Rhabarber: Warum er so beliebt ist und wie du ihn richtig lecker zubereitest
Rhabarber ist dieses Frühjahrs Lebensmittel, das sofort nach Kuchen, Kompott und sonnigen Nachmittagen schmeckt. Er ist fruchtig sauer, ein bisschen herb und macht selbst einfache Rezepte spannend, weil er so viel Charakter mitbringt. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass er nie langweilig wirkt, sondern immer wie ein kleiner Frischekick auf dem Teller.

Viele denken bei Rhabarber an Obst, dabei ist er botanisch gesehen ein Gemüse, was ihn in der Küche nur noch interessanter macht. Du behandelst ihn zwar oft wie Obst, weil er so gut mit Zucker, Vanille und Zimt harmoniert, aber genau das macht ihn so besonders. Er bringt Säure mit, die Süßes ausbalanciert, und gleichzeitig eine leichte Herbe, die vielen Desserts Tiefe gibt.
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Wenn du einmal weißt, wie du ihn vorbereitest, wird alles ganz entspannt. Du schneidest die Enden ab, ziehst bei sehr dicken Stangen die Fäden ab und entscheidest dann, ob du ihn eher in Stücke für Kompott oder feiner für Kuchen schneiden willst. Je nach Sorte ist er zarter oder kräftiger in der Säure, und das beeinflusst, wie viel Zucker du brauchst und wie intensiv der Geschmack am Ende wird.

Und genau hier wird er richtig vielseitig. Du kannst ihn mild und weich einkochen, du kannst ihn im Ofen rösten, du kannst ihn in Teig backen oder als frische Säure in Desserts einsetzen. Wenn du weißt, welche Sorte wofür passt, hast du ein saisonales Highlight, das schnell gemacht ist und trotzdem nach etwas Besonderem schmeckt. Fruchtig, herb und immer ein bisschen nach Frühling.
🌱 Woher Rhabarber kommt und wie er angebaut wird
Rhabarber hat seine Wurzeln in Asien und kam über Handelswege nach Europa, wo er später als Küchenpflanze immer beliebter wurde. Heute wächst er in vielen Regionen mit gemäßigtem Klima sehr gut, weil er kühle Nächte und einen echten Frühling liebt. Gerade deshalb passt er so gut zu der Jahreszeit, in der man wieder Lust auf frische, säuerliche Aromen bekommt.
Rhabarber ist mehrjährig. Er treibt im Frühjahr aus und liefert dann über mehrere Wochen Stiele, die du nach und nach ernten kannst. Wenn er einmal gut angewachsen ist, kommt er jedes Jahr wieder und wird oft sogar kräftiger, solange Standort und Pflege stimmen.
Geerntet werden die Stiele. Die Blätter gehören nicht in die Küche, weil sie Stoffe enthalten, die man nicht essen sollte. Deshalb schneidest du beim Vorbereiten die Blätter immer großzügig ab und nutzt wirklich nur die Stangen, die später im Kuchen oder Kompott landen.
In vielen Küchen gilt außerdem die Faustregel, dass Rhabarber traditionell bis zum Johannistag Ende Juni geerntet wird. Danach lässt man die Pflanze in Ruhe, damit sie Kraft sammelt und sich erholen kann. So hast du im nächsten Frühjahr wieder schöne, frische Stangen und der Rhabarber bleibt langfristig robust. Traditionell ist das ein guter Rhythmus, der sich in der Praxis oft bewährt.
🍃 Warum Rhabarber so besonders ist
Rhabarber bringt diese natürliche Säure mit, die du sonst oft über Zitrone in ein Rezept holen würdest. Genau diese frische, leicht „knackige“ Säure macht viele Gerichte wacher, ohne dass du viel nachwürzen musst. Gleichzeitig hat er eine feine, pflanzliche Note, die ihn weniger bonbonmäßig wirken lässt als viele sehr süße Früchte. Dadurch schmeckt er nicht nur fruchtig, sondern auch ein bisschen grün und elegant, was in der Küche richtig vielseitig ist.
Gerade in Desserts ist Rhabarber deshalb ein kleiner Alleskönner, weil er Süße ausbalanciert und Kuchen, Kompott oder Crumble nicht so schwer wirken lässt. Mit Vanille, Erdbeeren oder auch einem Hauch Ingwer wird er rund, bleibt aber immer angenehm frisch. Wenn du ihn kurz garst, behält er noch Struktur und wird nicht nur „Mus“, was bei Tartes oder als Topping für Joghurt und Porridge richtig gut funktioniert.
