Di.. Feb. 10th, 2026
Eine große Schüssel Kapuśniak steht auf einem hellen Tisch, daneben liegen Löffel und ein Tuch im Hintergrund.
Warmer Kapuśniak als deftige Mahlzeit - Bildnachweis: Andrey Zhuravlev - iStock ID: 1417054336

Original Kapuśniak: Herzhaft, säuerlich und richtig sättigend, so gelingt die polnische Sauerkrautsuppe wie bei Oma

Kapuśniak ist eine klassische polnische Suppe, die vor allem an kalten Tagen einfach perfekt ist. Sie wärmt richtig durch und hat diesen gemütlichen „Topf auf dem Herd“-Charakter, der sofort nach Zuhause schmeckt. Typisch ist die Kombination aus herzhaft und leicht säuerlich. Das Sauerkraut bringt nicht nur Geschmack, sondern auch Struktur, weil es beim Kochen weich wird, aber trotzdem noch ein bisschen Biss behalten kann.

Eine Schale Kapuśniak mit Sauerkraut, Wurstscheiben und Kräutern steht auf einem Tisch neben Brot und Löffel.
Kapuśniak in rustikaler Schale serviert – Bildnachweis: Andrey Zhuravlev – iStock ID: 1417055326

Sie schmeckt kräftig, aber nie kompliziert. Durch das Sauerkraut bekommt die Suppe sofort Tiefe, ohne dass du lange an Gewürzen herumprobieren musst. Viele geben noch Lorbeer, Pfeffer und etwas Majoran dazu, weil das die polnische Richtung schön betont. Je nachdem, wie sauer dein Sauerkraut ist, wirkt die Suppe eher frisch säuerlich oder richtig deftig. Genau das macht Kapuśniak so spannend. Sie ist jedes Mal ein kleines bisschen anders.

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Viele kochen sie, weil sie aus einfachen Zutaten entsteht und trotzdem wie ein richtiges Sonntagsessen wirkt. Ein paar Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Kraut und eine gute Brühe reichen oft schon als Basis. Wer es klassisch mag, nimmt geräuchertes Fleisch oder Wurst dazu, weil das der Suppe diesen rauchigen, runden Geschmack gibt. Auch Speck oder ein Stück Kassler werden häufig verwendet. Wenn du es leichter willst, kannst du mehr Gemüse einbauen und die Rauchkomponente nur als kleinen Akzent nutzen oder ganz weglassen.

Je länger sie zieht, desto besser wird sie oft. Das liegt daran, dass sich die Aromen mit der Zeit verbinden und die Säure vom Sauerkraut weicher wirkt. Am nächsten Tag schmeckt Kapuśniak häufig noch „voller“, weil die Brühe das Kraut richtig aufgenommen hat. Deshalb ist sie auch perfekt zum Vorkochen. Ein großer Topf reicht locker für mehrere Mahlzeiten, und du musst später nur noch aufwärmen.

Du kannst sie kräftig mit Wurst machen oder etwas leichter, wenn du mehr Gemüse willst. Beides funktioniert. In der deftigen Version ist sie fast wie ein Eintopf, der dich lange satt macht. In der leichteren Version ist sie eine schöne, aromatische Gemüsesuppe mit Säurekick, die trotzdem nicht langweilig ist. Und wenn du sie einmal im Topf hast, hast du direkt mehrere Portionen, die am nächsten Tag sogar noch besser schmecken. Genau das macht Kapuśniak zu so einem echten Klassiker.

Eine Schüssel Kapuśniak zeigt Sauerkraut, Kartoffelstücke und Wurst in einer klaren Brühe mit Kräutern.
Kapuśniak mit Sauerkraut und Kartoffeln – Bildnachweis: Andrey Zhuravlev – iStock ID: 1417054314

Rezept: Kapuśniak polnische Sauerkrautsuppe

Zutaten für 4 bis 6 Portionen

  • 500 g Sauerkraut, am besten roh aus dem Kühlregal oder aus dem Glas
  • 2 EL Öl oder Schmalz
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Möhren
  • 1 Stück Knollensellerie oder 2 Stangen Sellerie
  • 2 bis 3 Kartoffeln
  • 150 g Speckwürfel oder 200 g geräucherte Wurst, zum Beispiel Krakauer
  • 1,2 bis 1,5 Liter Brühe, Gemüse oder Fleisch
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 bis 6 Pfefferkörner und 4 Pimentkörner
  • 1 TL Majoran
  • Optional: 1 TL Kümmel
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: 2 EL Tomatenmark für eine kräftigere Farbe
  • Zum Servieren: Petersilie oder ein Klecks Sauerrahm

