Selbstgemachte Laugenbrezel mit knuspriger Kruste und weichem Inneren
Es gibt kaum etwas, das so gut duftet wie frische Laugenbrezeln aus dem Ofen. Sobald sie backen, zieht dieser typische, warme Duft durch die Küche, und man bekommt sofort Appetit. Die Kruste wird knusprig und tief goldbraun. Innen bleibt die Brezel schön butterweich, und genau dieser Kontrast macht sie so besonders. Ob zum Frühstück, zur Brotzeit oder als Snack, sie passt immer und schmeckt pur genauso gut wie mit Butter oder Frischkäse.

Mit etwas Übung bekommst du die typische Form schnell hin, und nach ein paar Brezeln läuft das ganz automatisch. Wichtig ist eine kurze Kühlpause vor dem Laugenbad, damit die Oberfläche stabil bleibt und schön gleichmäßig wird. Dann gelingt auch die klassische Salzkruste ganz einfach, und am Ende hast du Brezeln, die aussehen und schmecken wie vom Bäcker.
Zutaten
Für den Teig (8 Brezeln)
- 500 g Weizenmehl (Type 550, alternativ 405)
- 250 ml lauwarmes Wasser
- 7 g Trockenhefe oder 20 g frische Hefe
- 10 g Salz
- 10 g Zucker
- 30 g weiche Butter
- optional: 1 TL Backmalz oder 1 TL Gerstenmalzsirup
Für die Lauge und das Topping
- 1 l kaltes Wasser
- 30 g Natriumhydroxid (NaOH) in Perlenform für 3 % Lauge
- grobes Salz zum Bestreuen

Zubereitung
- Rühre Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser kurz an. Gib Mehl, Salz, Butter und optional Malz dazu. Knete den Teig 8 bis 10 Minuten, bis er glatt und elastisch ist.
- Decke den Teig ab und lasse ihn 60 Minuten gehen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
- Teile den Teig in 8 Stücke. Forme erst Kugeln und lasse sie 10 Minuten entspannen. Rolle dann jede Kugel zu einem Strang von etwa 50 bis 60 cm. Die Enden sollen dünner sein als die Mitte.
- Forme Brezeln. Lege sie auf ein Blech mit Backpapier. Stelle sie 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank oder 10 Minuten ins Gefrierfach, damit sie stabiler werden.
- Heize den Ofen auf 220 °C Ober Unterhitze vor. Stelle ein leeres Blech auf den Ofenboden, wenn du später etwas Dampf geben willst.
- Bereite die Lauge vor. Ziehe Handschuhe an und arbeite in Ruhe. Gib zuerst das kalte Wasser in eine Edelstahl oder Glas Schüssel. Streue dann das Natriumhydroxid langsam ein und rühre, bis es sich gelöst hat.
- Tauche jede Brezel 10 bis 15 Sekunden in die Lauge. Lege sie zurück aufs Blech. Schneide die dicke Stelle einmal längs ein. Bestreue die Brezeln mit grobem Salz.
- Backe die Brezeln 12 bis 15 Minuten, bis sie kräftig gebräunt sind. Für Dampf gießt du direkt nach dem Einschieben eine kleine Tasse heißes Wasser auf das untere Blech und schließt sofort die Tür. Lasse die Brezeln auf einem Gitter auskühlen.
Tipps für richtig gute Laugenbrezeln
- Kühle die geformten Brezeln vor dem Laugenbad. Dann laufen sie nicht auseinander.
- Vermeide Aluminium bei der Lauge. Nimm Edelstahl, Glas oder hitzefesten Kunststoff.
- Schneide die Brezel erst direkt vor dem Backen ein. So öffnet sie sich schön.
- Frisch schmecken sie am besten. Du kannst sie am nächsten Tag kurz mit Wasser benetzen und 5 Minuten aufbacken.
- Für Meal Prep kannst du die geformten Teiglinge ohne Lauge einfrieren und später auftauen, laugen und backen.

Varianten
- Käsebrezel. Bestreue die gelaugten Brezeln vor dem Backen mit geriebenem Käse.
- Laugenstangen oder Laugenknoten. Forme statt Brezeln einfach Stangen oder Knoten und backe sie genauso.
Häufige Fragen zur Laugenbrezel
Kann ich statt Natriumhydroxid auch Natron nehmen. Ja, das geht, aber Farbe und Geschmack werden milder. Für die Natron Variante kochst du 1 l Wasser mit 50 g Natron kurz auf, lässt es etwas abkühlen und tauchst die Teiglinge dann ein.
Warum werden meine Brezeln nicht so dunkel. Oft ist die Lauge zu schwach oder die Brezeln waren nicht gut gekühlt. Auch die Ofentemperatur spielt eine Rolle.
Kann ich den Teig über Nacht gehen lassen. Ja. Gib etwas weniger Hefe dazu und stelle den Teig abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag formst du die Brezeln und machst wie gewohnt weiter.
Wie bewahre ich Brezeln am besten auf. Am besten in einem Stoffbeutel oder in Papier, damit die Kruste nicht weich wird. Für längere Lagerung ist Einfrieren ideal.
Serviertipps
- Klassisch mit Butter oder Obazda.
- Als Beilage zu Weißwurst, Suppe oder Salat.
- Aufgeschnitten als Sandwich mit Frischkäse, Schnittlauch und Gurke.
- Für Gäste als Brezel Board mit Dips, Käse und Trauben.
Selbstgemachte Laugenbrezeln machen richtig Spaß, weil du den Teig in den Händen spürst und am Ende etwas Echtes aus dem Ofen holst
Die Kombination aus kräftiger Kruste und weichem Inneren ist einfach unschlagbar. Schon beim ersten Biss merkst du, wie gut das Zusammenspiel aus Röstaromen und fluffigem Teig funktioniert. Wenn du sie einmal gebacken hast, willst du sie oft wieder machen, weil sie sich so unkompliziert in den Tag einfügen. Für den Alltag lohnt es sich, gleich eine größere Menge zu formen und einen Teil einzufrieren. Dann musst du später nur noch auftauen, kurz aufbacken und hast im Handumdrehen wieder frisches Gebäck.

So hast du immer frische Brezeln in Reichweite, egal ob fürs Frühstück, für die Brotdose oder als Snack am Nachmittag. Mit kleinen Toppings kannst du jedes Blech ein bisschen anders machen. Du kannst klassisch bei Salz bleiben oder mit Sesam, Käse, Mohn oder Körnern spielen, je nachdem, worauf du gerade Lust hast. Auch eine Prise Kräuter macht viel aus und gibt dem Ganzen eine neue Richtung. Und am besten schmecken sie noch leicht warm, wenn der Duft durch die Küche zieht. Dann sind sie außen besonders knusprig und innen noch schön weich, und meistens sind sie schneller weg, als du schauen kannst.
Hast du Laugenbrezeln schon mal selbst gemacht und wie war es bei dir? Oder kennst du noch andere leckere Rezepte, die du uns in den Kommentaren mitteilen willst.
