Do.. Jan. 8th, 2026
Ein Marmeladenglas steht neben einer Schale voller Hagebutten.
Hausgemachte Hagebuttenmarmelade mit Hagebutten daneben - Bildnachweis: jessicahyde - iStock ID: 1501005155

Selbstgemachte Hagebuttenmarmelade aus frischen Hagebutten wird samtig, aromatisch und perfekt fürs Frühstück

Hagebuttenmarmelade ist ein echter Klassiker, weil sie süß und leicht säuerlich schmeckt und dabei wunderbar fruchtig bleibt, und Hagebutten liefern ein intensives Aroma sowie diese schöne, tiefrote Farbe.

In einer Glasschale liegt Hagebuttenmarmelade mit einem Holzlöffel.
Cremige Hagebuttenmarmelade im Glas – Bildnachweis: mescioglu – iStock ID: 1278028650

Das Wichtigste ist das Passieren, weil Kerne und feine Härchen nicht in die Marmelade gehören, und mit Gelierzucker gelingt die Konsistenz zuverlässig, auch wenn du das Mus sehr fein machst. Ein Spritzer Zitrone hebt den Geschmack und unterstützt das Gelieren, und wenn du alles langsam einkochst, wird das Aroma runder und nicht flach. In saubere Gläser abgefüllt hast du am Ende ein tolles Vorratsglas, das sich viele Wochen hält.

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Zutaten

Für ca. 4 bis 5 Gläser à 200 ml.

  • 1 kg frische Hagebutten
  • 600 ml Wasser
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Bio Zitrone, Saft und optional etwas Abrieb
  • optional 1 kleine Zimtstange oder 1 Prise Zimt
  • optional 1 Stück Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
Ein Bügelglas mit Hagebuttenmarmelade steht neben frischen Hagebutten.
Hagebuttenmarmelade im Bügelglas auf Holz – Bildnachweis: ddsign_stock – iStock ID: 871141694

Zubereitung

  1. Wasche die Hagebutten gründlich. Schneide Stiel und Blütenansatz ab und halbiere sehr große Früchte. Wenn du Zeit hast, entferne Kerne und Härchen grob, das erleichtert später das Passieren.
  2. Gib die Hagebutten mit Wasser in einen großen Topf und koche sie auf. Lasse alles 25 bis 35 Minuten leise köcheln, bis die Früchte weich sind.
  3. Püriere die gekochten Hagebutten kurz und streiche die Masse durch eine Flotte Lotte oder ein feines Sieb. Das dauert etwas, lohnt sich aber für eine samtige Marmelade.
  4. Wiege das entstandene Hagebuttenmus ab. Für Gelierzucker 2:1 passt das Verhältnis meist gut, wenn du etwa 1 kg Mus und 500 g Gelierzucker nutzt, bei weniger Mus rechne entsprechend herunter.
  5. Gib Mus, Gelierzucker und Zitronensaft in den Topf. Koche alles unter Rühren sprudelnd 3 bis 4 Minuten.
  6. Mache eine Gelierprobe. Gib dafür einen Klecks auf einen kalten Teller, wird er fest, ist sie fertig. Wenn nicht, koche noch 1 Minute weiter.
  7. Fülle die heiße Marmelade in стерilisierte Gläser, schraube sie sofort zu und stelle sie 5 Minuten auf den Kopf. Danach wieder umdrehen und abkühlen lassen.

Häufige Fragen bei der Zubereitung

  • Muss ich die Kerne vorher entfernen? Nein, du kannst auch alles kochen und danach passieren, das ist für viele einfacher.
  • Warum muss man passieren? Wegen der Kerne und der feinen Härchen, die sonst unangenehm im Mund sind.
  • Kann ich weniger Zucker nehmen? Ja, dann wird es eher ein Fruchtaufstrich und kann weicher bleiben, Gelierzucker ist für die Sicherheit am einfachsten.
  • Wie lange hält die Marmelade? Kühl und dunkel gelagert mehrere Monate, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.
  • Kann ich auch getrocknete Hagebutten verwenden? Ja, aber das Aroma ist oft anders und du brauchst mehr Einweichzeit.
  • Woran erkenne ich gute Hagebutten? Sie sollten prall und kräftig rot sein und nicht verschrumpelt oder matschig.
Eine Schale voller roter Hagebutten steht auf einem Holztisch.
Frische Hagebutten als Basis für Marmelade – Bildnachweis: jessicahyde – iStock ID: 1501005161

Wie gesund sind die Zutaten

Hagebutten liefern viele Pflanzenstoffe und gelten traditionell als vitaminreich, auch wenn beim Kochen ein Teil empfindlicher Vitamine verloren gehen kann, und Zitrone bringt Frische und unterstützt das Gelieren, ohne viele Kalorien. Gelierzucker sorgt für Haltbarkeit und eine gute Konsistenz, bringt aber natürlich Zucker ins Produkt, weshalb es als Brotaufstrich eher ein Genuss in normaler Menge ist.

Wenn du es leichter willst, streiche dünner und kombiniere es lieber mit Joghurt oder Quark statt einer dicken Butter-Schicht, und Gewürze wie Zimt oder Vanille geben viel Aroma, sodass du oft weniger „Zucker-Gefühl“ brauchst. Der große Vorteil bei selbstgemachter Marmelade ist, dass du Zutaten und Süße selbst bestimmen kannst.

Ein Marmeladenglas steht neben einer Schale voller Hagebutten.
Hausgemachte Hagebuttenmarmelade mit Hagebutten daneben – Bildnachweis: jessicahyde – iStock ID: 1501005155

Selbstgemachte Hagebuttenmarmelade ist ein wunderbarer Vorrat, der nach Herbst und Winter schmeckt

Das Passieren ist der wichtigste Schritt, denn dadurch wird die Marmelade richtig fein, und mit Zitrone plus einem guten Gelierzucker gelingt die Konsistenz sehr zuverlässig. Du kannst sie pur lassen oder mit Zimt und Vanille eine warme Note geben, und auf Brot, im Joghurt oder als Füllung für Kekse macht sie sich besonders gut. Wenn du sie sauber abfüllst, hast du lange etwas davon, und jedes Glas fühlt sich ein bisschen wie ein selbstgemachtes Geschenk an.

Hast du Hagebuttenmarmelade schon mal selbst gekocht, und welche leckeren Marmeladen oder Aufstriche kennst du noch? Wir freuen uns über zahlreiche Kommentare.