Brasilianisches Curau – traditionelles Rezept für süßen Maispudding
Curau ist ein traditionelles brasilianisches Dessert aus frischem Mais, Milch und Zucker, das durch langsames Erhitzen eine puddingähnliche Konsistenz bekommt. Serviert wird es meist mit reichlich gemahlenem Zimt auf der Oberfläche. Geschmacklich verbindet Curau die natürliche Süße des Maises mit einer milden, cremigen Milchbasis und einer warmen Zimtnote.

Besonders bekannt ist das Dessert im Zusammenhang mit den brasilianischen Festas Juninas, den traditionellen Juni-Festen. Mais spielt dort in zahlreichen süßen und herzhaften Speisen eine wichtige Rolle. Curau kann warm gegessen werden, schmeckt aber auch gut gekühlt und lässt sich deshalb hervorragend vorbereiten.
Was ist Curau?
Curau ist vereinfacht gesagt ein brasilianischer Maispudding. Für die klassische Zubereitung werden frische Maiskörner mit Milch fein püriert und anschließend durch ein Sieb gestrichen.
Die gewonnene Flüssigkeit wird mit Zucker langsam erhitzt. Die natürliche Stärke des Maises sorgt dabei dafür, dass die Masse nach und nach dick und cremig wird.
Nach dem Kochen wird Curau in kleine Schalen gefüllt und mit Zimt bestreut. Je nach Region und Familienrezept können die Zutaten etwas variieren.

Die Bedeutung von Mais in der brasilianischen Küche
Mais gehört in Brasilien zu den traditionellen Grundzutaten und findet sich in zahlreichen Gerichten wieder. Besonders während der Festas Juninas werden viele Speisen aus Mais zubereitet.
Neben Curau gehören beispielsweise verschiedene Maiskuchen und gekochte Maisgerichte zu den typischen Spezialitäten. Dabei wird Mais keineswegs nur herzhaft verwendet.
Seine natürliche Süße macht ihn auch für Desserts interessant. Curau ist dafür ein besonders gutes Beispiel: Mit wenigen Zutaten entsteht aus Mais ein überraschend feines und cremiges Dessert.
Zutaten für brasilianisches Curau
Für etwa vier bis sechs Portionen werden benötigt:
- 5 bis 6 frische Maiskolben
- etwa 750 ml Vollmilch
- 100 bis 130 g Zucker
- 1 Prise Salz
- gemahlener Zimt zum Bestreuen
- optional etwas Vanille
Wer keinen frischen Mais bekommt, kann alternativ tiefgekühlte Maiskörner verwenden. Für den traditionellen Geschmack ist frischer Zuckermais jedoch besonders gut geeignet.
Mais vorbereiten
Die Blätter und feinen Fäden vollständig von den Maiskolben entfernen. Anschließend die Kolben gründlich abspülen.
Mit einem scharfen Messer die Maiskörner vorsichtig vom Kolben schneiden. Dabei am besten von oben nach unten arbeiten und den Kolben stabil auf ein Schneidebrett stellen.
Die Körner anschließend zusammen mit einem Teil der Milch in einen leistungsfähigen Mixer geben. Alles sehr fein pürieren, bis eine möglichst gleichmäßige Mais-Milch-Mischung entstanden ist.
Die Maismasse durch ein Sieb streichen
Die pürierte Mischung durch ein feines Sieb in einen Topf geben. Dabei mit einem Löffel oder Teigschaber gründlich ausdrücken.
Dieser Schritt sorgt dafür, dass gröbere Schalenbestandteile und Fasern zurückbleiben. Dadurch bekommt Curau später seine typische glatte und cremige Konsistenz.
Die zurückbleibende Maismasse kann entsorgt oder für andere Gerichte weiterverwendet werden. Für Curau wird hauptsächlich die stärkehaltige Flüssigkeit benötigt.
Curau langsam kochen
Die restliche Milch zur Maisflüssigkeit geben und Zucker sowie eine kleine Prise Salz hinzufügen.
Die Mischung zunächst bei mittlerer Hitze erwärmen. Dabei regelmäßig umrühren, damit sich nichts am Boden festsetzt.
Sobald die Masse heiß wird, beginnt sie langsam einzudicken. Jetzt die Temperatur etwas reduzieren und weiterhin ständig oder sehr regelmäßig rühren.
Nach ungefähr 15 bis 25 Minuten sollte eine dicke puddingartige Creme entstanden sein. Je nach Mais und Flüssigkeitsmenge kann die genaue Kochzeit etwas variieren.
Wann hat Curau die richtige Konsistenz?
Fertig gekochtes Curau sollte deutlich cremiger als eine Sauce sein, aber noch problemlos vom Löffel laufen.
Beim Abkühlen wird die Masse zusätzlich fester. Deshalb sollte sie im heißen Zustand nicht zu stark eingekocht werden.
Zieht man mit einem Kochlöffel über den Topfboden, sollte kurz eine sichtbare Spur entstehen, bevor die Creme wieder zusammenläuft. Dann besitzt der Maispudding normalerweise eine gute Konsistenz.
Curau servieren
Das fertige Curau direkt nach dem Kochen in kleine Dessertschalen oder Gläser verteilen.
Anschließend großzügig mit gemahlenem Zimt bestreuen. Der Zimt ist nicht nur Dekoration, sondern gehört geschmacklich sehr typisch zum Gericht.
Curau kann warm, lauwarm oder kalt serviert werden. Warm ist es besonders weich und cremig, während es nach einigen Stunden im Kühlschrank deutlich fester wird.