Richtig spannend wird es aber, wenn du ihn herzhaft einsetzt, weil er dort wie ein natürlicher Gegenpol zu Fett und Würze arbeitet. Als Chutney zu Käse bringt er zum Beispiel genau die Balance aus süß, sauer und aromatisch, die einen kräftigen Hartkäse oder cremigen Ziegenkäse nochmal besser macht. Auch zu gebratenem Fleisch passt er, weil seine Säure Röstaromen aufhellt und das Ganze leichter wirken lässt. Du kannst ihn dafür mit Zwiebel, einem Schuss Essig und Gewürzen wie Senfsaat oder Pfeffer einkochen, dann wird daraus eine herzhafte Begleitung, die nicht nach Dessert schmeckt, sondern nach feiner Küche.
Und selbst in schnellen Alltagsideen funktioniert Rhabarber super. Ein kleiner Löffel Rhabarberkompott zu einem würzigen Sandwich, zu Ofengemüse oder als fruchtige Komponente in einer Sauce kann aus einem einfachen Gericht etwas Besonderes machen. Wenn du ihn einmal so ausprobierst, merkst du schnell, wie viel Tiefe diese leicht säuerliche, pflanzliche Note in Rezepte bringt.
Nährstoffe auf einen Blick
Rhabarber ist kalorienarm und fühlt sich beim Essen oft richtig frisch an, weil er viel Wasser mitbringt und kaum „schwer“ wirkt. Sein größter Trumpf ist die natürliche Säure, die viele Rezepte sofort lebendiger macht, ohne dass du extra Zitrone oder viel Zucker brauchst. Dazu kommen ein paar spannende Mikronährstoffe, die zwar nicht in riesigen Mengen enthalten sind, aber trotzdem einen schönen Beitrag leisten können, wenn Rhabarber regelmäßig auf dem Teller landet.
Wichtig ist dabei: Die Werte schwanken spürbar. Es macht einen Unterschied, ob du Rhabarber roh, kurz gedünstet oder lange zu Kompott einkochst. Auch die Sorte, die Reife und die Menge an zugesetztem Zucker verändern das Ergebnis stark. Deshalb ist eine Übersicht immer nur eine Orientierung. Sie hilft dir aber, ein Gefühl dafür zu bekommen, warum Rhabarber ernährungsphysiologisch so „leicht“ ist und wo seine kleinen Stärken liegen.
Typisch sind vor allem Wasser, Ballaststoffe und eine Handvoll Vitamine und Mineralstoffe. Rhabarber wird häufig mit Vitamin C in Verbindung gebracht, wobei die tatsächliche Menge je nach Herkunft und Lagerung schwanken kann. Dazu kommen Mineralstoffe wie Kalium, das in vielen pflanzlichen Lebensmitteln steckt und generell in eine ausgewogene Ernährung passt. Auch sekundäre Pflanzenstoffe können eine Rolle spielen, weil sie den charakteristischen Geschmack und die Farbe mitprägen, auch wenn man sie nicht so einfach in einer simplen Nährwerttabelle „sieht“.
Und noch ein Punkt, den viele bei der Orientierung übersehen: In der Praxis wird Rhabarber fast nie „pur“ gegessen. In Kuchen, Marmelade, Sirup oder Crumble ist oft Zucker dabei, manchmal auch Butter, Sahne oder Teig. Dann ist der Rhabarber zwar immer noch der frische, säuerliche Part, aber die Kalorien kommen vor allem aus dem Drumherum. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Zubereitung. Rhabarber selbst ist leicht, die Rezeptidee entscheidet, wie leicht das Ganze am Ende wirklich bleibt.
Rhabarber kann, je nach Menge und Zubereitung, ein paar Nährstoffe in deine Küche bringen. Er ist dabei kein „Superfood“, aber als frische, säuerliche Komponente kann er eine Ernährung sinnvoll ergänzen. Hier ist die Übersicht in Worten, damit sie sich leichter liest und du sofort weißt, warum die Punkte überhaupt interessant sind.

Nährstoffe vom Rhabarber
Ballaststoffe: In kleiner bis moderater Menge enthalten. Sie können zur Sättigung beitragen und die Verdauung unterstützen, besonders wenn du Rhabarber eher natur zubereitest und nicht stark zuckerst.
Vitamin K: Vorhanden. Es ist wichtig für die normale Blutgerinnung und spielt im Körper eine zentrale Rolle.
