Mo.. Jan. 12th, 2026
In Stücke geschnittener Stangensellerie liegt in einer Holzschale auf einem Brett, daneben weitere Selleriestangen.
Geschnittener Stangensellerie auf Holzbrett - Bildnachweis: SarapulSar38 - iStock ID: 1463893876

Alles über Sellerie – von Gesundheit über Herkunft bis zur Verwendung in der Küche

Sellerie gehört zu den Gemüsesorten, die viele vor allem aus Suppen kennen, dabei kann er in der Küche viel mehr. Er bringt ein kräftiges, würziges Aroma in viele Gerichte und gibt selbst einfachen Rezepten mehr Tiefe. Es gibt Sorten mit großer Knolle und Sorten mit langen grünen Stielen, die sich sehr unterschiedlich verwenden lassen und jeweils ihre eigenen Stärken haben.

Mehrere ganze Knollensellerie mit langen grünen Stielen liegen zusammen mit Selleriegrün dekorativ auf einem weißen Tisch.
Frische Sellerieknollen mit viel Grün – Bildnachweis: Liudmila Chernetska – iStock ID: 1927696360

In der kalten Jahreszeit passt er gut in wärmende Eintöpfe, Suppen, Pürees und Ofengerichte und unterstützt die Winterküche mit seinem herzhaften Geschmack. Im Sommer kannst du ihn roh knabbern, in Stifte schneiden, zu Dips servieren oder fein geschnitten in Salate geben. Sellerie ist kalorienarm und liefert gleichzeitig Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Wenn du ihn richtig lagerst und behutsam zubereitest, wird er schnell zu einem festen Bestandteil deiner Küche und landet immer öfter ganz selbstverständlich in Topf oder Pfanne.


Was ist Sellerie?

Botanisch gehört Sellerie zur Familie der Doldenblütler. Am bekanntesten sind Knollensellerie mit der runden, beigefarbenen Knolle und Stangensellerie mit den grünen, knackigen Stielen. Knollensellerie wird vor allem in Europa gern als Suppengemüse und für Pürees verwendet. Stangensellerie ist in vielen Ländern ein typisches Snack Gemüse und landet oft roh mit Dip auf dem Teller. Es gibt auch Schnittsellerie, der ähnlich wie Petersilie als würziges Kraut genutzt wird. Alle Sorten haben den typischen, leicht scharfen und aromatischen Geschmack, der viele Gerichte abrundet.

Mehrere dicht aneinanderliegende Stangen Sellerie mit grünen Blättern bilden ein sattes, grünes Muster.
Bündel frischer Stangensellerie – Bildnachweis: NTCo – iStock ID: 119540472

Nährstoffe und gesundheitliche Aspekte

Sellerie ist sehr wasserreich und hat nur wenige Kalorien, was ihn ideal für leichte Gerichte macht. Gleichzeitig liefert er Ballaststoffe, die zusammen mit anderen Lebensmitteln dafür sorgen können, dass du länger satt bleibst. In der Knolle stecken Mineralstoffe wie Kalium und etwas Natrium, dazu kommen verschiedene Vitamine, etwa Vitamin K und einige B-Vitamine. Die Blätter und Stiele enthalten oft sogar etwas mehr davon als die Knolle und eignen sich deshalb gut zum Mitkochen oder als Topping.

Insgesamt ist Sellerie ein gutes Gemüse, wenn du leichte, aber trotzdem aromatische Gerichte kochen möchtest, zum Beispiel Suppen, Eintöpfe oder Ofengemüse. Wichtig zu wissen ist, dass manche Menschen auf Sellerie mit einer Allergie reagieren können. Wenn du bereits empfindlich auf bestimmte Gemüsesorten oder Kräuter reagierst, solltest du bei Sellerie vorsichtig sein und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.


Sellerie in der Küche

Sellerie kannst du roh, gekocht, gebraten oder gebacken verwenden und so immer wieder eine andere Seite dieses Gemüses kennenlernen. Knollensellerie passt in Suppen, Eintöpfe, Pürees, Gratins oder als Gemüse aus dem Ofen und bringt dort eine würzige, leicht nussige Note mit. In dünne Scheiben geschnitten und paniert kannst du ihn wie ein vegetarisches Schnitzel ausbacken oder als kleine Chips im Ofen knusprig rösten. Auch fein gerieben in Salaten oder zusammen mit Apfel und Nüssen ergibt er ein spannendes, frisches Gericht.

Stangensellerie schmeckt in Salaten, zu cremigen Dips, in Pfannengerichten oder als Bestandteil von selbst gemachter Gemüsebrühe. Die Blätter eignen sich zum Würzen und können wie Kräuter fein gehackt werden, zum Beispiel über Suppen, Eintöpfe oder Ofengemüse gestreut. Schneidest du Sellerie zusammen mit Karotten und Zwiebeln klein und schwitzt alles in etwas Öl an, bekommst du eine aromatische Basis für viele Saucen, Suppen und Schmorgerichte. So wird Sellerie vom unterschätzten Beigemüse zu einem festen Baustein deiner Alltagsküche.

