Warum selbstgemachte Béchamelsauce viel besser schmeckt als fertig gekauft
Eine klassische Béchamelsauce gehört zu den wichtigsten Grundsaucen in der Küche. Sie ist cremig, mild und wunderbar vielseitig. Man kennt sie vor allem aus Lasagne, Aufläufen, Gemüsegratins oder als Basis für helle Saucen.

Das Schöne daran ist, dass sie aus wenigen Zutaten besteht und trotzdem richtig fein schmeckt, wenn sie gut gemacht ist. Sie passt zu vielen Gerichten, weil sie nicht zu dominant ist und andere Zutaten schön verbindet.
Die Basis ist eine helle Mehlschwitze aus Butter und Mehl. Danach wird nach und nach Milch eingerührt, bis eine glatte Sauce entsteht. Wichtig ist dabei vor allem Geduld und kräftiges Rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat bekommt die Béchamelsauce ihren klassischen Geschmack. Je nach Rezept kann sie etwas dünner oder dicker gekocht werden. Für Lasagne darf sie schön cremig sein, für Gemüse oder Gratins etwas fester. So wird aus Butter, Mehl und Milch eine einfache, aber sehr praktische Sauce für viele Ofengerichte.

Zutaten für ca. 500 ml Béchamelsauce
• 40 g Butter
• 40 g Weizenmehl
• 500 ml Milch
• Salz
• Weißer Pfeffer oder schwarzer Pfeffer
• 1 Prise Muskat
• Optional 1 kleines Lorbeerblatt
• Optional 1 kleine Prise Zucker
• Optional 2 EL geriebener Parmesan oder anderer Käse
Zubereitung
Schmelze die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze. Sie sollte flüssig werden, aber nicht braun. Für eine klassische Béchamelsauce bleibt die Mehlschwitze hell, damit die Sauce später schön cremig und mild aussieht. Wenn die Butter zu heiß wird, kann sie schnell nussig oder dunkel schmecken. Deshalb lieber mit etwas weniger Hitze arbeiten.
Gib das Mehl zur geschmolzenen Butter und verrühre beides sofort mit einem Schneebesen. Lasse die Mischung etwa 1 bis 2 Minuten anschwitzen. Dabei ständig rühren. Das Mehl soll seinen rohen Geschmack verlieren, aber keine dunkle Farbe bekommen. Die Masse sollte glatt, hell und leicht cremig wirken.
Gieße nun nach und nach die Milch dazu. Am Anfang nur einen kleinen Schluck verwenden und kräftig rühren, bis eine glatte Masse entsteht. Danach wieder etwas Milch dazugeben und weiterrühren. So verhinderst du Klümpchen und die Sauce wird besonders fein. Wenn du die Milch langsam einrührst, verbindet sie sich besser mit der Mehlschwitze.

Wenn die ganze Milch eingerührt ist, lässt du die Béchamelsauce unter Rühren kurz aufkochen. Danach reduzierst du die Hitze und lässt sie etwa 5 bis 8 Minuten sanft köcheln. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt. Durch das Köcheln wird die Sauce glatter, runder und bekommt ihre typische cremige Konsistenz.
Würze die Sauce mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Muskat. Muskat passt sehr gut zu Milch, Butter und Mehl und gibt der Sauce den typischen runden Geschmack. Wenn du möchtest, kannst du ein Lorbeerblatt kurz mitziehen lassen und vor dem Servieren wieder entfernen. Das gibt der Sauce eine feine zusätzliche Würze.
Ist die Sauce zu dick, gib einfach noch etwas Milch dazu. Ist sie zu dünn, lässt du sie bei niedriger Hitze noch ein paar Minuten köcheln. Für eine Käsesauce kannst du am Ende geriebenen Parmesan, Gouda oder Emmentaler einrühren. Dann aber nicht mehr stark kochen lassen, damit der Käse schön cremig schmilzt und die Sauce nicht ausflockt.
Wofür passt Béchamelsauce besonders gut?
Béchamelsauce ist die klassische Sauce für Lasagne. Sie macht die Schichten cremig und verbindet Hackfleischsauce, Nudelplatten und Käse wunderbar miteinander. Dadurch wird die Lasagne saftiger, weicher und bekommt den typischen milden Geschmack. Auch für Gemüseaufläufe ist sie ideal, zum Beispiel mit Brokkoli, Blumenkohl, Kartoffeln, Spinat oder Lauch. Die Sauce legt sich schön um das Gemüse und sorgt dafür, dass der Auflauf nicht trocken wird.
Sehr gut passt sie auch zu gratiniertem Gemüse. Dafür wird die Sauce über das Gemüse gegeben, mit Käse bestreut und im Ofen goldbraun überbacken. So entsteht eine cremige, herzhafte Kruste, die besonders gut zu Kartoffeln, Blumenkohl oder Brokkoli passt. Wer eine feinere helle Sauce möchte, kann Béchamelsauce außerdem als Basis für Käsesauce, Kräutersauce oder Senfsauce verwenden. Mit etwas Parmesan, frischen Kräutern oder einem Löffel Senf lässt sie sich schnell abwandeln und passt dann zu vielen einfachen Ofengerichten.
Vegane Variante
Für eine vegane Béchamelsauce ersetzt du die Butter durch vegane Margarine oder Olivenöl. Statt Milch verwendest du Haferdrink, Sojadrink oder Mandeldrink ohne Zucker. Besonders gut eignet sich ungesüßter Haferdrink, weil er mild schmeckt und eine schöne Cremigkeit mitbringt. Wichtig ist, dass der Pflanzendrink nicht gesüßt ist, damit die Sauce später nicht süßlich schmeckt und gut zu Lasagne, Aufläufen oder Gemüse passt.
Würze die vegane Variante ebenfalls mit Salz, Pfeffer und Muskat. Diese einfache Würzung sorgt dafür, dass die Sauce klassisch und rund schmeckt. Wenn du eine vegane Käsesauce machen möchtest, kannst du etwas Hefeflocken oder veganen Reibekäse einrühren. Hefeflocken geben eine leicht würzige, käsige Note und passen besonders gut zu Gemüsegratins oder veganer Lasagne. So wird aus der einfachen Béchamelsauce schnell eine cremige pflanzliche Grundsauce für viele Gerichte.