Kalium: Vorhanden. Es unterstützt den normalen Flüssigkeitshaushalt und passt gut in eine ausgewogene Ernährung, besonders bei warmem Wetter oder wenn du viel schwitzt.
Vitamin C: Eher „etwas“ enthalten. Trotzdem ein schöner Bonus, weil es zur normalen Immunfunktion beiträgt und gut zu frischen, fruchtig-säuerlichen Kombinationen passt.
Wichtig zur Einordnung: Wie „nährstoffreich“ Rhabarber am Ende wirkt, hängt stark von Sorte, Portion, Garzeit und vor allem davon ab, wie viel Zucker oder Fett im Rezept landet.
Oxalsäure: Natürlicher Bestandteil von Rhabarber. Für empfindliche Menschen oder bei Neigung zu Nierensteinen kann das relevant sein, deshalb eher als saisonalen Genuss sehen und nicht täglich in großen Mengen essen.
🛒 Worauf du beim Kauf achten solltest
Wenn du Rhabarber kaufst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Stiele, weil du daran sofort erkennst, wie frisch er ist und wie gut er sich später verarbeiten lässt. Achte auf feste, pralle Stangen, die sich stabil anfühlen und nicht schlaff herunterhängen. Die Oberfläche sollte glatt wirken und nicht matt oder schrumpelig, denn das ist oft ein Zeichen, dass er schon länger liegt. Auch die Schnittstellen sagen viel aus. Sie sollten frisch und saftig aussehen und nicht grau, bräunlich oder stark ausgetrocknet sein. Wenn am Ende schon Fasern abstehen oder die Kante hart wirkt, ist der Rhabarber meist nicht mehr ganz so zart.
Bei der Dicke kannst du dir eine einfache Faustregel merken. Dünnere Stiele sind häufig zarter und garen gleichmäßiger, was super ist, wenn du Kompott, Kuchen oder ein schnelles Pfannen-Topping planst. Dickere Stiele können etwas faseriger sein, bringen aber oft auch mehr „Wucht“ im Geschmack mit. Wichtig ist dann nur, dass du sie sauber schälst, vor allem im unteren Teil, weil dort die Fasern stärker sein können. Ein guter Trick ist, erst ein kleines Stück abzubrechen oder anzuschneiden und zu schauen, wie leicht sich die Fäden ziehen. Wenn sich lange Fasern lösen, schälst du besser etwas großzügiger.
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Auch die Farbe hilft dir bei der Auswahl, weil sie grob etwas über den Geschmack verrät. Roter oder rötlicher Rhabarber wirkt oft milder und fruchtiger, gerade in Desserts schmeckt er dadurch runder und braucht meist weniger Zucker, um angenehm zu sein. Grüner Rhabarber ist häufig säuerlicher und kräftiger, was perfekt ist, wenn du diesen richtig frischen, „zitrusartigen“ Kick suchst oder wenn der Rhabarber gegen süße Komponenten wie Vanillecreme, Baiser oder sehr süßen Teig ankommen soll.
Wenn du also einen sanften Geschmack willst, greif eher zu rötlichen Stielen. Wenn du es deutlich sauer und intensiv magst, passt der grünere Typ oft besser. Und egal welche Farbe du nimmst, mit frischen, festen Stielen und sauberen Schnittstellen machst du beim Einkauf eigentlich alles richtig.
So lagerst du Rhabarber richtig
Rhabarber ist am besten, wenn du ihn recht frisch verarbeitest, aber im Kühlschrank hält er sich in der Regel etwa 3 bis 5 Tage. Wichtig ist vor allem, dass er nicht austrocknet, denn dann werden die Stiele schneller schlaff und verlieren Aroma. Wickel ihn deshalb am besten in ein leicht feuchtes Tuch oder Küchenpapier und lege ihn ins Gemüsefach. Dort ist die Luftfeuchtigkeit meist höher, und genau das hilft, damit die Stangen fest bleiben. Wenn du eine Gemüsetüte oder eine wiederverwendbare Frischebox nutzt, lass sie nicht komplett luftdicht zu, damit sich kein Kondenswasser staut.
Wenn du merkst, dass die Enden schon etwas trocken sind, kannst du sie vor der Zubereitung einfach dünn abschneiden. Bei sehr dicken Stielen lohnt es sich außerdem, erst kurz zu prüfen, ob sie faserig sind, und dann gegebenenfalls zu schälen. So rettest du auch Rhabarber, der schon ein, zwei Tage liegt, geschmacklich oft noch problemlos.
