Kartoffel: So machst du aus einfachen Kartoffeln richtig leckere Gerichte
Kartoffeln gehören zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln in vielen Küchen. Sie sind einfach, günstig, sättigend und unglaublich vielseitig. Gerade deshalb haben sie in vielen Haushalten einen festen Platz. Aus ihnen lassen sich ganz unterschiedliche Gerichte zubereiten, von klassischen Salzkartoffeln über Pellkartoffeln, Bratkartoffeln und Kartoffelpüree bis hin zu Kartoffelsalat, Pommes, Klößen, Aufläufen und Suppen.

Besonders beliebt sind Kartoffeln, weil sie sich so gut an verschiedene Gerichte anpassen. Sie schmecken mild, nehmen Gewürze und Soßen gut auf und passen zu Gemüse, Fleisch, Fisch, Ei, Quark, Käse und frischen Kräutern. Man kann sie ganz schlicht mit etwas Butter und Salz servieren oder daraus ein richtiges Wohlfühlgericht machen, das satt und zufrieden macht.
Auch in der Alltagsküche sind Kartoffeln sehr praktisch. Sie lassen sich kochen, backen, braten, stampfen, füllen oder überbacken. Reste vom Vortag können am nächsten Tag zu Bratkartoffeln, Rösti, Suppe oder Auflauf weiterverarbeitet werden. Dadurch sind Kartoffeln nicht nur lecker, sondern auch eine gute Möglichkeit, Lebensmittel sinnvoll zu verwenden und einfache Mahlzeiten abwechslungsreicher zu gestalten.
Botanisch gehört die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen. Gegessen wird die Knolle, die unter der Erde wächst. Die grünen Pflanzenteile sind nicht zum Verzehr geeignet. Auch grüne Stellen an der Knolle sollte man großzügig entfernen, weil sie natürliche Bitterstoffe enthalten können, die nicht gegessen werden sollten.

Kartoffeln wirken auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders exotisch, aber genau das macht sie so wertvoll. Sie sind bodenständig, zuverlässig und fast überall einsetzbar. Ob als Beilage, Hauptgericht oder Grundlage für deftige Klassiker, sie bringen Abwechslung auf den Teller und passen zu einfachen Familiengerichten genauso gut wie zu festlicheren Speisen.
Ein weiterer Vorteil ist ihre gute Lagerung. Wenn Kartoffeln kühl, dunkel und trocken aufbewahrt werden, bleiben sie oft längere Zeit verwendbar. So hat man fast immer eine sättigende Zutat im Haus, aus der sich mit wenigen weiteren Zutaten ein leckeres Essen zubereiten lässt. Genau diese Mischung aus Einfachheit, Geschmack und Vielseitigkeit macht Kartoffeln bis heute so beliebt.
Wo Kartoffeln angebaut werden
Kartoffeln werden in vielen Ländern der Welt angebaut und gehören weltweit zu den wichtigsten Lebensmitteln. Sie wachsen besonders gut in gemäßigten Klimazonen, in denen es nicht dauerhaft zu heiß ist und die Pflanzen genug Wasser bekommen. Wichtig sind lockere, gut durchlässige Böden, damit sich die Knollen unter der Erde gut entwickeln können.
Auch ausreichend Feuchtigkeit spielt beim Kartoffelanbau eine große Rolle. Zu trockene Böden können dazu führen, dass die Knollen kleiner bleiben. Zu viel Nässe ist aber ebenfalls ungünstig, weil Staunässe Krankheiten fördern kann. Deshalb brauchen Kartoffeln einen Standort, der Wasser gut speichern kann, aber nicht dauerhaft nass bleibt.
In Europa spielen Länder wie Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Polen und Spanien eine wichtige Rolle im Kartoffelanbau. Dort werden Kartoffeln sowohl für den frischen Verkauf als auch für Pommes, Chips, Stärkeprodukte und andere verarbeitete Lebensmittel angebaut. Je nach Region unterscheiden sich Sorten, Erntezeiten und Verwendungszwecke.
