Rettich als Lebensmittel und warum er im Winter plötzlich dein liebster Frische Kick wird
Rettich ist mehr als nur eine Beilage zum Biergarten. Er schmeckt je nach Sorte mild bis deutlich scharf und bringt damit sofort Charakter in ein Gericht. Die Textur ist fast immer richtig knackig, und genau das macht ihn so beliebt. Gerade roh sorgt er für Frische auf dem Teller und passt zu Salaten, Brotzeit und vielen Bowls.

Du kannst ihn aber auch kurz anbraten oder einlegen, dann wird er milder und bekommt eine ganz andere Seite. Viele kennen nur den weißen Rettich, dabei gibt es auch schwarzen Rettich und Daikon. Wenn du einmal die richtige Zubereitung gefunden hast, wird Rettich schnell zum festen Küchenhelfer, weil er unkompliziert ist und jedes Essen ein bisschen spannender macht.
Was ist Rettich eigentlich
Rettich gehört zu den Kreuzblütlern und ist mit Radieschen verwandt. Deshalb hat er diese typische, leicht scharfe Frische, die je nach Sorte sehr unterschiedlich ausfallen kann. Es gibt unterschiedliche Formen und Farben, von schlank und lang bis rundlich und kompakt.
Weißer Rettich ist in Deutschland sehr verbreitet und wird oft roh gegessen oder als Salat serviert. Daikon ist die japanische Variante, meist groß und eher mild, deshalb ist er auch für Menschen geeignet, die es nicht zu scharf mögen. Schwarzer Rettich hat eine dunkle Schale und schmeckt oft kräftiger, mit mehr Schärfe und einem etwas herberen Aroma.
Geschmack und Konsistenz
Rettich hat eine frische, leicht pfeffrige Note, die vielen Gerichten sofort mehr Biss gibt. Die Schärfe sitzt häufig näher an der Schale, deshalb kannst du mit Schälen oder sehr dünnem Schneiden gut steuern, wie intensiv er am Ende schmeckt.

Je jünger und kleiner, desto milder wirkt er oft, während größere Exemplare manchmal kräftiger ziehen. Schwarzer Rettich kann deutlich intensiver sein und bringt eine erdige, scharfe Würze mit. Daikon ist meist eher mild und sehr saftig, deshalb passt er auch gut in Salate, Bowls oder als eingelegte Beilage.
Einkauf und worauf du achten solltest
• Nimm feste Knollen ohne weiche Stellen.
• Eine glatte, straffe Schale ist ein gutes Zeichen.
• Sehr große Exemplare können innen hohler oder faseriger sein.
• Blätter, falls noch dran, sollten frisch aussehen und nicht schlapp hängen.
Vorbereitung in der Küche
Wasche den Rettich gründlich und entferne dabei auch Erde aus kleinen Rillen. Schälen ist Geschmackssache, denn die Schale bringt Aroma, kann aber je nach Sorte auch etwas schärfer sein. Bei sehr scharfem Rettich hilft Schälen, wenn du es milder willst.
Schneide ihn in sehr dünne Scheiben, Stifte oder Würfel, je nachdem, wofür du ihn brauchst. Für den Klassiker kannst du ihn auch hobeln, dann werden die Scheiben schön gleichmäßig. Wenn du die Schärfe reduzieren willst, salze ihn leicht und lasse ihn kurz ziehen. Danach kurz abtupfen oder abspülen, dann bleibt er knackig, wirkt aber deutlich milder.
Lagerung
Rettich hält im Gemüsefach einige Tage und bleibt am besten frisch, wenn du ihn vor dem Austrocknen schützt. Wickele ihn dafür in ein leicht feuchtes Tuch oder lege ihn in eine Dose. So bleibt er länger knackig und verliert weniger Aroma.
Geschnittener Rettich gehört gut abgedeckt in den Kühlschrank, damit er nicht trocken wird und keine Gerüche annimmt. Eingelegt hält er deutlich länger und ist außerdem eine praktische Vorratsidee, wenn du öfter Lust auf etwas Säure und Crunch hast.

Nährstoffe und warum er beliebt ist
Rettich ist kalorienarm und enthält viel Wasser. Dadurch wirkt er angenehm frisch und ist eine gute Zutat, wenn du etwas Leichtes auf dem Teller möchtest.
Er bringt außerdem Ballaststoffe mit. Viele mögen ihn, weil er eine Mahlzeit luftiger macht und trotzdem Biss hat. Die genaue Zusammensetzung hängt von Sorte und Reife ab, deshalb kann der Geschmack von mild bis deutlich scharf variieren.
Verwendung in der Küche
Roh
• Als Salat mit Apfel, Joghurt und Zitronensaft.
• Im Sandwich oder Wrap für Crunch.
• Als Topping auf Bowls und Suppen.
Warm
• Kurz in der Pfanne anbraten und mit Sojasauce abschmecken.
• In dünnen Scheiben im Ofen rösten.
• In Eintöpfen und Gemüsepfannen mitgaren, aber nicht zu lange.
Eingelegt
Eingelegter Rettich ist super für Burger, Tacos und Reisschalen. Er bleibt bissfest und bringt Säure ins Spiel.
Schnelle Ideen ohne großes Rezept
• Rettich Stifte mit Hummus als Snack.
• Daikon dünn schneiden und mit Sesamöl und Limette marinieren.
• Schwarzer Rettich fein reiben und mit Honig als Brotaufstrich Mischung nutzen, wenn du es traditionell magst.

Häufige Fragen zu Rettich
Warum ist Rettich manchmal bitter. Das kann an einer sehr dicken Schale oder an einer älteren Knolle liegen. Schälen hilft oft.
Wie bekomme ich die Schärfe raus. Dünn schneiden, leicht salzen und kurz ziehen lassen hilft. Auch ein Joghurt Dressing macht ihn milder.
Kann man Rettich kochen. Ja, das geht. Er verliert dann Schärfe und wird weicher. Braten oder Rösten bringt zusätzlich Aroma.
Was ist der Unterschied zwischen Rettich und Radieschen. Radieschen sind kleiner und oft milder. Rettich ist größer und kann deutlich schärfer sein.
Rettich ist ein unkompliziertes Gemüse, das du schnell in viele Gerichte einbauen kannst
Roh sorgt er für Crunch und Frische, zum Beispiel im Salat oder als feine Scheiben auf dem Brot. Warm wird er milder und passt gut zu herzhaften Speisen, weil die Schärfe zurückgeht und das Aroma runder wird.
Eingelegt bringt er Säure und macht einfache Gerichte spannender, etwa zu Bowls, Sandwiches oder Käse. Wenn du mit Sorte und Schnitt spielst, findest du schnell deinen Favoriten. Mal hauchdünn, mal grob geraspelt, mal in Stiften, je nachdem, wie viel Biss du möchtest.
Hast du Rettich schon mal probiert? Wie findest du den Geschmack und hattest du ihn pur oder in einem Salat oder in einer ganz anderen Zubereitung? Wir freuen uns über deine Rezeptideen in den Kommentaren.
