Do.. Sep. 3rd, 2026
Ein Kohlrabi sitzt halb sichtbar in lockerer Erde und ist von großen Blättern umgeben.
Kohlrabi wächst direkt im Beet zwischen großen Blättern - Bildnachweis: incolors - iStock ID: 1555154953

Kohlrabi: Leichtes Alltagsgemüse für Familie, Mittagessen und schnelle Küche

Kohlrabi gehört zu den unkompliziertesten Gemüsesorten der Küche. Die runde Knolle schmeckt mild, leicht süßlich und angenehm frisch und lässt sich sowohl roh als auch gekocht, gedünstet, gebraten oder im Ofen zubereiten. Dadurch passt sie zu klassischen Hausmannskost-Gerichten ebenso gut wie zu moderner leichter Gemüseküche.

Heller Kohlrabi mit Blättern liegt mit einer angeschnittenen Scheibe auf einem Holzbrett.
Knackiger Kohlrabi mit Schnittfläche auf Holz – Bildnachweis: pilipphoto – iStock ID: 492528037

Besonders beliebt ist Kohlrabi wegen seiner zarten Konsistenz und des zurückhaltenden Geschmacks. Er harmoniert mit Kartoffeln, Möhren, Sahnesaucen, Kräutern und Käse, kann aber auch in Salaten, Currys oder Gemüsepfannen verwendet werden.

Geschmack, Konsistenz und besondere Eigenschaften

Kohlrabi schmeckt mild, leicht süßlich und fein würzig. Junge Knollen sind besonders saftig und knackig, während größere Exemplare etwas fester oder im Inneren gelegentlich holzig sein können.

Roh erinnert die Konsistenz an eine Mischung aus Rettich und knackigem Kohl, allerdings ohne starke Schärfe. Beim Kochen wird das Gemüse weich und entwickelt eine angenehm milde Gemüsesüße.

In einer schwarzen Kiste liegen grüner und violetter Kohlrabi neben Handschuhen und einem Gartenwerkzeug.
Frisch geernteter Kohlrabi im Gartenkorb – Bildnachweis: glebchik – iStock ID: 2054706424

Die Farbe der Schale kann je nach Sorte hellgrün, weißlich oder violett sein. Das Fruchtfleisch im Inneren ist jedoch bei allen Sorten hell. Geschmacklich unterscheiden sich grüne und violette Kohlrabi meist nur geringfügig.

Auch die Blätter sind essbar. Besonders junge Kohlrabiblätter können ähnlich wie Spinat, Mangold oder anderes Blattgemüse verwendet werden.

Woher kommt Kohlrabi und wann hat er Saison?

Kohlrabi gehört botanisch zu den Kohlgewächsen und ist mit Brokkoli, Blumenkohl, Weißkohl und Rosenkohl verwandt. Im Gegensatz zu vielen anderen Kohlsorten wird bei ihm vor allem der verdickte oberirdische Stängel gegessen.

Die Kohlrabi-Saison beginnt bei regionalem Freilandanbau im Frühjahr und reicht bis weit in den Herbst. Durch Gewächshausanbau und Importe ist das Gemüse jedoch fast das ganze Jahr über erhältlich.

Im Frühjahr sind besonders junge und zarte Knollen beliebt. Später im Jahr werden häufig größere Sorten angeboten, die sich gut für Suppen, Aufläufe und warme Gemüsegerichte eignen.

Kohlrabi wächst relativ schnell und kann deshalb auch im eigenen Garten oder Hochbeet angebaut werden. Wichtig sind gleichmäßige Wasserversorgung und ausreichend Platz, damit sich die Knollen gut entwickeln.

Welche Inhaltsstoffe stecken in Kohlrabi?

Kohlrabi besteht zu einem großen Teil aus Wasser und enthält nur wenige Kalorien. Gleichzeitig liefert er unter anderem Vitamin C, Kalium, Folsäure und verschiedene B-Vitamine.

Auch Ballaststoffe sind enthalten und können zu einer normalen Verdauung beitragen. Besonders interessant sind die Blätter, die ebenfalls Vitamine und Mineralstoffe liefern und deshalb nicht grundsätzlich weggeworfen werden müssen.

