Mo.. Feb. 9th, 2026
Ein Glas Aioli steht auf einem Holzbrett neben Knoblauch, Eiern, Zitrone und Olivenöl.
Cremige Aioli mit Knoblauch und Olivenöl - Bildnachweis: Yulia Gusterina - iStock ID: 1997227395

Original Aioli zuhause: So gelingt dir die cremige Knoblauch Sauce in Minuten, plus Tipps gegen das Gerinnen

Aioli ist eine dieser Soßen, die sofort nach Urlaub schmeckt und trotzdem erstaunlich einfach ist. Sie hat dieses cremige, würzige Mundgefühl, das aus einem simplen Teller Kartoffeln plötzlich ein kleines Tapas Highlight macht. Gleichzeitig ist sie so vielseitig, dass du sie nicht nur „dazu“ servierst, sondern oft zum heimlichen Star am Tisch machst.

Ein Keramikschälchen mit cremiger Aioli steht auf einem hellen Tisch, daneben liegen Knoblauchzehen, Öl und Rosmarin.
Hausgemachte Aioli im Keramikschälchen – Bildnachweis: Roxiller – iStock ID: 2207510267

Sie passt zu Brot, Kartoffeln, Gemüse, Fisch und allem, was vom Grill kommt. Zu knusprigen Ofenkartoffeln ist sie ein Traum. Zu gegrillter Paprika oder Zucchini bringt sie genau die richtige Würze. Auch zu Garnelen, Lachs oder Calamari funktioniert sie perfekt, weil die Knoblauchnote und die leichte Säure das Ganze frisch wirken lassen. Und wenn du mal ein Sandwich oder einen Burger aufwerten willst, ist Aioli als Aufstrich fast unschlagbar.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Partnerlinks (Werbung). Bei Buchung über diese Links (Amazon) erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht.

Der Geschmack ist kräftig, aber nicht kompliziert. Knoblauch, Öl, ein Hauch Säure und etwas Salz reichen schon, um diese typische Aioli Tiefe hinzubekommen. Genau darin liegt der Reiz. Du brauchst keine exotischen Zutaten, sondern nur ein paar Basics, die gut zusammenarbeiten.

Wenn du ein paar Grundregeln beachtest, wird sie richtig cremig und stabil. Wichtig ist vor allem, dass die Zutaten nicht eiskalt sind. Bei Zimmertemperatur verbindet sich alles leichter. Außerdem hilft es, das Öl langsam einzuarbeiten, damit die Emulsion sauber entsteht und nicht kippt. Wenn du das beachtest, bekommst du eine Aioli, die dick, glatt und löffelbar ist und nicht nach kurzer Zeit auseinanderläuft.

Und du kannst sie je nach Stimmung mild oder extra knoblauchig machen. Für eine sanfte Variante nimmst du weniger Knoblauch oder blanchierst ihn kurz, dann wird er runder. Für die kräftige Tapas Version drückst du frischen Knoblauch direkt hinein und lässt die Aioli danach etwas ziehen. Dann wird sie von Stunde zu Stunde aromatischer, ohne dass du mehr Aufwand hast.

Hier kommt ein Rezept, das zuverlässig klappt und sich gut vorbereiten lässt. Du kannst es am selben Tag machen oder schon ein paar Stunden früher, damit sich der Geschmack schön verbindet. Im Kühlschrank wird sie sogar noch etwas fester und wirkt am nächsten Tag oft noch besser.

Glasschale mit cremiger Aioli neben Knoblauch, Ei und Petersilie
Aioli mit Knoblauch und Ei auf Holzbrett – Bildnachweis: etorres69 – iStock ID: 649828774

Rezept: Klassische Aioli

Zutaten für ein kleines Glas

  • 1 Eigelb, zimmerwarm
  • 1 TL Senf, optional aber sehr hilfreich
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen, fein gerieben oder gepresst
  • 150 bis 200 ml neutrales Öl, zum Beispiel Raps oder Sonnenblume
  • 1 bis 2 TL Zitronensaft oder heller Essig
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: 1 EL Olivenöl für mehr Aroma, aber erst am Ende

Zubereitung

  1. Gib Eigelb, Senf, Knoblauch und eine Prise Salz in eine Schüssel.
  2. Rühre alles kurz glatt und starte dann mit dem Öl, wirklich tropfenweise am Anfang.
  3. Sobald die Masse dicker wird, kannst du das Öl in einem dünnen Strahl einlaufen lassen und dabei ständig rühren.
  4. Wenn die Aioli eine stabile Konsistenz hat, rühre Zitronensaft ein und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
  5. Wenn du Olivenöl verwenden willst, rühre es ganz zum Schluss unter, damit die Aioli nicht bitter wird.

Tipp
Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein, dann wird die Emulsion deutlich stabiler.

Schnell Variante mit Stabmixer, die fast immer gelingt ⚡

Zutaten

  • 1 ganzes Ei, zimmerwarm
  • 1 TL Senf
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 200 ml neutrales Öl
  • 1 bis 2 TL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Gib alle Zutaten in ein hohes Mixgefäß, das nur wenig breiter ist als der Stabmixer.
  2. Setze den Stabmixer ganz unten an und mixe 10 bis 15 Sekunden, ohne ihn zu bewegen.
  3. Ziehe ihn dann langsam nach oben, bis alles homogen und cremig ist.
  4. Abschmecken und direkt verwenden oder kaltstellen.