In Deutschland werden Kartoffeln in vielen Regionen angebaut. Bekannte Anbaugebiete liegen unter anderem in Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Dort gibt es je nach Landschaft, Boden und Klima unterschiedliche Schwerpunkte. Manche Regionen sind besonders für Speisekartoffeln bekannt, andere stärker für Verarbeitungskartoffeln.
Die Pfalz ist besonders bekannt für Frühkartoffeln. Durch das milde Klima können dort oft schon früh im Jahr heimische Kartoffeln geerntet werden. Diese frühen Kartoffeln haben meist eine dünnere Schale und schmecken besonders fein. Sie kommen häufig dann auf den Markt, wenn viele Menschen nach den Wintermonaten wieder Lust auf frische, junge Kartoffeln bekommen.

Wann haben Kartoffeln Saison?
Kartoffeln gibt es fast das ganze Jahr über zu kaufen. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr gut lagerfähig sind und nach der Ernte über längere Zeit aufbewahrt werden können. Trotzdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen Frühkartoffeln und späteren Lagerkartoffeln. Beide haben ihren eigenen Charakter und eignen sich je nach Sorte und Reifezeit für unterschiedliche Gerichte.
Frühkartoffeln kommen meist ab Juni in den Handel. Sie haben eine besonders dünne Schale, schmecken fein und wirken oft etwas zarter als spätere Kartoffeln. Weil ihre Schale noch nicht vollständig ausgereift ist, sollten sie nicht lange gelagert werden. Am besten verbraucht man sie zeitnah nach dem Kauf. Sie passen wunderbar zu Pellkartoffeln, Kartoffelsalat, Kräuterquark oder einfachen Beilagen mit Butter und frischen Kräutern.
Spätere Kartoffeln werden ab Sommer und Herbst geerntet. Sie haben meist eine festere Schale und eignen sich dadurch besser für die Lagerung. Genau deshalb sind sie den ganzen Winter über erhältlich und gehören in vielen Haushalten zu den wichtigsten Vorräten. Aus ihnen lassen sich deftige Gerichte wie Aufläufe, Suppen, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln oder Klöße zubereiten.
Die klassische Kartoffelzeit reicht also vom Frühsommer bis weit in den Winter hinein. Im Frühsommer freut man sich besonders über junge, zarte Kartoffeln mit feinem Geschmack. Im Herbst und Winter stehen dagegen lagerfähige Sorten im Mittelpunkt, die satt machen und gut zu kräftigen Gerichten passen.
Am frischesten schmecken Kartoffeln oft direkt aus der jeweiligen Erntezeit. Dann ist ihr Aroma besonders angenehm und die Konsistenz passt gut zur Sorte. Wer beim Einkauf auf feste Knollen, eine unbeschädigte Schale und eine passende Verwendung achtet, bekommt aus Kartoffeln das beste Ergebnis. So bleibt die Kartoffel ein einfaches, günstiges und trotzdem sehr vielseitiges Lebensmittel für das ganze Jahr.

Wie teuer sind Kartoffeln in Saison und Nebensaison?
Kartoffeln gehören meist zu den günstigeren Lebensmitteln und sind deshalb in vielen Haushalten ein wichtiger Bestandteil der Alltagsküche. Sie machen satt, lassen sich vielseitig verwenden und sind im Vergleich zu vielen anderen Beilagen oft preiswert. Trotzdem kann der Preis je nach Sorte, Herkunft, Verpackung, Qualität, Ernte und Händler deutlich schwanken.
Lose Kartoffeln können in Angeboten besonders günstig sein. Auch große Säcke sind pro Kilo oft preiswerter als kleine Packungen, lohnen sich aber vor allem dann, wenn man regelmäßig Kartoffeln kocht und sie gut lagern kann. Kleine Beutel sind praktischer für Haushalte, die nur selten Kartoffeln verwenden oder keinen geeigneten Lagerplatz haben.
