So einfach wird Eierlikör samtig, aromatisch und richtig lecker
Eierlikör ist ein echter Klassiker, der wunderbar cremig, süß und fein nach Vanille schmeckt. Selbst gemacht wirkt er oft viel aromatischer als viele gekaufte Varianten, weil du die Süße, die Konsistenz und den Alkohol selbst anpassen kannst.

Er passt pur in kleinen Gläsern, über Eis, zu Kuchen, in Desserts oder als hübsches Geschenk aus der Küche. Besonders schön ist auch seine samtige Farbe, die direkt festlich wirkt und gut zu Feiertagen, Geburtstagen oder gemütlichen Nachmittagen passt.
Wichtig ist bei Eierlikör, dass du sehr frische Eier verwendest und sauber arbeitest. Die Masse wird über dem Wasserbad erhitzt, damit sie cremig wird und die Eigelbe gebunden werden. Dabei darf sie aber nicht zu heiß werden, sonst stockt das Ei und die Konsistenz wird grisselig. Mit etwas Geduld bekommst du einen wunderbar samtigen Eierlikör, der schön dickflüssig, rund und angenehm süß schmeckt. In schönen Flaschen abgefüllt ist er außerdem ein tolles Geschenk aus der eigenen Küche.
Zutaten für ca. 700 bis 800 ml Eierlikör
- 8 sehr frische Eigelbe
- 200 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 250 ml Sahne
- 200 ml Milch
- 250 ml weißer Rum, Korn oder Weinbrand
- 1 Prise Salz
- Optional Mark von 1 Vanilleschote
- Optional 1 kleine Prise Muskat oder Zimt