Wie du den Geschmack richtig triffst 🌿

Wenn du Aioli milder magst, reicht oft schon eine Knoblauchzehe. Nimm am besten eine frische, die nicht schon keimt, weil sie dann feiner schmeckt. Du kannst den Knoblauch auch kurz blanchieren. Leg ihn dafür für etwa 20 bis 30 Sekunden in heißes Wasser und schrecke ihn danach kurz ab. So wird die Schärfe weicher und das Aroma runder, ohne dass es „nach nichts“ schmeckt.

Für mehr Tiefe passen kleine Extras, die den Grundgeschmack nicht überdecken. Ein Hauch geräuchertes Paprikapulver gibt sofort eine warme, leicht rauchige Note, die besonders gut zu Grillgemüse und Kartoffeln passt. Fein gehackte Petersilie bringt Frische und macht die Aioli optisch schöner, vor allem wenn sie zu Fisch oder zu einem großen Brotbrett serviert wird. Auch ein bisschen Zitronenabrieb kann funktionieren, wenn du es heller und frischer willst.

Für eine leichte Schärfe reicht oft ein kleiner Spritzer Tabasco. Wichtig ist, dass du wirklich mit einer winzigen Menge startest, weil die Schärfe im Mund schnell stärker wirkt, als man beim Probieren denkt. Wenn du es lieber „spanisch“ magst, kannst du statt Tabasco auch eine Prise Cayenne nehmen, aber ebenfalls sehr sparsam.

Wenn du es mediterraner willst, gib am Ende ein paar Tropfen gutes Olivenöl dazu. Das verändert den Duft sofort und macht die Aioli aromatischer. Nimm dafür lieber ein fruchtiges Öl, aber nicht so bitteres, sonst dominiert es zu stark. Die Basis bleibt trotzdem neutral genug, damit die Aioli zu vielen Sachen passt.

Wichtig ist, dass du nach dem Säure Anteil erst ganz zum Schluss abschmeckst. Säure kann die Konsistenz und den Eindruck von Salz stark verändern. Wenn du am Anfang schon zu viel Zitrone oder Essig gibst und danach nachsalzt, landest du schnell bei einer Aioli, die zwar würzig, aber nicht mehr harmonisch ist. Taste dich lieber langsam ran, probiere zum Schluss noch einmal und gib dann erst den letzten Feinschliff mit Salz, Säure und eventuell einem kleinen Extra.

Häufige Fragen zu Aioli

Warum gerinnt meine Aioli?
Oft ist das Öl zu schnell dazugekommen oder die Zutaten waren zu kalt. Starte langsam und arbeite mit zimmerwarmen Zutaten.

Kann ich Aioli ohne Ei machen?
Ja, du kannst eine vegane Version mit Sojamilch oder Aquafaba machen. Die Konsistenz wird ähnlich, der Geschmack bleibt angenehm kräftig.

Wie lange hält Aioli im Kühlschrank?
Mit rohem Ei solltest du sie am besten innerhalb von 1 bis 2 Tagen essen. Im Zweifel lieber frisch machen.

Kann ich nur Olivenöl verwenden?
Das geht, kann aber schneller bitter werden. Besser ist neutraler Anteil und ein kleiner Schuss Olivenöl am Ende.

Ein Glas Aioli steht auf einem Holzbrett neben Knoblauch, Eiern, Zitrone und Olivenöl.
Cremige Aioli mit Knoblauch und Olivenöl – Bildnachweis: Yulia Gusterina – iStock ID: 1997227395

Aioli ist schnell gemacht und hebt einfache Gerichte sofort auf ein neues Level

Wenn du einmal den Dreh raus hast, willst du sie immer wieder machen. Du merkst schnell, wie viel besser frisch gemachte Aioli schmeckt, weil sie dichter, runder und einfach „echter“ wirkt. Vor allem ist es dieses Gefühl, dass du mit ein paar Zutaten eine Soße hinbekommst, die jedes Essen sofort aufwertet.

Sie passt zu so vielen Sachen, dass du sie locker als Standard Rezept speichern kannst. Zu Ofenkartoffeln, Patatas, Grillgemüse, Fisch, Garnelen, Brot oder als Dip zu Rohkost funktioniert sie fast immer. Selbst als Creme im Sandwich oder als Topping auf einem Bowl Teller macht sie richtig was her. Und weil du den Knoblauch und die Säure gut steuern kannst, wird sie nie langweilig, sondern lässt sich jedes Mal leicht anders bauen.

Und mit der Stabmixer Variante ist sie sogar in Minuten fertig. Du brauchst nur ein hohes Gefäß, die Zutaten und ein bisschen Ruhe beim Start, dann zieht die Aioli meistens sofort an. Genau das macht sie so alltagstauglich. Du kannst sie spontan vor dem Grillen machen oder schon vorher vorbereiten, weil sie im Kühlschrank oft noch etwas fester wird und aromatisch nachlegt.

Hast du Aioli schon mal selbst gemacht und wozu isst du sie am liebsten? Wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare.