Hausgemachter Apfelstrudel – knuspriger Strudelteig, saftige Füllung: das kinderleichte Rezept
Ein frischer Apfelstrudel duftet nach Zuhause, Kindheit und gemütlichen Nachmittagen am Küchentisch. Die Kombination aus dünnem Strudelteig, saftigem Obst, etwas Zucker, Zimt und Rosinen macht ihn zu einem der beliebtesten Klassiker der Mehlspeisenküche. Viele trauen sich an den Teig zunächst nicht heran, dabei ist er mit ein wenig Zeit, Ruhe und einem klaren Ablauf gut zu schaffen. Der Vorteil am Selbermachen ist, dass du Süße, Gewürze und die Art der Äpfel ganz nach deinem Geschmack wählen kannst, von leicht säuerlich bis deutlich süßer. Auch Nüsse, Semmelbrösel oder ein Schuss Zitrone lassen sich problemlos integrieren.

Ob als Dessert, als Nachmittagskuchen oder als süßes Hauptgericht, Apfelstrudel passt zu vielen Anlässen und macht auf jeder Kaffeetafel etwas her. Mit Vanillesoße, Eis oder einfach nur mit etwas Puderzucker wird er schnell zum Lieblingsgericht, das du gern für Gäste oder nur für dich selbst zubereitest. Wenn du die Arbeitsschritte sorgfältig nacheinander machst – vom Kneten über das Ausziehen bis zum Füllen und Aufrollen – gelingt dir ein Strudel, der außen knusprig und innen wunderbar saftig ist. So wird aus einem scheinbar anspruchsvollen Rezept ein vertrautes Gericht, auf das du immer wieder zurückgreifen kannst.
Zutaten für 1 großen Strudel
Für den Strudelteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 1 Prise Salz
- 2 EL neutrales Öl
- ca. 125 ml lauwarmes Wasser
- 1 TL Essig (z. B. Apfelessig)
- etwas Öl zum Bestreichen
Für die Füllung
- 1 kg säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop, Elstar, Cox Orange)
- 80–100 g Zucker oder Rohrohrzucker
- 1–2 TL Zimt
- 80 g Rosinen
- 50 g gehackte Walnüsse oder Mandeln (optional)
- 60 g Butter
- 80–100 g Semmelbrösel
- 1 Päckchen Vanillezucker oder etwas Vanillemark
- Saft einer halben Zitrone
Zum Bestreichen und Bestäuben
- 40 g geschmolzene Butter
- etwas Puderzucker

Zubereitung
1. Strudelteig vorbereiten
- Mehl und Salz in eine Schüssel geben und mischen.
- Öl, Essig und lauwarmes Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig so lange bearbeiten, bis er weich, elastisch und glatt ist.
- Zu einer Kugel formen, dünn mit Öl bestreichen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
2. Füllung zubereiten
- Rosinen in etwas warmem Wasser oder Apfelsaft einweichen.
- Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden.
- Apfelstücke mit Zucker, Vanillezucker, Zimt und Zitronensaft mischen.
- Eingeweichte Rosinen abgießen und zusammen mit den Nüssen unter die Äpfel heben.
- Butter in einer Pfanne schmelzen, Semmelbrösel darin goldbraun anrösten und etwas abkühlen lassen.
3. Strudelteig ausziehen
- Ein großes Tuch oder sauberes Küchentuch auf den Tisch legen und leicht mit Mehl bestäuben.
- Den Teig darauflegen und zuerst mit dem Nudelholz möglichst dünn ausrollen.
- Nun mit den Handrücken vorsichtig unter den Teig greifen und ihn von der Mitte aus nach außen ziehen, bis er sehr dünn ist und fast durchscheinend wirkt. Dickere Ränder vorsichtig wegschneiden.
4. Strudel füllen und aufrollen
- Den Teig mit etwas geschmolzener Butter bestreichen.
- Im vorderen Drittel des Teiges die angerösteten Semmelbrösel gleichmäßig verteilen.
- Apfelmischung darauf geben und dabei an den Seiten einen kleinen Rand frei lassen.
- Die seitlichen Teigränder über die Füllung klappen, dann mit Hilfe des Tuchs den Strudel von der Füllungsseite her vorsichtig, aber straff aufrollen.
- Strudel mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und erneut mit Butter bestreichen.
5. Backen
- Backofen auf 180 Grad Ober und Unterhitze vorheizen.
- Strudel auf mittlerer Schiene ca. 35–45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.
- Während des Backens mehrmals mit geschmolzener Butter bestreichen, damit der Teig nicht austrocknet.