Bio-Kartoffeln kosten meistens mehr als konventionelle Ware. Das liegt unter anderem am aufwendigeren Anbau und an den strengeren Vorgaben. Auch besondere Sorten, regionale Ware oder Kartoffeln direkt vom Hof können etwas teurer sein. Dafür bekommt man oft eine gute Qualität und manchmal auch Sorten, die im normalen Supermarkt nicht immer zu finden sind.
In der Saison findet man Kartoffeln häufig ungefähr zwischen 0,50 und 2 Euro pro Kilo. Je nach Packung, Sorte, Herkunft und Händler kann der Preis aber auch darunter oder darüber liegen. Besonders günstige Aktionsware ist oft schnell verkauft, während kleine Spezialpackungen oder gewaschene Kartoffeln meist etwas mehr kosten.
Frühkartoffeln sind oft etwas teurer als einfache Lagerkartoffeln. Sie kommen frisch auf den Markt, haben eine dünnere Schale und sind nicht so lange haltbar. Gerade deshalb werden sie meist zeitnah gegessen und eignen sich besonders gut für Pellkartoffeln, Kartoffelsalat oder einfache Gerichte mit Butter, Kräutern und Quark.
Kartoffeln selbst anbauen: Geht das im Garten oder auf dem Balkon?
Kartoffeln lassen sich gut im eigenen Garten anbauen und sind dafür auch für Einsteiger interessant. Man braucht keine besonders exotischen Bedingungen, sondern vor allem lockere Erde, einen sonnigen Standort und passende Pflanzkartoffeln. Diese werden im Frühjahr in die Erde gesetzt, sobald der Boden nicht mehr zu kalt ist. Danach braucht die Pflanze etwas Geduld, gleichmäßige Pflege und ausreichend Platz, damit sich unter der Erde schöne Knollen bilden können.
Wenn die Pflanzen wachsen, wird nach und nach Erde angehäufelt. Das bedeutet, dass man Erde rund um die Triebe zieht, damit die Knollen besser bedeckt bleiben. Das schützt sie vor Licht und verhindert, dass sie grün werden. Grüne Kartoffeln sollten nicht gegessen werden, weil sie natürliche Bitterstoffe enthalten können, die für den Verzehr ungeeignet sind.
Im Garten ist der Anbau insgesamt recht unkompliziert. Wichtig ist regelmäßiges Gießen, besonders in trockenen und warmen Zeiten. Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber nicht dauerhaft nass sein. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, weil die Knollen sonst faulen können. Ein lockerer Boden hilft dabei, dass überschüssiges Wasser besser ablaufen kann.

Auch auf dem Balkon können Kartoffeln wachsen. Dafür eignen sich große Kübel, Pflanzsäcke oder spezielle Kartoffeltöpfe. Wichtig ist genug Tiefe, damit sich die Knollen gut entwickeln können. Unten kommt etwas Erde hinein, darauf werden die Pflanzkartoffeln gesetzt und später wird immer wieder Erde nachgefüllt, wenn die Triebe größer werden.
Für Balkon und Terrasse sind kleinere Sorten besonders praktisch. Wer wenig Platz hat, kann mit wenigen Pflanzkartoffeln starten und trotzdem eine kleine Ernte bekommen. Natürlich ist die Menge nicht mit einem großen Beet vergleichbar, aber gerade für Kinder, Anfänger oder neugierige Hobbygärtner ist es spannend zu sehen, wie aus wenigen Knollen neue Kartoffeln entstehen. Mit etwas Sonne, Pflege und Geduld wird daraus eine schöne kleine Ernte für die eigene Küche.
Mini-Rezept: Knusprige Ofenkartoffeln mit Kräuterquark
Dieses Rezept ist einfach, sättigend und passt als Hauptgericht oder Beilage. Die Kartoffeln werden außen knusprig und innen weich.
Zutaten
800 g Kartoffeln
2 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Paprikapulver
1 Teelöffel getrocknete Kräuter
Salz
Pfeffer
250 g Quark
2 Esslöffel Joghurt
Frischer Schnittlauch
1 kleiner Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
Wasche die Kartoffeln gründlich. Wenn die Schale schön dünn und sauber ist, kannst du sie mitessen. Schneide die Kartoffeln in Spalten.