Zubereitung

  1. Schneide Zwiebel, Möhren und Sellerie klein. Schäle die Kartoffeln und würfle sie.
  2. Erhitze Öl oder Schmalz in einem großen Topf und brate Speck oder Wurst kurz an, bis es duftet.
  3. Gib die Zwiebel dazu und brate sie glasig, dann kommen Möhren und Sellerie dazu und dürfen 3 bis 4 Minuten mitrösten.
  4. Rühre optional Tomatenmark ein und röste es 1 Minute an, damit es runder schmeckt.
  5. Gib das Sauerkraut dazu. Wenn es sehr sauer ist, kannst du es kurz abspülen, aber nicht komplett, sonst verliert es Charakter.
  6. Gieße mit Brühe auf und gib Lorbeer, Pfefferkörner, Piment und optional Kümmel dazu.
  7. Lasse alles 20 Minuten sanft köcheln, damit das Sauerkraut weich wird und die Suppe Tiefe bekommt.
  8. Gib die Kartoffeln dazu und koche weitere 15 bis 20 Minuten, bis alles weich ist.
  9. Würze am Ende mit Majoran, Salz und Pfeffer und lass die Suppe noch 5 Minuten ziehen.

Tipp
Wenn du Zeit hast, lass Kapuśniak nach dem Kochen 30 Minuten stehen. Dann schmeckt sie noch voller.

Vegane Variante, die trotzdem richtig herzhaft schmeckt 🌱

Lass Speck und Wurst weg, wenn du eine vegetarische oder vegane Version kochen willst. Damit die Suppe trotzdem diese herzhafte Tiefe bekommt, kannst du Räuchertofu in kleine Würfel schneiden und kurz anbraten. Dann kommt er mit in den Topf und gibt beim Ziehen noch mehr Aroma ab. Alternativ oder zusätzlich passt geräuchertes Paprikapulver, weil es den „rauchigen“ Eindruck liefert, ohne dass Fleisch drin ist.

Nimm als Basis eine gute Gemüsebrühe und lass Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln darin langsam weich werden. Das ist wichtig, weil genau diese Gemüsesüße die Säure vom Sauerkraut später schön ausgleicht. Wenn du mehr Körper willst, kannst du auch einen Teil der Kartoffeln am Ende leicht zerdrücken. Dann wird die Suppe sämiger, ohne dass du irgendetwas andicken musst.

Damit es sättigend bleibt, gib zusätzlich eine Handvoll Bohnen oder Linsen dazu. Weiße Bohnen passen besonders gut, weil sie mild sind und die Säure nicht verstärken. Linsen machen es etwas rustikaler und geben eine erdige Note. Beides funktioniert auch super, wenn du Reste verwerten willst, zum Beispiel vorgekochte Bohnen aus dem Glas oder übrig gebliebene Linsen vom Vortag.

Ein kleines Stück getrocknete Pilze in der Brühe bringt ebenfalls viel Aroma. Du kannst sie kurz mitköcheln lassen und später wieder rausfischen oder einfach drin lassen, wenn sie weich sind. Das macht die Suppe „runder“ und erinnert geschmacklich ein bisschen an die deftige Variante, ohne dass du Fleisch brauchst.

Am Ende passt ein Schuss Apfelessig, wenn du die Säure frischer machen willst. Gib ihn wirklich erst zum Schluss dazu und probiere dich langsam ran. So bleibt die Säure klar und lebendig, ohne dass sie die anderen Aromen überdeckt.

Wie gesund sind die Zutaten

Sauerkraut ist fermentiert und wird oft wegen seiner Säure und seiner Vielfalt in der Küche geschätzt. In Kapuśniak ist es der Geschmacksträger, weil es sofort Tiefe bringt und die Suppe lebendig macht. Je nachdem, wie mild oder kräftig dein Sauerkraut ist, wird die Suppe am Ende eher sanft säuerlich oder richtig herzhaft. Wenn du es vorher kurz abspülst, wird es milder. Wenn du es direkt verwendest, bleibt der Charakter stärker.

Kartoffeln machen die Suppe angenehm sättigend und liefern Energie. Sie geben außerdem Struktur, weil sie die Brühe leicht sämiger wirken lassen. Wenn du ein paar Kartoffelstücke am Ende leicht zerdrückst, wird die Konsistenz noch runder, ohne dass du Mehl oder Sahne brauchst.

