Sa.. Jan. 10th, 2026
Ein Marmorkuchen mit markanter Hell-Dunkel-Maserung ist angeschnitten und in Scheiben auf einem Brett präsentiert.
Klassischer Marmorkuchen auf Holzbrett angerichtet - Bildnachweis: Jan Madsen - iStock ID: 1468569886

Klassischer Marmorkuchen – locker, saftig und einfach zum Nachmachen

Ein Marmorkuchen gehört zu den Kuchen, die viele noch aus der Kindheit kennen. Er kommt mit wenigen Zutaten aus, ist einfach gerührt und gelingt auch ohne große Backerfahrung. Der helle und der dunkle Teig verbinden sich beim Backen zu einem schönen Muster, das beim Anschneiden jedes Mal ein bisschen anders aussieht. Wenn du auf gute Butter, zimmerwarme Zutaten und sorgfältiges Rühren achtest, wird der Kuchen besonders locker und saftig.

Auf einem Holzbrett steht ein angeschnittener Marmorkuchen mit heller und dunkler Marmorierung.
Marmorkuchen in Kastenform mit saftiger Schnittfläche – Bildnachweis: Natkinzu – iStock ID: 1452770690

Er eignet sich für gemütliche Nachmittage, Kindergeburtstage und spontanen Besuch zum Kaffee. Die meisten Zutaten hast du ohnehin im Vorratsschrank, sodass du ihn oft ohne großen Einkauf backen kannst. Mit Schokoglasur, Zitronenguss oder einfach etwas Puderzucker kannst du ihn schlicht oder etwas festlicher servieren. So wird Marmorkuchen schnell zu einem Kuchen, den du immer wieder backst, wenn es vertraut, unkompliziert und lecker sein soll.


Zutaten für eine Kastenform (ca. 25–30 cm)

Grundteig
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier (Größe M)
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 125 ml Milch, zimmerwarm
Für den dunklen Teig
  • 2–3 EL Backkakao
  • 2–3 EL Milch
Für die Form und zum Bestreuen
  • etwas Butter und Mehl oder Backpapier
  • nach Wunsch Puderzucker oder Schokoglasur

Zubereitung

1. Form vorbereiten und Backofen vorheizen
  1. Kastenform gründlich einfetten und mit Mehl ausstreuen oder mit Backpapier auslegen.
  2. Backofen auf 170 Grad Ober und Unterhitze vorheizen.
2. Rührteig herstellen
  1. Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel mehrere Minuten cremig rühren.
  2. Eier einzeln dazugeben und jeweils gut unterrühren, bis eine luftige Masse entsteht.
  3. Mehl mit Backpulver mischen.
  4. Mehlmischung abwechselnd mit der Milch in den Teig geben und kurz, aber gründlich unterrühren, bis ein glatter Rührteig entsteht.
3. Teig teilen und einfärben
  1. Etwa zwei Drittel des Teigs als hellen Teig in der Schüssel lassen.
  2. Das restliche Drittel in eine zweite Schüssel geben.
  3. Backkakao und Milch unter den kleineren Teil rühren, bis der Teig gleichmäßig dunkel ist. Bei Bedarf noch etwas Milch zugeben, damit beide Teige ähnliche Konsistenz haben.
4. Teig einfüllen und Muster ziehen
  1. Zuerst etwas hellen Teig in die vorbereitete Form geben und glattstreichen.
  2. Dann abwechselnd Kleckse von hellem und dunklem Teig in die Form schichten.
  3. Mit einer Gabel oder einem Holzstab spiralförmig durch den Teig fahren, um ein Marmormuster zu ziehen. Nicht zu lange rühren, damit das Muster erhalten bleibt.
5. Marmorkuchen backen
  1. Form in den vorgeheizten Backofen stellen.
  2. Etwa 50–60 Minuten backen.
  3. Nach etwa 45 Minuten eine Stäbchenprobe machen. Wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.
  4. Kuchen aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
  5. Vorsichtig stürzen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
6. Verzieren
  1. Nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben oder mit geschmolzener Kuvertüre überziehen.
  2. Glasur fest werden lassen, dann in Scheiben schneiden.
Mehrere Scheiben eines Marmorkuchens mit heller und dunkler Krume liegen nebeneinander auf Backpapier.
Marmorkuchen in Scheiben mit feiner Marmorierung – Bildnachweis: ROHE Creative Studio – iStock ID: 2160838025

Tipps für einen besonders saftigen Marmorkuchen

  • Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie weich ist. So wird der Teig schön cremig.
  • Eier ebenfalls zimmerwarm verarbeiten, das hilft beim Volumen.
  • Den Teig nicht zu lange rühren, sobald Mehl und Backpulver dazugekommen sind. Sonst kann der Kuchen etwas fester werden.
  • Den Kuchen im Ofen nicht zu früh öffnen. Erst gegen Ende der Backzeit kurz prüfen.

