange erhitzt oder es wurde eine sehr milde Sorte verwendet. Kurz vor dem Servieren etwas frischen Meerrettich ergänzen.
Was passt besonders gut zu Meerrettichsauce?
Tafelspitz, gekochtes Rindfleisch, Lachs, Forelle, Kartoffeln, Wurzelgemüse und Rote Bete harmonieren besonders gut.
Kann man Meerrettichsauce einfrieren?
Grundsätzlich ist das möglich, Sahnesaucen können nach dem Auftauen jedoch etwas ausflocken. Frisch oder aus dem Kühlschrank schmeckt die Sauce meist besser.
Meerrettichsauce verbindet Cremigkeit mit würziger Schärfe
Eine cremige Meerrettichsauce ist schnell zubereitet und bringt mit wenigen Zutaten viel Geschmack auf den Teller. Die Kombination aus frischem Meerrettich, Sahne und Zitrone passt besonders gut zu Fleisch und Fisch, lässt sich aber auch hervorragend zu Kartoffeln und Gemüse servieren.
Wie bereitest du Meerrettichsauce am liebsten zu – klassisch und kräftig oder etwas milder mit Apfel, Dill oder Crème fraîche? Teile deine Lieblingsvariante und deine besten Küchentipps gerne in den Kommentaren.