Gib die Kartoffelspalten in eine Schüssel. Vermische sie mit Olivenöl, Paprikapulver, Kräutern, Salz und Pfeffer.
Verteile die Kartoffeln auf einem Backblech. Backe sie bei 200 Grad Ober- und Unterhitze etwa 35 bis 45 Minuten, bis sie goldbraun und weich sind.
Für den Kräuterquark verrührst du Quark, Joghurt, Schnittlauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Dazu passen Gurkensalat, Tomaten oder ein grüner Salat.
Die wichtigsten Nährstoffe der Kartoffel
Kartoffeln bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Dadurch wirken sie beim Essen nicht schwer, obwohl sie angenehm satt machen. Gleichzeitig enthalten sie Stärke, die dem Körper Energie liefert und dafür sorgt, dass Kartoffeln eine gute Grundlage für viele Mahlzeiten sind. Gerade deshalb passen sie so gut als Beilage, aber auch als Hauptbestandteil von Suppen, Aufläufen, Püree oder einfachen Pfannengerichten.
Neben Wasser und Stärke liefern Kartoffeln auch etwas Eiweiß, Ballaststoffe und verschiedene Mineralstoffe. Besonders interessant sind Kalium, Vitamin C und einige B-Vitamine. Die genauen Werte können je nach Sorte, Lagerung und Zubereitung etwas unterschiedlich sein. Trotzdem sind Kartoffeln ein wertvolles Grundnahrungsmittel, das mehr kann, als nur satt zu machen.
Kartoffeln selbst sind nicht besonders fettig. Viele Kalorien kommen erst durch die Zubereitung dazu. Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln sind deutlich leichter als Pommes, Chips oder Bratkartoffeln mit viel Fett. Auch schwere Soßen, viel Butter, Sahne oder Käse können aus einer einfachen Kartoffelbeilage schnell ein sehr gehaltvolles Gericht machen.
Mit ungefähr 70 bis 80 Kilokalorien pro 100 Gramm haben gekochte Kartoffeln einen eher moderaten Kaloriengehalt. Sie machen trotzdem angenehm satt und lassen sich gut mit Gemüse, Kräutern, Quark, Salat oder leichten Soßen kombinieren. So entsteht eine ausgewogene Mahlzeit, die einfach, bodenständig und trotzdem sehr vielseitig ist.

Was man beim Verzehr beachten sollte
Kartoffeln sollten nicht roh gegessen werden. In rohem Zustand sind sie schwer verdaulich und schmecken meist unangenehm mehlig oder bitter. Außerdem können sie natürliche Stoffe enthalten, die nicht gut verträglich sind. Durch das Kochen, Backen oder Braten werden Kartoffeln deutlich bekömmlicher und bekommen erst ihren typischen milden Geschmack.
Besonders wichtig sind grüne Stellen, Keime und bitter schmeckende Kartoffeln. Grüne Stellen entstehen, wenn Kartoffeln zu viel Licht bekommen haben. Diese Bereiche können einen erhöhten Gehalt an natürlichen Bitterstoffen enthalten. Deshalb sollte man sie großzügig entfernen. Auch kleine Keimansätze kann man meist noch wegschneiden, wenn die Kartoffel sonst fest, frisch und unauffällig wirkt.
Stark grüne, stark keimende oder schrumpelige Kartoffeln sollte man besser nicht mehr essen. Wenn eine Kartoffel sehr weich ist, muffig riecht oder bitter schmeckt, gehört sie nicht mehr auf den Teller. Gerade der bittere Geschmack ist ein Warnzeichen. In solchen Fällen ist es besser, die Knolle zu entsorgen, statt ein Risiko einzugehen.
Auch die Lagerung spielt eine große Rolle. Kartoffeln mögen es dunkel, kühl, trocken und luftig. Licht fördert grüne Stellen, Wärme lässt sie schneller keimen und Feuchtigkeit kann Schimmel begünstigen. Deshalb sollten Kartoffeln nicht in geschlossenen Plastikbeuteln liegen, weil sich darin schnell Feuchtigkeit sammelt.