Zum Einfrieren eignet sich Rhabarber richtig gut, weil er danach zwar etwas weicher wird, aber für Backen, Kompott, Crumble oder Sauce genau die richtige Konsistenz hat. Schneide ihn dafür in Stücke, entferne bei Bedarf die gröberen Fasern und fülle alles in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. Du kannst ihn roh einfrieren, das ist am unkompliziertesten. Wenn du magst, friere die Stücke erst kurz auf einem Brett vor und packe sie danach um, dann kleben sie weniger zusammen.
Zum Verwenden brauchst du ihn meist nicht einmal aufzutauen. Für Kompott oder Sauce kannst du die gefrorenen Stücke direkt in den Topf geben, und beim Backen funktioniert das ebenfalls sehr gut, weil der Rhabarber beim Garen ohnehin zerfällt und Saft abgibt. Wenn du ihn in Kuchen nutzt, hilft es manchmal, die Stücke kurz mit etwas Stärke zu mischen, damit der Teig nicht zu feucht wird. So hast du Rhabarber immer griffbereit und kannst ihn auch außerhalb der Saison ganz entspannt einsetzen.
Rhabarber vorbereiten und verarbeiten
Wenn du Rhabarber vorbereitest, geht es vor allem darum, ihn sauber, zart und gleichmäßig garbar zu machen. Wasche die Stiele gründlich unter kaltem Wasser, weil sich an der Oberfläche manchmal Erde oder feiner Sand hält. Schneide dann beide Enden ab, also das trockene Schnittende und den unteren Teil, der oft etwas faseriger ist. Wenn die Stiele sehr dünn und jung sind, kannst du in vielen Fällen aufs Schälen verzichten, weil die Haut dann noch zart ist und beim Garen angenehm bleibt.
Bei dickeren oder sehr faserigen Stielen lohnt sich das Schälen aber wirklich. Du musst dafür nicht „rundherum“ schälen wie bei Spargel, sondern ziehst einfach die Fäden ab. Setze ein kleines Messer am Schnittende an, hebe die Haut leicht an und ziehe die Fasern in langen Streifen nach unten, ähnlich wie bei Stangensellerie. Wenn sich dabei viele Fäden lösen, machst du das ein bis zwei Mal rundherum, bis die Oberfläche glatter wirkt. So wird der Rhabarber später im Mund nicht strohig, sondern schön weich und sauber im Biss. Danach schneidest du ihn je nach Rezept in gleich große Stücke, damit er gleichzeitig gar wird.
Rhabarber wird fast immer gegart, und das hat einen einfachen Grund. Roh ist er für die meisten einfach zu sauer und wirkt schnell „spitz“. Beim Kochen oder Backen wird das Aroma runder, die Säure bleibt zwar da, aber sie schmeckt harmonischer und eingebundener. Außerdem zerfällt Rhabarber beim Erhitzen in eine cremige Struktur, die perfekt für Kompott, Füllungen, Kuchen und Desserts ist. Wichtig ist nur, ihn nicht unnötig lange zu kochen, wenn du noch ein bisschen Struktur möchtest. Kurz sanft garen reicht oft schon, damit er weich wird, aber nicht komplett zerfällt.
Beim Süßen hast du viele Möglichkeiten, und du kannst den Geschmack stark in eine Richtung lenken. Zucker ist klassisch und neutral, Honig bringt eine warme Note, Ahornsirup wirkt karamelliger und Vanille macht das Ganze sofort „dessertiger“, selbst wenn du nur wenig süßt. Wenn du es frischer magst, passt auch Orangensaft oder etwas Orangenabrieb, weil die Frucht die Säure nicht verdeckt, sondern eleganter macht.
Noch spannender wird es, wenn du Rhabarber nicht nur süß ausbalancierst, sondern mit Aromen kombinierst, die seine Säure unterstützen. Erdbeeren sind der Klassiker, weil sie Süße und Duft liefern und Rhabarber trotzdem der frische Part bleibt. Orange bringt mehr Saftigkeit und ein rundes Fruchtprofil. Ingwer gibt einen kleinen Schärfe-Kick, der super zu Kompott, Chutney oder auch zu einem einfachen Rhabarber-Topping für Joghurt passt. So kannst du Rhabarber jedes Mal ein bisschen anders schmecken lassen, ohne das Grundprinzip zu ändern.