Ein großer Topf ist randvoll mit gewürfeltem Knollensellerie gefüllt, der zum Kochen vorbereitet wird.
Selleriewürfel im Kochtopf – Bildnachweis: Evgeniya Moskova – iStock ID: 2179846376

Rezeptidee: Cremige Sellerie Kartoffel Suppe

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 g Knollensellerie
  • 400 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleine Möhre
  • 2 EL Öl oder Butter
  • 1 Liter Gemüse oder Fleischbrühe
  • 100 ml Sahne oder Pflanzensahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • etwas Zitronensaft
  • frische Kräuter nach Wahl

Zubereitung:

  1. Sellerie und Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Möhre und Zwiebel schälen und klein schneiden.
  2. Fett in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Möhre darin kurz anschwitzen.
  3. Sellerie und Kartoffeln zugeben und ebenfalls kurz mitdünsten.
  4. Mit Brühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist.
  5. Suppe pürieren. Sahne einrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  6. Mit einem Spritzer Zitronensaft abrunden und mit gehackten Kräutern bestreuen.

Einkauf, Lagerung und Saison

Knollensellerie hat Hauptsaison im Herbst und Winter, ist aber grundsätzlich das ganze Jahr über erhältlich. Achte beim Einkauf darauf, dass die Knolle fest ist und keine weichen Stellen, Risse oder faulig wirkenden Bereiche hat. Je kleiner und kompakter die Knolle, desto zarter und milder ist sie oft im Geschmack. Größere Exemplare eignen sich gut für Suppen und Fonds, kleinere passen gut in Salate, Pürees oder als Ofengemüse.

Stangensellerie bekommst du vor allem im Frühjahr und Sommer. Die Stiele sollten knackig sein, saftig wirken und beim Brechen leicht splittern. Zu Hause lagerst du Sellerie am besten im Kühlschrank, idealerweise im Gemüsefach, wo er mehrere Tage frisch bleibt, Knollen oft sogar einige Wochen. Angeschnittene Stücke kannst du in Frischhaltefolie wickeln oder in einer gut verschlossenen Dose aufbewahren. So trocknen sie nicht aus und sind jederzeit schnell einsatzbereit für Suppen, Pfannengerichte oder Rohkost.


Tipps und Besonderheiten

  • Beim Schälen von Knollensellerie hilft es, die Knolle erst zu halbieren und dann die Schale in dicken Spänen abzuschneiden.
  • Damit die Stücke nicht braun werden, kannst du sie in Wasser mit etwas Zitronensaft legen.
  • Die Schale und Abschnitte eignen sich gut, um daraus eine aromatische Brühe zu kochen.
  • Stangensellerie vor dem Rohessen gründlich waschen und eventuell die äußeren Fäden mit einem Messer abziehen.
  • Wenn du Sellerie Geschmack magst, aber nicht zu intensiv, gib nur wenig in das Gericht und steigere die Menge nach und nach.
In Stücke geschnittener Stangensellerie liegt in einer Holzschale auf einem Brett, daneben weitere Selleriestangen.
Geschnittener Stangensellerie auf Holzbrett – Bildnachweis: SarapulSar38 – iStock ID: 1463893876

Sellerie ist viel mehr als nur ein Bestandteil von Suppengemüse

Sellerie bringt mit seinem würzigen Aroma vielen Gerichten Tiefe und Charakter und passt sowohl in Suppen als auch in Pfannen- oder Ofengerichte. Du kannst ihn in einfachen Alltagsrezepten verwenden oder in aufwendigeren Speisen in den Mittelpunkt stellen, etwa als Püree, Ofengemüse oder feine Einlage in einer Brühe. Durch die verschiedenen Sorten wie Stangensellerie und Knollensellerie wird es in der Küche nie langweilig, weil jede Variante ihren eigenen Geschmack und ihre eigene Textur mitbringt.

Praktisch ist, dass du Knolle, Stiel und Blätter komplett nutzen kannst, was ihn auch aus Nachhaltigkeitssicht interessant macht. Aus den Blättern lässt sich zum Beispiel ein Kräuteröl oder ein Suppenwürzfundus zubereiten, die Stangen passen in Salate, Eintöpfe oder als Snack mit Dip. Wer gern mit Gewürzen spielt, kann Sellerie mit Curry, frischen Kräutern, Zitrusfrüchten oder etwas Knoblauch kombinieren. Vielleicht entdeckst du ihn so neu als Gemüse, das viel besser schmeckt, als du früher gedacht hast.

Hast du Sellerie schon einmal bewusst als Hauptzutat in einem Gericht verwendet und nicht nur als Suppeneinlage? Welche Rezepte mit Sellerie magst du besonders gern oder würdest du gern ausprobieren und in den Kommentaren mit uns teilen?