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Pastinaken – so vielseitig ist das aromatische Wurzelgemüse

Kiste voller cremefarbener Pastinaken in unterschiedlichen Größen, ungewaschen mit sichtbaren Wurzelspitzen.
Pastinaken – frisch geerntet in der Kiste - Bildnachweis: whitemay - iStock ID: 2219190001

Pastinaken richtig zubereiten – von Suppe bis Ofengemüse

Pastinaken gehören zu den klassischen Wurzelgemüsen und sind an ihrer cremeweißen Farbe und länglichen Form leicht zu erkennen. Geschmacklich verbinden sie eine milde Süße mit einer leicht würzigen und etwas nussigen Note. Gerade in Suppen, Pürees und Ofengerichten entwickeln die Wurzeln ein besonders angenehmes Aroma.

Nahaufnahme eines Haufens cremefarbener Pastinaken mit etwas Erde und frischem Grün.
Pastinaken – frisch geerntet mit Blattgrün – Bildnachweis: vld.enc – iStock ID: 2226628483

Lange Zeit standen Pastinaken im Schatten von Kartoffeln und Möhren, inzwischen sind sie wieder regelmäßig auf Wochenmärkten und in Supermärkten zu finden. Besonders in den kühleren Monaten gehört das aromatische Wintergemüse zu den vielseitigen Zutaten der Küche. Es lässt sich kochen, braten, backen, pürieren und sogar roh verwenden.

Woher stammen Pastinaken?

Die Pastinake ist in Europa bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt. Schon lange bevor Kartoffeln hierzulande verbreitet waren, spielte sie als sättigendes Wurzelgemüse eine wichtige Rolle.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Kartoffeln und Möhren verlor sie später etwas an Bedeutung. In einigen Regionen blieb sie dennoch Bestandteil traditioneller Gerichte.

Heute erlebt die Pastinake als heimisches Wurzelgemüse wieder deutlich mehr Aufmerksamkeit. Sie wird vor allem wegen ihres milden Geschmacks und ihrer vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten geschätzt.

Wie schmecken Pastinaken?

Pastinaken besitzen einen milden, leicht süßlichen Geschmack. Gleichzeitig erinnern sie mit ihrer würzigen Note ein wenig an Sellerie oder Petersilienwurzel.

Beim Kochen wird das Aroma weicher und cremiger. Im Backofen oder in der Pfanne entwickelt sich durch die entstehenden Röstaromen eine deutlich intensivere natürliche Süße.

Gerade diese Kombination macht Pastinaken sowohl für herzhafte als auch für leicht süßlich abgeschmeckte Gerichte interessant.

Schwarze Pfanne mit goldbraun gerösteten Pastinakenwürfeln, sichtbar gewürzt und knusprig an den Rändern.
Geröstete Pastinaken – goldbraun und aromatisch – Bildnachweis: haoliang – iStock ID: 2200469596

Pastinake oder Petersilienwurzel?

Pastinaken und Petersilienwurzeln können auf den ersten Blick leicht verwechselt werden. Beide sind hell, länglich und gehören zum typischen Wurzelgemüse.

Pastinaken sind häufig etwas größer und kräftiger. An der Stelle, an der das Grün ansetzt, besitzen sie meist eine deutlich eingesunkene Schulter beziehungsweise Vertiefung.

Petersilienwurzel schmeckt außerdem wesentlich stärker nach Petersilie und wirkt würziger. Pastinaken sind dagegen milder und süßlicher.

Welche Nährstoffe enthalten Pastinaken?

Pastinaken liefern hauptsächlich Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Dadurch sind sie sättigender als viele wasserreiche Gemüsesorten.

Außerdem enthalten sie unter anderem Kalium, Folat und Vitamin C. Die genaue Nährstoffmenge hängt von Sorte, Lagerung und Zubereitung ab.

Durch ihren Ballaststoffgehalt können Pastinaken gut Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Sie sollten dabei wie anderes Gemüse mit unterschiedlichen Lebensmitteln kombiniert werden.

Wann haben Pastinaken Saison?

Pastinaken gelten als typisches Herbst- und Wintergemüse. Die Ernte beginnt meist im Herbst und kann sich abhängig vom Anbau über die kalte Jahreszeit erstrecken.

Kühle Temperaturen können den Geschmack sogar beeinflussen. Ein Teil der enthaltenen Stärke wird dabei in Zucker umgewandelt, wodurch die Wurzeln milder und etwas süßer schmecken können.

Durch ihre gute Lagerfähigkeit sind Pastinaken häufig noch weit über die eigentliche Erntezeit hinaus erhältlich.

Pastinaken richtig einkaufen

Frische Pastinaken sollten sich fest anfühlen und eine möglichst glatte, unbeschädigte Oberfläche besitzen. Kleine Erdspuren sind bei Wurzelgemüse völlig normal.

Sehr weiche oder stark verschrumpelte Exemplare sind weniger frisch. Auch dunkle, feuchte oder faulige Stellen sollten nicht vorhanden sein.