Mini Rezept 1: Schnelles Rhabarber Kompott
Das ist die Basis für Joghurt, Porridge, Pfannkuchen oder Kuchenfüllung.
Zutaten
- 500 g Rhabarber
- 80 bis 120 g Zucker je nach Säure
- 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanille
- 2 EL Wasser
- optional Abrieb von 1 Orange
Zubereitung
Schneide den Rhabarber in 2 cm Stücke. Gib ihn mit Zucker, Vanille und Wasser in einen Topf und koche alles bei mittlerer Hitze 6 bis 10 Minuten, bis die Stücke weich sind, aber nicht komplett zerfallen. Schmecke ab und gib bei Bedarf noch etwas Zucker oder Orange dazu.
Mini Rezept 2: Rhabarber Crumble aus dem Ofen
Wenn du ein schnelles Dessert willst, das immer funktioniert, ist Crumble die beste Idee.
Zutaten
- 400 g Rhabarber
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zitronensaft
Für die Streusel
- 120 g Mehl
- 70 g Butter kalt
- 60 g Zucker
- 1 Prise Salz
- optional 30 g Haferflocken
Zubereitung
Heize den Ofen auf 180 Grad Ober Unterhitze vor. Schneide den Rhabarber klein, mische ihn mit Zucker und Zitronensaft und gib ihn in eine Form. Verknete Mehl, Butter, Zucker und Salz zu Streuseln und verteile sie darüber. Backe alles 25 bis 30 Minuten, bis die Streusel goldbraun sind.
Wie gesund ist Rhabarber und was solltest du beachten
Rhabarber ist ein leichtes, saisonales Lebensmittel und bringt gerade im Frühling richtig viel Abwechslung auf den Teller. Er schmeckt frisch, säuerlich und ein bisschen „grün“, und genau das macht ihn so spannend, wenn nach dem Winter wieder Lust auf leichtere Küche entsteht. Nährstoffmäßig liefert er Ballaststoffe und einige Mikronährstoffe, aber er ist kein klassisches Superfood, das man wegen angeblicher Wunderwirkungen essen müsste. Viel eher ist er ein saisonaler Genuss, der mit seinem Geschmack punktet und sowohl süße als auch herzhafte Rezepte aufwertet.
Trotzdem lohnt sich ein kurzer, realistischer Blick auf das Thema Verträglichkeit, denn Rhabarber enthält Oxalsäure. Das ist kein Grund zur Sorge, wenn du ihn normal und nicht ständig in sehr großen Mengen isst, aber es ist ein Punkt, den man kennen sollte. Wenn du zu Nierensteinen neigst oder generell empfindlich reagierst, kann es sinnvoll sein, Rhabarber eher in kleineren Portionen zu genießen und ihn gut zu garen. In der Praxis passt das ohnehin zu den meisten Rezepten, weil Rhabarber gegart nicht nur bekömmlicher wirkt, sondern auch aromatisch runder wird und weniger „spitz“ schmeckt.
Viele kombinieren Rhabarber gern mit Milchprodukten wie Joghurt, Quark, Sahne oder Vanillesauce. Das ist zum einen ein klassischer Geschmackstrick, weil die Säure dadurch weicher wirkt und das Ganze einfach cremiger und harmonischer wird. Zum anderen empfinden viele diese Kombi als angenehmer, weil die Säure dann nicht so dominant ist. Das ist aber eher Küchenlogik als ein Gesundheitsversprechen. Medizinische Versprechen würde ich daraus nicht ableiten, denn dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle und es hängt immer von der Gesamternährung ab.
Wenn du Rhabarber also so nutzt, wie er gedacht ist, als saisonales Highlight, mal als Kompott, mal im Kuchen, mal als frisches Topping oder sogar als Chutney, dann passt das super in einen abwechslungsreichen Speiseplan. Genieße ihn bewusst, nicht in riesigen Mengen, und setze auf gutes Garen und kluge Kombinationen. Dann bekommst du das Beste aus Geschmack, Frische und guter Verträglichkeit heraus, ohne ihm mehr „Wirkung“ anzudichten, als er haben muss.
Am Ende ist Rhabarber einfach ein saisonaler Genuss mit Charakter. Und genau so macht er in der Küche am meisten Spaß.
Häufige Fragen zu Rhabarber
Muss ich Rhabarber immer schälen?
Nicht zwingend. Junge, dünne Stiele sind oft zart genug. Wenn du beim Schneiden merkst, dass Fasern ziehen, schäle ihn lieber, dann wird das Ergebnis feiner.