- Nach dem Backen etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Tipps für einen gelungenen Apfelstrudel
- Je elastischer der Teig, desto leichter lässt er sich dünn ausziehen. Ausreichende Ruhezeit ist daher wichtig.
- Verwende eher säuerliche Apfelsorten, sie geben der Füllung eine gute Frische und verlaufen nicht zu stark.
- Die gerösteten Semmelbrösel nehmen überschüssigen Saft auf und sorgen dafür, dass der Teig nicht durchweicht.
- Wenn du es sehr aromatisch magst, kannst du einen Schuss Rum zu den Rosinen geben.
- Strudel am besten frisch genießen, lauwarm schmeckt er am intensivsten.
Variationen
- Nuss Apfelstrudel: Mehr Nüsse oder Mandeln in die Füllung geben und einen Teil der Semmelbrösel durch gemahlene Nüsse ersetzen.
- Ohne Rosinen: Wer keine Rosinen mag, lässt sie einfach weg oder ersetzt sie durch klein geschnittene Trockenaprikosen oder Cranberrys.
- Schnellere Variante: Wenn es einmal schneller gehen soll, kann auch ein guter Strudelteig aus dem Kühlregal verwendet werden. Die Füllung bleibt die gleiche.
Häufige Fragen zum Apfelstrudel
Kann ich den Strudel vorbereiten und später backen?
Du kannst den fertig gerollten Strudel kurz im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Stunden backen. Länger als über Nacht würde ich ihn nicht stehen lassen, sonst wird der Teig zu feucht.
Welche Äpfel eignen sich am besten?
Säuerliche, backfeste Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn behalten beim Backen etwas Biss und werden nicht zu Mus.
Wie verhindere ich, dass der Strudel aufplatzt?
Den Strudel nicht zu prall füllen und beim Aufrollen behutsam vorgehen. Wichtig ist auch, ihn mit der Naht nach unten auf das Blech zu legen.
Kann ich den Strudel einfrieren?
Ja. Am besten vollständig ausgekühlt in Stücke schneiden, einfrieren und bei Bedarf im Backofen wieder aufbacken.
Wie bewahre ich Reste auf?
Gut abgedeckt im Kühlschrank hält sich Apfelstrudel ein bis zwei Tage und kann im Backofen oder in der Pfanne leicht aufgewärmt werden.
Tipps zum Servieren
- Apfelstrudel schmeckt lauwarm besonders gut.
- Dazu passen Vanillesauce, Vanilleeis oder leicht geschlagene Sahne.
- Für Gäste kannst du die Stücke mit etwas Puderzucker bestäuben und ein paar Minzblätter oder Apfelspalten dazu legen.
- Auch als süßes Hauptgericht mit einer extra Portion Sauce ist er sehr beliebt.
Ein hausgemachter Apfelstrudel braucht ein wenig Zeit, doch die Mühe lohnt sich bei jedem Bissen
Der zarte, dünne Strudelteig und die aromatische Apfelfüllung machen Apfelstrudel zu einem echten Wohlfühlessen, das nach Zuhause und Sonntagnachmittag duftet. Wenn du ein oder zwei Mal geübt hast, geht dir das Ausziehen des Teiges immer leichter von der Hand und verliert seinen Schrecken. Mit ein wenig Geduld, genügend Mehl auf dem Tuch und vorsichtigen Bewegungen wird aus einem einfachen Teig ein großes, hauchdünnes Rechteck. Die Füllung aus Äpfeln, Zucker, Zimt und eventuell Nüssen oder Rosinen sorgt für Saftigkeit und ein warmes Aroma, das beim Backen die ganze Küche erfüllt.
So wird der Strudel schnell zu einem Rezept, das du an Wochenenden oder zu besonderen Anlässen gern hervorholst. Mit den passenden Beilagen wie Vanillesoße, Eis oder leicht geschlagener Sahne kannst du ihn als Dessert oder als süßes Hauptgericht servieren. Er lässt sich gut in Stücke schneiden und ist damit perfekt, um ihn mit Familie oder Freunden zu teilen. Reste schmecken auch am nächsten Tag noch, kurz im Ofen oder in der Pfanne erwärmt. Vielleicht wird Apfelstrudel so zu einem neuen Klassiker in deiner Küche, den du immer wieder einplanst, wenn es etwas Besonderes, aber trotzdem Vertrautes sein soll.
Hast du schon einmal Apfelstrudel selbst gemacht oder kennst du ihn bisher nur aus dem Café? Welche Varianten, zum Beispiel mit mehr Nüssen oder ohne Rosinen, würdest du ausprobieren und in den Kommentaren mit uns teilen?