Am besten bewahrt man Kartoffeln in einem Korb, einer Papiertüte, einer Holzkiste oder einem luftigen Vorratsbehälter auf. Der Platz sollte nicht zu warm sein und möglichst wenig Licht abbekommen. So bleiben die Knollen länger frisch und fest. Äpfel oder anderes Obst sollte man nicht direkt daneben lagern, weil manche Früchte die Reifung und das Keimen beeinflussen können.
Der Kühlschrank ist für Kartoffeln nur bedingt geeignet. Bei zu niedrigen Temperaturen kann sich Stärke in Zucker umwandeln. Das kann den Geschmack verändern und beim Braten oder Backen zu einer stärkeren Bräunung führen. Besser ist meist ein kühler Vorratsraum, ein Keller oder ein dunkler, gut belüfteter Platz in der Küche.
Wer Kartoffeln richtig lagert und vor dem Kochen gut kontrolliert, kann sie lange verwenden. Wichtig sind feste Knollen, eine unbeschädigte Schale und keine auffälligen Keime oder grünen Stellen. So bleiben Kartoffeln ein sicheres, vielseitiges und bekömmliches Grundnahrungsmittel für viele einfache Gerichte.
Welche Kartoffelsorten gibt es?
Im Handel unterscheidet man Kartoffeln meist nach ihren Kocheigenschaften. Das ist für die Küche sehr praktisch, weil nicht jede Kartoffel für jedes Gericht gleich gut geeignet ist. Manche Sorten bleiben nach dem Kochen schön fest, andere werden weicher oder zerfallen leichter. Wer die passende Sorte auswählt, bekommt beim Kochen meist ein deutlich besseres Ergebnis.
Festkochende Kartoffeln bleiben nach dem Kochen eher schnittfest und behalten ihre Form. Sie eignen sich besonders gut für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln und Gratins. Auch für Gerichte, bei denen die Scheiben oder Stücke nicht zerfallen sollen, sind sie ideal. Ihre Konsistenz ist eher fein, glatt und fest.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind besonders vielseitig. Sie liegen zwischen festkochenden und mehligkochenden Sorten und passen deshalb zu vielen Alltagsgerichten. Man kann sie gut für Salzkartoffeln, Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Ofenkartoffeln oder einfache Beilagen verwenden. Wenn man nur eine Sorte zu Hause haben möchte, ist diese Variante oft eine gute Wahl.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen leichter und werden besonders weich. Genau das ist für bestimmte Rezepte ein Vorteil. Sie eignen sich sehr gut für Kartoffelpüree, Klöße, Gnocchi, Kartoffelsuppe oder lockere Kartoffelteige. Durch ihre mehlige Struktur lassen sie sich gut stampfen, pressen oder weiterverarbeiten.
Für ein gutes Ergebnis lohnt sich deshalb ein Blick auf die Verpackung oder das Schild im Laden. Dort steht meist, ob die Kartoffeln festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend sind. So kannst du schon beim Einkauf entscheiden, welche Sorte am besten zu deinem geplanten Gericht passt. Mit der richtigen Kartoffelsorte werden Salat, Püree, Suppe oder Bratkartoffeln deutlich besser.

Woran erkennt man gute Kartoffeln?
Gute Kartoffeln fühlen sich fest an und wirken insgesamt frisch. Die Schale sollte sauber, trocken und möglichst unbeschädigt sein. Kleine Unebenheiten oder leichte Erdspuren sind kein Problem, denn Kartoffeln wachsen schließlich in der Erde. Wichtig ist vor allem, dass die Knollen nicht weich, nass oder beschädigt wirken.
Beim Einkauf lohnt sich ein genauer Blick auf die Oberfläche. Weiche Stellen, dunkle Druckstellen, Schimmel, starke Keime oder grüne Bereiche sind ungünstig. Solche Kartoffeln können schneller verderben oder geschmacklich unangenehm sein. Einzelne kleine Keimansätze lassen sich bei sonst frischen Knollen oft entfernen, stark gekeimte oder schrumpelige Kartoffeln sollte man aber besser nicht mehr verwenden.