Warum sind die Blätter tabu?
Die Blätter gehören nicht in die Küche. Verwende nur die Stiele.
Wird Rhabarber beim Kochen weniger sauer?
Er wird runder, aber die Säure bleibt spürbar. Genau das macht ihn so beliebt. Du kannst sie mit Zucker, Vanille oder Erdbeeren ausbalancieren.
Kann ich Rhabarber herzhaft einsetzen?
Ja, das ist ein Geheimtipp. Ein Rhabarber Chutney passt super zu Käse, gegrilltem Fleisch oder als frische Komponente in Bowls.
Wie bekomme ich die Farbe schöner?
Rötliche Stiele geben meist eine schönere Farbe. Eine kleine Handvoll Erdbeeren im Kompott hilft auch, wenn du es fruchtiger und farbiger willst.
Rhabarber ist ein Lebensmittel, das sofort nach Saison schmeckt, und genau deshalb bleibt er vielen so stark im Kopf
Er hat diese frische Säure, die nach Frühling wirkt, und gleichzeitig etwas Rustikales, das gut zu einfachen, ehrlichen Rezepten passt. Gerade weil er nur eine begrenzte Zeit im Jahr so richtig präsent ist, fühlt sich jede Rhabarber-Idee ein bisschen wie ein kleines Saison-Highlight an. Du kaufst ein paar Stiele und hast sofort das Gefühl, dass die Küche wieder leichter und frischer wird.
Was ihn außerdem so sympathisch macht, ist seine unkomplizierte Verarbeitung. Waschen, Enden ab, je nach Dicke kurz schälen, in Stücke schneiden, und du bist praktisch schon startklar. Selbst wenn du nicht oft backst oder kochst, bekommst du ihn schnell hin, weil er beim Garen fast von allein weich wird und sein Aroma dann schön rund schmeckt. Für viele ist das der Moment, in dem Rhabarber richtig Spaß macht, weil du nicht viel Technik brauchst, aber trotzdem ein Ergebnis bekommst, das nach mehr schmeckt als nach „schnell zusammengerührt“.

Aus ein paar Stielen kannst du wirklich viel machen. Ein klassisches Kompott ist oft der Einstieg, weil es schnell geht und du es vielseitig einsetzen kannst, zum Beispiel zu Joghurt, Quark, Porridge, Pfannkuchen oder als Füllung für Kuchen. Wenn du es etwas üppiger magst, ist Crumble der perfekte Wohlfühl-Klassiker, weil die Säure vom Rhabarber und die knusprigen Streusel zusammen genau diese Balance schaffen, die nicht zu süß und nicht zu schwer wirkt. Und selbst wenn du nur einen schnellen Nachtisch willst, reicht es oft schon, Rhabarber kurz zu dünsten und mit Vanille oder Orange zu kombinieren, dann wirkt es sofort wie ein richtiges Saison-Dessert.
Richtig praktisch ist auch, dass Rhabarber sich hervorragend einfrieren lässt. Du kannst dir die Saison verlängern, indem du ihn in Stücke schneidest und roh einfrierst. Dann hast du später jederzeit eine Portion parat für Kuchen, Kompott oder Sauce, ohne dass du im Alltag nochmal einkaufen musst. Das macht Rhabarber so angenehm planbar, weil du dir einmal ein kleines Vorrat-Gefühl anlegen kannst und trotzdem diesen frischen Geschmack behältst, wenn du Lust darauf bekommst.
Wenn du ihn einmal im Griff hast, wird er schnell zu einem Frühlingsritual. Du weißt dann, welche Süße du magst, welche Gewürze gut passen, und wie lange du ihn garst, damit er genau die richtige Konsistenz hat. Und genau dann passiert etwas Typisches. Jedes Frühjahr bekommst du wieder Lust darauf, weil Rhabarber nicht nur lecker ist, sondern auch dieses kurze Saison-Gefühl mitbringt, das man nicht das ganze Jahr über hat. Er bleibt ein Liebling für alle, die gern mit wenig Aufwand viel Geschmack auf den Teller bringen.
Am Ende ist Rhabarber ein kleines Saisonprodukt mit großem Charakter. Er ist leicht, vielseitig, gut einzufrieren und einfach in der Küche. Und genau deshalb ist er jedes Jahr wieder so ein Highlight.
Hast du schon mal Rhabarber probiert, wie findest du den Geschmack, und welche Rezepte hast du damit schon ausprobiert? Wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare.