Variationen

  • Nuss Marmorkuchen: Einen Teil des Mehls durch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln ersetzen. Das macht den Kuchen etwas kräftiger.
  • Zitronen Note: In den hellen Teig etwas Zitronenabrieb geben, das bringt Frische.
  • Marmor Muffins: Den Teig auf Muffinförmchen verteilen und die Backzeit auf etwa 20–25 Minuten verkürzen.

Häufige Fragen zum Marmorkuchen

Warum wird der Kuchen manchmal trocken?
Oft liegt es an zu langer Backzeit oder zu hoher Temperatur. Lieber etwas früher die Stäbchenprobe machen und den Kuchen rechtzeitig herausnehmen.

Kann ich statt Butter auch Margarine verwenden?
Ja, das ist möglich. Der Geschmack wird mit Butter meist etwas runder, aber gute Backmargarine funktioniert ebenfalls.

Lässt sich Marmorkuchen einfrieren?
Sehr gut. Abgekühlten Kuchen in Scheiben schneiden, einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Kann ich weniger Zucker verwenden?
Du kannst die Zuckermenge um etwa 20 bis 30 Gramm reduzieren. Der Kuchen wird dann etwas weniger süß, bleibt aber noch gut in der Konsistenz.

Wie bewahre ich den Kuchen am besten auf?
In einer gut verschlossenen Kuchenbox bei Zimmertemperatur bleibt er mehrere Tage saftig.

Ein Marmorkuchen mit markanter Hell-Dunkel-Maserung ist angeschnitten und in Scheiben auf einem Brett präsentiert.
Klassischer Marmorkuchen auf Holzbrett angerichtet – Bildnachweis: Jan Madsen – iStock ID: 1468569886

Tipps zum Servieren

  • Marmorkuchen schmeckt pur, mit Sahne oder mit etwas Vanilleeis.
  • Zum Kaffee oder Tee in dünnere oder dickere Scheiben schneiden, je nach Anlass.
  • Für Gäste kannst du die Scheiben leicht schräg anrichten und mit ein wenig Puderzucker bestäuben.
  • Auch als kleines Mitbringsel kommt ein in Folie verpackter Marmorkuchen sehr gut an.

Ein klassischer Marmorkuchen ist ein echter Allrounder auf jeder Kaffeetafel

Er lässt sich ohne großen Aufwand zubereiten und gelingt auch, wenn du noch nicht viel Backerfahrung hast. Du rührst einen einfachen MarmorkuchenTeig, teilst ihn auf, mischst einen Teil mit Kakao und ziehst beides mit einer Gabel zu einem Muster zusammen. So wird jedes Stück zu einem kleinen Unikat, bei dem die helle und dunkle Masse immer anders verlaufen. Durch kleine Veränderungen bei Gewürzen, Nüssen oder einem Schluck Sahne kannst du den Geschmack anpassen und den Kuchen mal schokoladiger, mal milder oder leicht nussig backen.

Er schmeckt frisch gebacken wunderbar, bleibt aber auch nach ein oder zwei Tagen noch angenehm saftig, wenn du ihn gut verpackst. Daher lohnt es sich, gleich eine ganze Kastenform zu backen und Reste für später einzuplanen. Du kannst Scheiben einfrieren, kurz aufbacken oder mit etwas Sahne oder Obst servieren. Vielleicht wird dieses Rezept zu deinem Standardkuchen, den du immer wieder hervorholst, wenn Besuch kommt oder du einfach Lust auf etwas Selbstgebackenes hast.

Hast du Marmorkuchen schon einmal selbst gebacken oder kennst du ihn bisher nur vom Bäcker? Welche Varianten, zum Beispiel mit Nüssen oder Glasur, würdest du gern ausprobieren und in den Kommentaren mit uns teilen?