Auch der Geruch kann viel über die Qualität verraten. Kartoffeln sollten nicht muffig, faulig oder unangenehm riechen. Ein leichter, frischer und erdiger Geruch ist dagegen normal. Wenn eine Kartoffel deutlich schlecht riecht, sollte sie entsorgt werden. Bei abgepackten Kartoffeln ist es sinnvoll, die Packung zu kontrollieren, damit keine verdorbene Knolle die anderen ansteckt.
Für die Vorratshaltung eignen sich eher spätere Lagerkartoffeln. Sie haben meist eine festere Schale und halten sich bei richtiger Lagerung deutlich länger. Am besten bewahrt man sie dunkel, kühl, trocken und luftig auf. Geschlossene Plastiktüten sind ungünstig, weil sich darin Feuchtigkeit sammeln kann und die Kartoffeln schneller verderben.
Frühkartoffeln sollte man dagegen schneller verbrauchen. Sie haben eine dünnere Schale, schmecken besonders fein und frisch, sind aber nicht so lange haltbar. Deshalb eignen sie sich weniger für große Vorräte. Wer beim Kauf auf feste Knollen, eine intakte Schale und einen frischen Geruch achtet, hat meist lange Freude an seinen Kartoffeln und kann sie vielseitig in der Küche verwenden.
Kartoffeln in der Küche
Kartoffeln sind echte Alleskönner in der Küche. Sie schmecken gekocht, gebacken, gebraten, gestampft oder als Suppe und lassen sich immer wieder anders zubereiten. Genau deshalb werden sie in vielen Haushalten so gerne verwendet. Aus einer einfachen Kartoffel kann eine schnelle Beilage, ein sättigendes Hauptgericht oder ein gemütliches Essen für die ganze Familie entstehen.
Sehr beliebt sind Salzkartoffeln mit Kräuterquark, Kartoffelpüree, Kartoffelsalat, Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln. Auch Kartoffelgratin, Kartoffelsuppe, Klöße, Rösti oder Kartoffelauflauf gehören zu den Klassikern. Je nach Sorte und Zubereitung können Kartoffeln fein, cremig, knusprig oder herzhaft schmecken.
Kartoffeln passen besonders gut zu einfachen Zutaten. Frische Kräuter, Butter, Quark, Gemüse, Ei, Käse oder Zwiebeln reichen oft schon aus, um daraus ein leckeres Gericht zu machen. Mit etwas Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika oder Knoblauch bekommen sie zusätzlich mehr Aroma. Dadurch sind Kartoffeln ideal für unkomplizierte Alltagsgerichte.
Auch als Beilage sind Kartoffeln sehr vielseitig. Sie passen zu Fleisch, Fisch, Gemüse, Pilzgerichten, Salaten oder Eierspeisen. Wer es leicht mag, serviert sie mit Quark, Joghurtsoße oder gedünstetem Gemüse. Wer es kräftiger mag, kombiniert sie mit Käse, Sahnesoße, Speck oder gebratenen Pilzen.
Auch Reste lassen sich sehr gut verwerten. Gekochte Kartoffeln vom Vortag eignen sich perfekt für Bratkartoffeln, Kartoffelpfanne oder Bauernfrühstück. Sie können auch in Suppen, Aufläufe oder Salate wandern. So muss nichts weggeworfen werden und aus einfachen Resten entsteht schnell eine neue Mahlzeit.
Häufige Fragen und Antworten zu Kartoffeln
Sind Kartoffeln gesund?
Ja, Kartoffeln können ein gesundes Lebensmittel sein. Sie liefern Stärke, Kalium, Vitamin C, Ballaststoffe und machen gut satt.
Machen Kartoffeln dick?
Kartoffeln selbst sind nicht besonders kalorienreich. Entscheidend ist die Zubereitung. Pellkartoffeln sind deutlich leichter als Pommes oder Chips.