Möhren und Sellerie bringen Gemüseanteil und runden den Geschmack ab. Möhren geben eine leichte Süße, die die Säure ausbalanciert. Sellerie sorgt für diese herzhafte Grundnote, die viele an klassische Eintöpfe erinnert. Zusammen mit Zwiebeln entsteht so eine Basis, die die Suppe „voll“ schmecken lässt, auch wenn du weniger Fleisch nutzt.

Kräuter wie Majoran und Gewürze wie Piment und Lorbeer geben Tiefe, ohne dass du viele Zusatzstoffe brauchst. Majoran passt besonders gut, weil er das Sauerkraut geschmacklich „einfängt“ und die Suppe typisch polnisch wirken lässt. Piment bringt eine warme Würze. Lorbeer verbindet alles und macht die Brühe runder, wenn sie ein bisschen ziehen darf.

Wenn du weniger Fett willst, nimm magerere Wurst oder lass Speck ganz weg. Du kannst auch einfach mit Brühe und mehr Gemüse arbeiten und die Wurst nur als kleines Extra am Ende zugeben. So bleibt der Geschmack da, aber die Suppe wird leichter. Genau so kannst du Kapuśniak gut an deinen Alltag anpassen, ohne dass du am typischen Charakter sparst.

Häufige Fragen zu Kapuśniak

Welche Art Sauerkraut ist am besten?
Rohes Sauerkraut aus dem Kühlregal hat oft besonders viel Aroma. Aus dem Glas klappt aber auch, wenn es nicht zu weich gekocht ist.

Kann ich Kapuśniak vorbereiten?
Ja, das ist sogar ideal. Am nächsten Tag schmeckt sie meist noch besser, weil alles durchgezogen ist.

Wie lange hält sie im Kühlschrank?
Gut abgedeckt hält sie sich 2 bis 3 Tage. Du kannst sie auch einfrieren, dann hast du ein schnelles Essen parat.

Wie mache ich sie weniger sauer?
Spüle das Sauerkraut kurz ab oder gib eine kleine Prise Zucker dazu. Auch mehr Kartoffeln können die Säure abmildern.

Welche Wurst passt am besten?
Geräucherte Varianten wie Krakauer oder eine andere würzige Rauchwurst funktionieren besonders gut.

Eine große Schüssel Kapuśniak steht auf einem hellen Tisch, daneben liegen Löffel und ein Tuch im Hintergrund.
Warmer Kapuśniak als deftige Mahlzeit – Bildnachweis: Andrey Zhuravlev – iStock ID: 1417054336

Kapuśniak ist genau die Suppe, die nach Zuhause schmeckt und trotzdem leicht nachzukochen ist

Sie hat dieses warme, vertraute Gefühl, das man oft nur bei Gerichten bekommt, die schon lange in Familienküchen mitlaufen. Gleichzeitig brauchst du keine besonderen Zutaten, sondern nur einen Topf, ein bisschen Zeit und Lust auf etwas Deftiges.

Sie ist herzhaft, angenehm säuerlich und macht richtig satt. Das Sauerkraut bringt die typische Säure, die alles lebendig hält. Kartoffeln sorgen für Substanz und machen die Suppe rund. Zusammen ergibt das eine Balance, die weder zu schwer noch zu dünn wirkt. Genau deshalb passt Kapuśniak so gut in die kalte Jahreszeit, wenn du etwas brauchst, das dich wirklich durchwärmt.

Mit ein paar Gewürzen bekommt sie Tiefe, ohne kompliziert zu werden. Lorbeer, Piment und Majoran reichen oft schon, damit es nach klassischer polnischer Küche schmeckt. Wenn du magst, gibst du noch eine kleine Rauchkomponente dazu, zum Beispiel Wurst oder ein Stück geräuchertes Fleisch. Oder du machst es leichter mit mehr Gemüse oder einer vegetarischen Variante. Das Grundprinzip bleibt gleich, und genau das macht sie so zuverlässig.

Das Beste ist, dass Kapuśniak nach dem Kochen oft noch besser wird. Wenn sie ein paar Stunden oder über Nacht zieht, verbinden sich die Aromen, und die Säure wirkt weicher und runder. Am nächsten Tag schmeckt sie häufig wie ein richtiges Sonntagsessen, obwohl du sie ganz entspannt vorbereitet hast. Du hast also direkt mehrere Portionen, die sich perfekt aufwärmen lassen.

Wenn du sie einmal gekocht hast, wird sie schnell zu einem Klassiker für kalte Tage. Du kannst sie jedes Mal ein bisschen anders machen, aber sie bleibt immer diese Suppe, die satt macht, wärmt und einfach gut tut.

Hast du Kapuśniak schon mal gekocht und kennst du noch andere polnische Suppen? Wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare und Rezeptideen.