Zubereitung
Trenne zuerst die Eier sauber und gib die Eigelbe in eine hitzebeständige Schüssel. Das Eiweiß brauchst du für dieses Rezept nicht. Du kannst es später zum Beispiel für Baiser, Makronen, ein Omelett oder zum Backen verwenden. Achte beim Trennen darauf, dass möglichst kein Eiweiß in die Eigelbmasse gelangt, damit der Eierlikör später besonders fein und cremig wird.
Gib Puderzucker, Vanillezucker, eine kleine Prise Salz und nach Wunsch das Mark einer Vanilleschote zu den Eigelben. Verrühre alles mit dem Schneebesen oder Handrührgerät, bis die Masse heller und cremiger wird. Puderzucker eignet sich besonders gut, weil er sich schnell auflöst und den Eierlikör schön fein macht. Die Vanille sorgt für das typische warme Aroma und passt sehr gut zur süßen, cremigen Grundlage.
Erwärme Sahne und Milch in einem kleinen Topf, aber lasse sie nicht kochen. Sie sollen nur warm sein. Gib die warme Milch-Sahne-Mischung langsam zur Eigelbmasse und rühre dabei ständig weiter. So verbinden sich die Zutaten gleichmäßig und das Eigelb wird nicht zu schnell erhitzt. Langsames Eingießen ist hier wichtig, damit die Masse glatt bleibt und keine kleinen Klümpchen entstehen.
Setze die Schüssel nun auf ein heißes Wasserbad. Der Schüsselboden sollte das Wasser nicht direkt berühren. Rühre die Masse mehrere Minuten langsam und gründlich, bis sie etwas dicker und cremiger wird. Wenn du ein Küchenthermometer hast, ist eine Temperatur von etwa 65 bis 70 Grad ideal. Die Masse soll warm und gebunden sein, aber nicht kochen. Wird sie zu heiß, kann das Ei stocken und der Eierlikör verliert seine samtige Konsistenz.
Nimm die Schüssel vom Wasserbad und rühre den Alkohol langsam unter. Du kannst dafür Rum, Korn oder Weinbrand verwenden, je nachdem, welchen Geschmack du bevorzugst. Rum macht den Eierlikör etwas aromatischer, Korn eher neutraler und Weinbrand etwas kräftiger. Danach kannst du den Eierlikör noch einmal kurz mit dem Schneebesen glatt rühren. Wenn du ihn besonders fein möchtest, gießt du ihn durch ein feines Sieb.
Fülle den Eierlikör in sehr saubere, heiß ausgespülte Flaschen. Verschließe sie gut und lasse den Likör vollständig abkühlen. Danach gehört er in den Kühlschrank. Vor dem Servieren solltest du die Flasche gut schütteln, weil sich die Masse beim Stehen etwas setzen kann. Gut gekühlt schmeckt der Eierlikör besonders cremig und passt wunderbar zu Eis, Kuchen, Desserts oder einfach pur in kleinen Gläsern.
Varianten für Eierlikör
Für einen klassischen Eierlikör verwendest du weißen Rum oder Weinbrand. Rum macht ihn etwas wärmer, runder und süßer im Geschmack. Weinbrand gibt ihm eine kräftigere, traditionelle Note und passt sehr gut, wenn der Likör etwas intensiver schmecken soll. Korn ist dagegen neutraler und lässt Vanille, Ei und Sahne stärker hervortreten. So kannst du den Geschmack je nach Vorliebe anpassen.
Wenn du Eierlikör besonders vanillig magst, kannst du zusätzlich Vanillemark oder etwas Vanilleextrakt verwenden. Für eine winterliche Variante passen eine kleine Prise Zimt, etwas Tonkabohne oder ein Hauch Muskat sehr gut. Diese Gewürze solltest du aber sparsam einsetzen, damit der Eierlikör nicht zu schwer wird und die feine Cremigkeit erhalten bleibt.
Für einen besonders dicken Eierlikör kannst du etwas weniger Milch verwenden oder die Masse im Wasserbad etwas länger cremig rühren. Wenn du ihn flüssiger magst, gibst du nach dem Abkühlen noch einen kleinen Schuss Milch oder Sahne dazu und schüttelst die Flasche gut durch. So lässt sich die Konsistenz ganz einfach anpassen.
Häufige Fragen zu Eierlikör
Wie lange hält sich selbst gemachter Eierlikör?
Gut gekühlt und sauber abgefüllt hält er sich meist etwa 2 bis 3 Wochen. Da frische Eier und Sahne enthalten sind, sollte er immer im Kühlschrank stehen.
Muss Eierlikör erhitzt werden?
Ja, das ist empfehlenswert. Durch das Erhitzen über dem Wasserbad wird die Masse cremiger und die Eigelbe werden schonend verarbeitet. Wichtig ist, dass die Masse nicht kocht.
Warum wird mein Eierlikör zu dick?
Das kann passieren, wenn die Masse zu lange erhitzt wurde oder wenn sie stark nachdickt. Du kannst ihn mit etwas Milch, Sahne oder einem kleinen Schuss Alkohol wieder cremiger rühren.
Warum wird mein Eierlikör flockig?
Dann war die Masse wahrscheinlich zu heiß und das Eigelb ist leicht gestockt. Ein feines Sieb kann helfen. Beim nächsten Mal lieber langsamer erhitzen und ständig rühren.
Welcher Alkohol passt am besten?
Rum, Weinbrand oder Korn eignen sich gut. Rum schmeckt weicher und süßlicher. Weinbrand ist kräftiger. Korn ist neutraler.
Kann man Eierlikör ohne Alkohol machen?
Ja, aber dann ist es kein klassischer Likör und deutlich kürzer haltbar. Du kannst eine alkoholfreie Vanille-Eiercreme aus Eigelb, Milch, Sahne, Zucker und Vanille zubereiten. Diese sollte aber sehr frisch verzehrt werden.

Wie gesund und nährstoffreich sind die Zutaten?
Eierlikör ist natürlich ein Genussgetränk und kein leichtes Alltagsrezept. Er enthält Eigelb, Sahne, Zucker und Alkohol und ist dadurch eher etwas für besondere Momente. Gerade deshalb serviert man ihn meist in kleinen Mengen, zum Beispiel als kleiner Likör nach dem Essen, zu einem Dessert oder als süße Ergänzung auf Eis und Kuchen. Durch seine cremige Konsistenz wirkt er besonders vollmundig und festlich.
Eigelb enthält Eiweiß, Fett, Vitamin A, Vitamin D, B-Vitamine und Mineralstoffe. Sahne und Milch sorgen für die cremige Konsistenz und bringen Calcium sowie Fett mit. Vanille gibt dem Eierlikör ein feines Aroma, ohne dass man viele zusätzliche Zutaten braucht. Gerade diese Mischung aus Ei, Milchprodukten und Vanille macht den Geschmack so weich und rund.
Der Zucker macht den Eierlikör süß und harmonisch. Der Alkohol sorgt für den typischen Likörcharakter und trägt auch zur Haltbarkeit bei. Trotzdem sollte Eierlikör bewusst genossen werden und ist natürlich nur für Erwachsene geeignet.
Hast du selbst schon einmal Eierlikör gemacht? Magst du ihn lieber klassisch mit Rum, kräftiger mit Weinbrand oder besonders cremig mit viel Vanille? Schreib uns gern in die Kommentare, wie dein Lieblingsrezept aussieht.
