Runder Käsekuchen mit Quark und Rosinen – cremig, saftig und wie bei Oma
Ein guter Käsekuchen gehört zu den Klassikern, die nie aus der Mode kommen und bei vielen an Kindheit, Sonntagskaffee und Familienfeiern erinnern. In diesem Rezept wird eine cremige Quarkfüllung mit weichen, eingeweichten Rosinen kombiniert, die beim Essen kleine süße Punkte setzen. Ein knuspriger Mürbeteigboden bildet den einfachen, aber perfekten Rahmen und sorgt dafür, dass jede Scheibe gut in der Hand liegt.

Der Kuchen ist nicht kompliziert, braucht aber etwas Zeit im Ofen und vor allem Geduld beim Auskühlen, damit er seine feine Konsistenz behält. Dafür wirst du mit einem saftigen Ergebnis belohnt, das weder zu trocken noch zu flüssig ist und sich gut schneiden lässt. Du kannst ihn am Vortag backen, über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen und am nächsten Tag in Ruhe servieren. So steht einem entspannten Kaffeebesuch nichts im Weg und du hast einen Kuchen, auf den sich deine Gäste schon beim ersten Blick freuen.
Zutaten für eine runde Springform (26 cm)
Für den Boden
- 200 g Weizenmehl
- 80 g Zucker
- 100 g kalte Butter in Stücken
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
Für die Käsemasse
- 750 g Quark (am besten Magerquark gut abgetropft)
- 200 g Schmand oder saure Sahne
- 150–170 g Zucker
- 3 Eier (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen, 37 g)
- 2 EL Grieß oder Speisestärke
- 80 g flüssige, leicht abgekühlte Butter
- 100 ml Milch oder Sahne
- Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone
- 2–3 EL Zitronensaft
- 80–100 g Rosinen
- Optional: 1–2 EL Rum oder Orangensaft zum Einweichen der Rosinen
Zubereitung
- Springform einfetten, Boden mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Für den Boden Mehl, Backpulver, Zucker und Salz mischen. Butter und Ei zugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten.
- Teig zu einer Kugel formen, kurz kaltstellen (ca. 15 Minuten), dann in der Form ausrollen und einen Rand von etwa 3–4 cm hochziehen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
- Wer möchte, kann den Boden 10 Minuten vorbacken, das macht ihn etwas knuspriger.
- Für die Käsemasse die Rosinen in Rum oder Orangensaft einweichen, während du weiterarbeitest.
- Quark, Schmand, Zucker, Zitronensaft und -abrieb in eine große Schüssel geben und glatt rühren.
- Eier nach und nach unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht.
- Puddingpulver, Grieß oder Stärke, flüssige Butter und Milch oder Sahne zugeben und gründlich, aber nicht zu lange, unterrühren.
- Rosinen abtropfen lassen und mit einem Löffel unterheben.
- Käsemasse auf den vorbereiteten Teigboden geben, glatt streichen und die Form leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit Luftblasen entweichen.
- Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 55–70 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist und die Masse in der Mitte leicht wackelt.
- Den Ofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und den Kuchen darin etwa 15 Minuten abkühlen lassen, damit er nicht zu stark zusammenfällt.
- Anschließend vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen und am besten einige Stunden, gerne über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
Tipps für einen gelungenen Käsekuchen
- Alle Zutaten für die Füllung sollten Zimmertemperatur haben, dann verbindet sich alles besser.
- Wenn der Kuchen oben zu dunkel wird, kannst du ihn mit etwas Alufolie abdecken.
- Ein kleiner Rand aus Teig verhindert, dass die Käsemasse überläuft.
- Für eine besonders feine Textur Quark vorher kurz durch ein Sieb streichen.
- Ein leichtes Wackeln in der Mitte ist normal, der Kuchen wird beim Auskühlen fester.
Leckere Varianten
Käsekuchen ohne Rosinen:
Lass die Rosinen einfach weg und gib stattdessen etwas mehr Zitronenabrieb oder Vanille dazu, so hast du einen milden, puren Quarkkuchen.
Fruchtiger Käsekuchen:
Statt Rosinen kannst du abgetropfte Mandarinen, Kirschen oder Beeren vorsichtig unter die Käsemasse heben, das sorgt für frische, saftige Akzente.
Häufige Fragen rund um Käsekuchen
Warum reißt mein Käsekuchen ein?
Oft liegt es an starken Temperaturschwankungen oder zu langer Backzeit. Langsames Abkühlen im ausgeschalteten Ofen hilft, Risse zu vermeiden.
Kann ich Quark ersetzen?
Ein Teil Quark lässt sich durch Frischkäse oder Skyr ersetzen, dann wird die Masse etwas fester und cremiger. Ganz ohne Quark verändert sich der Geschmack deutlich.
Wie lange ist Käsekuchen haltbar?
Gut abgedeckt im Kühlschrank hält er sich etwa 3–4 Tage. Am besten schmeckt er in den ersten zwei Tagen.
Kann ich Käsekuchen einfrieren?
Ja, in Stücke schneiden, gut verpacken und einfrieren. Zum Servieren langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
Was mache ich, wenn die Masse sehr flüssig wirkt?
Das ist normal, bevor sie gebacken wird. Du kannst 1–2 EL zusätzlichen Grieß oder Stärke einrühren, falls sie dir extrem dünn vorkommt.

Tipps zum Servieren
- Den Kuchen gut gekühlt anschneiden, dann lassen sich saubere Stücke schneiden.
- Nach Wunsch mit einem Klecks geschlagener Sahne oder etwas frischer Beeren servieren.
- Puderzucker kurz vor dem Servieren darüber sieben, das sieht besonders einladend aus.
- Für Gäste kannst du kleine Stücke schneiden und auf einer Platte anrichten.
- Ein milder Kaffee, Cappuccino oder Tee passt sehr gut dazu.
Mit diesem Rezept hast du einen klassischen Käsekuchen, der viele Situationen retten kann
Er passt zum Sonntagskaffee, zu Geburtstagen oder einfach als kleines Stück Glück zwischendurch und ist damit ein echter Käsekuchen-Klassiker. Die Mischung aus knusprigem Boden und cremiger Quarkfüllung mit kleinen süßen Rosinen ist angenehm vertraut und trotzdem nie langweilig, weil du das Rezept immer wieder leicht verändern kannst. Du kannst das Grundrezept anpassen und mit Früchten wie Kirschen, Mandarinen oder Beeren, etwas Zitronenabrieb oder Vanille spielen.
Auch optisch macht so ein runder Käsekuchen immer etwas her, besonders wenn du ihn sauber aus der Form löst und in gleichmäßige Stücke schneidest. Wenn du ihn am Vortag vorbereitest, hast du am Serviertag kaum noch Arbeit und kannst dich ganz entspannt dem Tischdecken und der Unterhaltung widmen. So bleibt mehr Zeit für deine Gäste und für den Genuss, und vielleicht wird dieser Kuchen ja dein neuer Standard für gemütliche Nachmittage und besondere Anlässe.
Hast du schon einmal selbst Käsekuchen gebacken und wie hat er dir gelungen? Kennst du noch andere leckere Rezepte oder Varianten, die du uns in den Kommentaren verraten möchtest?