Kleinere bis mittelgroße Pastinaken sind häufig besonders zart. Sehr große Wurzeln können dagegen im Inneren teilweise etwas fester oder holziger sein.

Müssen Pastinaken geschält werden?

Junge und sehr frische Pastinaken mit dünner Schale müssen nicht zwingend geschält werden. Gründliches Waschen und Abbürsten kann ausreichen.

Bei älteren, größeren oder stärker gelagerten Wurzeln empfiehlt sich das Schälen mit einem Sparschäler. Die Enden werden anschließend entfernt.

Besonders bei großen Exemplaren kann der feste innere Kern etwas holzig sein. Falls dieser sehr ausgeprägt ist, lässt er sich vor der Zubereitung herausschneiden.

Weiße Schale mit cremiger Pastinakensuppe auf Kokosmilchbasis, in Händen gehalten und mit frischen Kräutern bestreut.
Pastinakensuppe mit Kokosmilch – cremig und wärmend – Bildnachweis: haoliang – iStock ID: 2216890660

Kann man Pastinaken roh essen?

Pastinaken können grundsätzlich auch roh verwendet werden. Dafür sollten sie frisch, fest und gründlich gereinigt sein.

Fein geraspelt passen sie beispielsweise in Rohkostsalate. Besonders gut harmonieren sie mit Möhren, Äpfeln, Zitronensaft und einem milden Dressing.

Roh ist das Aroma der Pastinake kräftiger und würziger als nach dem Kochen. Deshalb reicht häufig bereits eine kleinere Menge aus.

Pastinaken kochen

Für gekochte Pastinaken die Wurzeln schälen und in gleichmäßig große Stücke schneiden. Anschließend in leicht gesalzenem Wasser oder Brühe garen.

Je nach Größe sind die Stücke nach ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten weich. Sie sollten sich anschließend leicht mit einer Gabel einstechen lassen.

Gekochte Pastinaken können direkt als Gemüsebeilage serviert oder zu Püree, Suppe oder Stampf weiterverarbeitet werden.

Pastinaken aus dem Backofen

Im Ofen entwickeln Pastinaken besonders intensive Röstaromen. Dafür die Wurzeln in Stifte oder Spalten schneiden und mit etwas Öl vermischen.

Mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen und auf einem Backblech verteilen. Bei etwa 200 Grad Ober-/Unterhitze benötigen sie abhängig von der Dicke ungefähr 25 bis 35 Minuten.

Rosmarin, Thymian, Knoblauch und etwas Honig passen hervorragend zu gerösteten Pastinaken aus dem Ofen. Auch Möhren und Kartoffeln lassen sich direkt mitbacken.

Pastinaken in der Pfanne

Auch in der Pfanne lassen sich die Wurzeln unkompliziert zubereiten. Besonders kleine Würfel oder dünne Scheiben eignen sich dafür.

Etwas Öl oder Butter erhitzen und die Pastinaken bei mittlerer Temperatur langsam anbraten. Dabei regelmäßig wenden, damit sie gleichmäßig bräunen.

Ein kleiner Schuss Wasser oder Brühe kann zwischendurch helfen, die Pastinaken vollständig weich zu garen, ohne dass die Oberfläche zu dunkel wird.

Pastinakenpüree als Beilage

Pastinaken eignen sich hervorragend für cremige Pürees. Besonders beliebt ist die Kombination mit Kartoffeln, da diese den kräftigen Eigengeschmack etwas abmildern.

Dafür Kartoffeln und Pastinaken weich kochen, abgießen und anschließend mit etwas Butter und warmer Milch zerstampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Das Pastinaken-Kartoffel-Püree passt gut zu Fleisch, Fisch, Pilzgerichten oder gebratenem Gemüse.

Pastinakensuppe

Durch ihre weiche Konsistenz nach dem Garen eignen sich Pastinaken hervorragend für Cremesuppen. Zwiebeln werden zunächst in etwas Öl oder Butter angeschwitzt.

Anschließend Pastinaken und Kartoffeln hinzufügen, mit Gemüsebrühe auffüllen und weich kochen. Danach alles fein pürieren.

Etwas Sahne, Milch oder eine pflanzliche Alternative macht die Pastinakensuppe besonders cremig. Muskat, Curry, Ingwer oder Thymian sorgen für zusätzliche Würze.

Welche Gewürze passen zu Pastinaken?

Pastinaken harmonieren besonders gut mit klassischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Petersilie. Auch Knoblauch und schwarzer Pfeffer passen hervorragend.

Für etwas exotischere Gerichte eignen sich Curry, Kreuzkümmel, Ingwer oder eine kleine Menge Chili. Die natürliche Süße der Wurzel bildet dazu einen interessanten Kontrast.

Auch Honig oder Ahornsirup können bei Ofengerichten sparsam eingesetzt werden. Dadurch wird das süßlich-würzige Aroma noch stärker betont.