Variante mit Kondensmilch
Eine etwas reichhaltigere und süßere Variante lässt sich mit gesüßter Kondensmilch zubereiten.
Dafür einen Teil des Zuckers reduzieren und während des Kochens etwa 100 bis 150 Gramm gesüßte Kondensmilch unterrühren.
Dadurch wird das Dessert besonders cremig und bekommt eine deutlich intensivere Milchsüße. Da Kondensmilch bereits viel Zucker enthält, sollte vor zusätzlichem Süßen unbedingt probiert werden.
Curau mit Kokosmilch
Auch Kokos passt sehr gut zu Mais. Für eine tropischere Variante können etwa 200 Milliliter der normalen Milch durch Kokosmilch ersetzt werden.
Das verleiht dem Dessert ein leichtes Kokosaroma, ohne den Maisgeschmack vollständig zu überdecken.
Nach Wunsch können einige geröstete Kokosraspel über das fertige Curau gestreut werden. Zimt passt auch zu dieser Version hervorragend.
Kann Curau mit Dosenmais gemacht werden?
Grundsätzlich ist es möglich, allerdings unterscheidet sich das Ergebnis vom klassischen Rezept. Dosenmais wurde bereits verarbeitet und besitzt häufig eine andere Konsistenz sowie einen leicht veränderten Geschmack.
Wenn Dosenmais verwendet wird, sollte eine Sorte ohne starke Zusätze und mit möglichst natürlichem Geschmack gewählt werden.
Tiefgekühlter Zuckermais ist häufig die bessere Alternative, wenn keine frischen Maiskolben verfügbar sind. Er kommt der Struktur von frischem Mais meist näher.
Wie gehaltvoll ist Curau?
Mais liefert vor allem Kohlenhydrate, außerdem etwas Eiweiß, Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ein Teil der Ballaststoffe bleibt allerdings beim Sieben der pürierten Maismasse zurück.
Milch bringt unter anderem Eiweiß und Calcium mit. Zucker sorgt hauptsächlich für die typische Dessertsüße und erhöht entsprechend den Energiegehalt.
Curau sollte deshalb vor allem als süßes Dessert betrachtet werden. Die Portionsgröße kann relativ klein gehalten werden, da die cremige Maismasse gut sättigt.
Curau vorbereiten und aufbewahren
Das Dessert eignet sich hervorragend zum Vorbereiten. Nach dem Kochen zunächst etwas abkühlen lassen und anschließend abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Dort wird Curau innerhalb einiger Stunden deutlich fester. Wer es lieber etwas weicher mag, kann vor dem Servieren einen kleinen Schuss Milch unterrühren.
Gut gekühlt sollte das Dessert möglichst innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Wegen des hohen Milchanteils gehört Curau immer in den Kühlschrank.
Tipps für besonders cremiges Curau
Frischer, süßer Mais sorgt für das intensivste Aroma. Sehr alte oder trockene Maiskolben ergeben häufig weniger Flüssigkeit und einen weniger feinen Geschmack.
Die pürierte Masse sorgfältig durch ein feines Sieb streichen. Dadurch verschwinden störende Maisfasern und das Dessert wird besonders glatt.
Beim Kochen regelmäßig rühren. Gerade wenn die Stärke bindet, kann die Creme schnell am Topfboden ansetzen.
Auch Zucker besser nicht überdosieren. Der natürlich süßliche Maisgeschmack sollte im fertigen Dessert weiterhin erkennbar bleiben.
Häufige Fragen zu brasilianischem Curau
Was ist Curau?
Curau ist ein traditionelles brasilianisches Dessert aus püriertem Mais, Milch und Zucker, das ähnlich wie ein Pudding gekocht wird.
Wie schmeckt Curau?
Das Dessert schmeckt mild, süß und deutlich nach Mais. Milch und Zimt sorgen für ein cremiges und warmes Aroma.
Wird Curau warm oder kalt gegessen?
Beides ist üblich. Frisch gekocht ist es weich und cremig, gekühlt wird die Konsistenz deutlich fester.
Kann ich gefrorenen Mais verwenden?
Ja. Tiefgekühlter Zuckermais ist eine gute Alternative, wenn keine frischen Maiskolben erhältlich sind.
Warum muss die Maismasse durch ein Sieb?
Das Sieben entfernt gröbere Schalen und Fasern und sorgt dadurch für die typische glatte Konsistenz des Desserts.
Braucht Curau Speisestärke?
Traditionell normalerweise nicht. Die im Mais enthaltene natürliche Stärke sorgt beim Erhitzen für die Bindung.
Was passt geschmacklich zu Curau?
Zimt ist der klassische Begleiter. Auch Kokos, Vanille oder etwas gesüßte Kondensmilch harmonieren gut mit dem Maisdessert.
Brasilianischer Dessertklassiker aus Mais
Brasilianisches Curau zeigt, wie aus frischem Mais, Milch und Zucker mit wenigen Arbeitsschritten ein ungewöhnlich cremiges Dessert entstehen kann. Sein feiner Maisgeschmack wird traditionell durch eine großzügige Portion Zimt ergänzt.
Ob warm direkt aus dem Topf oder gut gekühlt als vorbereitete Nachspeise – Curau de Milho ist unkompliziert und gleichzeitig etwas Besonderes. Vor allem die Kombination aus natürlicher Maissüße, cremiger Milch und aromatischem Zimt macht diesen brasilianischen Klassiker unverwechselbar.
AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.