Häufige Fragen zur Béchamelsauce
Warum bekommt meine Béchamelsauce Klümpchen?
Das passiert meist, wenn zu viel Milch auf einmal eingerührt wird. Gib die Milch lieber nach und nach dazu und rühre kräftig mit dem Schneebesen.
Kann ich Béchamelsauce vorbereiten?
Ja, du kannst sie gut vorbereiten. Beim Abkühlen wird sie oft etwas dicker. Beim Erwärmen einfach etwas Milch einrühren, bis sie wieder cremig ist.
Warum schmeckt meine Sauce nach Mehl?
Dann wurde die Mehlschwitze wahrscheinlich zu kurz angeschwitzt. Butter und Mehl sollten 1 bis 2 Minuten unter Rühren erhitzt werden, bevor die Milch dazukommt.
Kann ich Béchamelsauce ohne Butter machen?
Ja, du kannst statt Butter auch Öl verwenden. Der klassische Geschmack wird mit Butter aber etwas feiner und runder.
Welche Milch eignet sich am besten?
Normale Vollmilch macht die Sauce besonders cremig. Mit fettarmer Milch wird sie etwas leichter, aber ebenfalls gut.
Kann ich Béchamelsauce einfrieren?
Ja, das ist möglich. Nach dem Auftauen kann die Sauce etwas grisselig wirken. Beim langsamen Erwärmen und kräftigen Rühren wird sie meist wieder glatter.

Wie gesund und nährstoffreich sind die Zutaten?
Béchamelsauce ist eine klassische Grundsauce aus einfachen Zutaten. Milch liefert Eiweiß, Calcium und Flüssigkeit. Butter sorgt für Geschmack und eine weiche Konsistenz. Mehl bindet die Sauce und macht sie cremig. Genau diese schlichte Kombination macht Béchamelsauce so praktisch, weil sie mild schmeckt und viele Gerichte schön abrundet.
Die Sauce ist eher mild und gehaltvoll, besonders wenn sie mit Vollmilch, Butter und Käse zubereitet wird. Wer sie etwas leichter machen möchte, kann fettarme Milch verwenden oder die Buttermenge leicht reduzieren. Auch eine pflanzliche Variante mit ungesüßtem Haferdrink kann etwas leichter wirken und passt gut zu veganen Aufläufen oder Lasagne.
In Kombination mit Gemüse kann Béchamelsauce sehr praktisch sein, weil sie Brokkoli, Blumenkohl, Spinat oder Kartoffeln cremig macht und dadurch auch einfache Gerichte besonders lecker werden. Am besten genießt man sie bewusst als Teil eines warmen Auflaufs, einer Lasagne oder eines feinen Gratins.
Hast du selbst schon einmal Béchamelsauce gemacht? Verwendest du sie am liebsten für Lasagne, Gemüseauflauf oder als Basis für eine Käsesauce? Schreib uns gern in die Kommentare, wie deine liebste Variante aussieht.