Darf man Kartoffeln roh essen?
Nein, rohe Kartoffeln sollte man nicht essen. Sie sind schwer verdaulich und können unerwünschte Pflanzenstoffe enthalten.
Was bedeuten grüne Stellen an Kartoffeln?
Grüne Stellen entstehen durch Licht. Sie können auf Solanin hinweisen. Diese Stellen sollte man großzügig entfernen.
Kann man keimende Kartoffeln noch essen?
Kartoffeln mit wenigen kleinen Keimen kann man oft noch verwenden, wenn man die Keime großzügig entfernt. Stark keimende, schrumpelige oder grüne Kartoffeln sollte man entsorgen.
Wie lagert man Kartoffeln richtig?
Kartoffeln lagert man am besten dunkel, kühl, trocken und luftig. Ein Keller, eine Speisekammer oder eine Kartoffelkiste sind gut geeignet.
Sollte man Kartoffeln im Kühlschrank lagern?
Nur kurzfristig ist das möglich. Besser ist ein kühler, dunkler und luftiger Ort außerhalb des Kühlschranks.
Welche Kartoffeln eignen sich für Kartoffelsalat?
Für Kartoffelsalat nimmt man am besten festkochende Kartoffeln. Sie bleiben nach dem Kochen schön in Form.
Welche Kartoffeln eignen sich für Püree?
Für Kartoffelpüree sind mehligkochende Kartoffeln ideal. Sie lassen sich gut stampfen und werden schön locker.
Kann man Kartoffeln einfrieren?
Rohe Kartoffeln eignen sich nicht gut zum Einfrieren. Gekochte Kartoffelgerichte wie Suppe, Püree oder Auflauf lassen sich besser einfrieren.
Sind Kartoffeln und Süßkartoffeln verwandt?
Nein, sie sind botanisch nicht eng verwandt. Die Süßkartoffel gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie und schmeckt deutlich süßer.
Kann man Kartoffelschalen essen?
Bei jungen, frischen und unbeschädigten Kartoffeln wird die Schale manchmal mitgegessen. Grüne Stellen, Keime und beschädigte Bereiche sollten aber immer entfernt werden.

Kartoffeln sind einfach, aber unglaublich vielseitig
Kartoffeln passen in fast jede Küche und lassen sich jeden Tag anders zubereiten. Genau das macht sie so wertvoll für den Alltag. Man kann sie schlicht kochen, im Ofen backen, knusprig braten, zu Püree stampfen oder in Suppen, Aufläufen und Salaten verwenden. Dadurch wird es mit Kartoffeln selten langweilig, auch wenn sie regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
Besonders schön ist, dass Kartoffeln meist günstig, gut erhältlich und angenehm sättigend sind. Schon mit wenigen weiteren Zutaten entsteht schnell ein warmes und vollwertiges Gericht. Etwas Quark, frische Kräuter, Gemüse, Ei, Käse oder Zwiebeln reichen oft aus, um daraus eine einfache Mahlzeit zu machen, die schmeckt und lange satt hält.
Ob als Pellkartoffel mit Kräuterquark, Ofenkartoffel mit Füllung, cremiges Püree, kräftige Kartoffelsuppe oder klassischer Kartoffelsalat, die Kartoffel bleibt ein echter Klassiker. Sie passt zu einfachen Familiengerichten genauso gut wie zu festlicheren Beilagen und lässt sich immer wieder neu kombinieren.
Gerade ihre bodenständige Art macht sie so beliebt. Kartoffeln brauchen keine aufwendige Zubereitung, um gut zu schmecken. Sie sind wandelbar, unkompliziert und in der Alltagsküche kaum wegzudenken. Wer ein paar Kartoffeln im Haus hat, kann daraus fast immer etwas Warmes, Leckeres und Sättigendes kochen.
Isst du gerne Kartoffeln? Und welche Rezeptideen hast du damit schon ausprobiert? Wir freuen uns über deine Kommentare.