Kiste voller cremefarbener Pastinaken in unterschiedlichen Größen, ungewaschen mit sichtbaren Wurzelspitzen.
Pastinaken – frisch geerntet in der Kiste – Bildnachweis: whitemay – iStock ID: 2219190001

Mini-Rezept: Geröstete Pastinaken aus dem Ofen

Für zwei bis drei Portionen etwa 500 Gramm Pastinaken schälen und in gleichmäßige Stifte schneiden. Mit zwei Esslöffeln Olivenöl, Salz und schwarzem Pfeffer vermischen.

Einen Teelöffel frische Thymianblättchen und nach Wunsch eine kleine zerdrückte Knoblauchzehe hinzufügen. Die Pastinaken auf einem Backblech verteilen.

Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 30 Minuten backen und zwischendurch einmal wenden. Die gerösteten Pastinaken sind fertig, wenn sie weich und an den Rändern goldbraun sind.

Zum Servieren passen etwas Zitronensaft, gehackte Petersilie oder ein Joghurt-Kräuter-Dip.

Pastinaken für Babynahrung

Pastinaken werden wegen ihres milden Geschmacks häufig auch für Gemüsebreie verwendet. Dafür werden sie weich gegart und fein püriert.

Bei Babynahrung sollten Alter, individuelle Verträglichkeit und aktuelle Ernährungsempfehlungen berücksichtigt werden. Zusätzliche Gewürze oder Salz sind bei sehr kleinen Kindern normalerweise nicht notwendig.

Durch ihre milde Süße lassen sich Pastinaken gut mit Kartoffeln oder Möhren kombinieren.

Pastinaken richtig lagern

Frische Pastinaken halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks meist einige Zeit. Am besten werden sie ungewaschen und trocken gelagert.

Eventuell vorhandenes Grün sollte entfernt werden, da es den Wurzeln weiterhin Feuchtigkeit entziehen kann. Eine lockere Verpackung oder ein leicht feuchtes Tuch kann vor zu schnellem Austrocknen schützen.

Werden die Pastinaken weich, schrumpelig oder zeigen deutliche faulige beziehungsweise schimmelige Stellen, sollten sie nicht mehr verwendet werden.

Kann man Pastinaken einfrieren?

Ja, Pastinaken lassen sich einfrieren. Dafür schälen, in gewünschte Stücke schneiden und je nach späterer Verwendung kurz blanchieren.

Anschließend gut abkühlen, abtropfen lassen und portionsweise einfrieren. Die Stücke können später direkt in Suppen oder Eintöpfe gegeben werden.

Auch fertiges Pastinakenpüree lässt sich einfrieren. Nach dem Auftauen kann es beim Erwärmen mit etwas Milch oder Butter wieder cremig gerührt werden.

Häufige Fragen zu Pastinaken

Wie schmecken Pastinaken?
Pastinaken schmecken mild, leicht süßlich und etwas würzig. Ihr Aroma erinnert entfernt an Sellerie und Petersilienwurzel.

Sind Pastinaken und Petersilienwurzel dasselbe?
Nein. Es handelt sich um unterschiedliche Gemüsearten. Petersilienwurzel schmeckt deutlich stärker nach Petersilie, während Pastinaken süßer und milder sind.

Muss man Pastinaken schälen?
Junge Pastinaken können gründlich gewaschen auch mit Schale verwendet werden. Größere oder ältere Wurzeln werden besser geschält.

Kann man Pastinaken roh essen?
Ja. Fein geraspelt eignen sie sich beispielsweise für Rohkostsalate.

Kann man Pastinaken wie Kartoffeln kochen?
Ja. Sie können gekocht, püriert, gebacken oder gebraten werden und lassen sich häufig ähnlich wie anderes Wurzelgemüse verwenden.

Welche Gewürze passen zu Pastinaken?
Thymian, Rosmarin, Muskat, Knoblauch, Curry, Ingwer und schwarzer Pfeffer harmonieren besonders gut mit dem süßlich-würzigen Gemüse.

Wie lange halten Pastinaken im Kühlschrank?
Frische, unbeschädigte Wurzeln können im Gemüsefach bei geeigneter Lagerung einige Zeit haltbar bleiben. Entscheidend sind Festigkeit, Geruch und einwandfreies Aussehen.

Pastinaken – vielseitiges Wurzelgemüse für kalte und warme Gerichte

Pastinaken verbinden milde Süße, würziges Aroma und eine angenehm cremige Konsistenz nach dem Garen. Sie eignen sich für Suppen und Pürees genauso gut wie für Ofengemüse, Pfannengerichte oder Rohkost.

Ob gemeinsam mit Kartoffeln, Möhren oder als Hauptzutat eines Gerichts – Pastinaken lassen sich vielseitig zubereiten und besonders gut mit Kräutern und kräftigen Gewürzen kombinieren. Damit sind sie ein unkompliziertes Wurzelgemüse, das vor allem in der Herbst- und Winterküche für viel Abwechslung sorgt.


AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.