Wie andere Kohlgewächse enthält Kohlrabi verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Für eine ausgewogene Ernährung ist er vor allem deshalb interessant, weil er sich leicht in viele gemüsereiche Mahlzeiten integrieren lässt.

Menschen mit empfindlicher Verdauung vertragen gekochten Kohlrabi häufig besser als größere Mengen roh. Im Vergleich zu manchen anderen Kohlsorten gilt er jedoch als relativ mild.

Kohlrabi kaufen und gute Qualität erkennen

Frischer Kohlrabi sollte sich fest und schwer anfühlen. Die Schale darf keine großen Risse, weichen Stellen oder dunklen Verfärbungen aufweisen.

Kleine bis mittelgroße Knollen sind häufig besonders zart. Sehr große Kohlrabi können ebenfalls gut schmecken, haben jedoch manchmal faserige oder holzige Stellen im Inneren.

Wird Kohlrabi mit Blättern angeboten, sollten diese möglichst frisch und kräftig aussehen. Stark welke Blätter können auf eine längere Lagerung hinweisen.

Eine glatte Oberfläche und eine pralle Knolle sprechen meist für frische Gemüsequalität. Kleine optische Unebenheiten sind dagegen normalerweise kein Problem.

Ein Feld zeigt Reihen von Kohlrabi-Pflanzen unter einem bewölkten Himmel.
Kohlrabi wächst in langen Reihen auf dem Feld – Bildnachweis: Liona LiLi – iStock ID: 2182372519

Kohlrabi richtig lagern

Zu Hause sollten die Blätter zunächst von der Knolle entfernt werden. Sie entziehen dem Kohlrabi Feuchtigkeit und können dazu führen, dass er schneller weich wird.

Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt eine ganze Knolle meist mehrere Tage bis etwa eine Woche frisch. In ein leicht feuchtes Küchentuch gewickelt lässt sich die Frische von Kohlrabi häufig noch etwas länger erhalten.

Die Blätter sollten separat gelagert und möglichst schnell verarbeitet werden. Sie welken deutlich schneller als die Knolle.

Angeschnittener Kohlrabi wird am besten luftdicht verpackt oder an der Schnittstelle abgedeckt. Er sollte innerhalb weniger Tage verwendet werden.

Kann man Kohlrabi einfrieren?

Ja, Kohlrabi lässt sich einfrieren. Dafür wird die Knolle geschält, in Würfel oder Stifte geschnitten und kurz blanchiert.

Nach dem Abschrecken in kaltem Wasser sollten die Stücke gründlich abtropfen und anschließend portionsweise eingefroren werden.

Nach dem Auftauen ist die Konsistenz etwas weicher. Für Suppen, Eintöpfe, Gemüsepfannen und Aufläufe ist das jedoch kein Problem.

Für Rohkost oder knackige Salate sollte besser frischer Kohlrabi verwendet werden, da gefrorene Stücke ihre knackige Struktur verlieren.

Kohlrabi schälen und vorbereiten

Vor der Zubereitung werden zunächst Blätter und Blattstiele entfernt. Junge kleine Knollen besitzen oft eine relativ dünne Schale, trotzdem wird Kohlrabi in der Regel geschält.

Besonders am unteren Bereich kann die Schale fester und faseriger sein. Sie sollte großzügig genug entfernt werden, damit keine holzigen Stellen zurückbleiben.

Danach kann die Knolle je nach Rezept in Scheiben, Würfel, Stifte oder feine Streifen geschnitten werden. Für Salate eignen sich dünne Stifte oder Raspel, während für Suppen und Gemüsebeilagen Würfel praktisch sind.

Die jungen Blätter können gründlich gewaschen, fein gehackt und ähnlich wie Petersilie oder anderes Blattgemüse verwendet werden.

Kohlrabi roh essen

Kohlrabi kann problemlos roh gegessen werden. Besonders junge Knollen schmecken frisch, saftig und mild und eignen sich hervorragend für Rohkostplatten.

In dünne Stifte geschnitten passt das Gemüse gut zu Joghurt- oder Kräuterdips. Fein geraspelt lässt es sich mit Karotten, Apfel oder Gurke zu einem frischen Salat kombinieren.

Ein Dressing aus Zitronensaft, etwas Öl, Senf und Kräutern unterstützt den milden Geschmack. Auch Joghurt oder Buttermilch passen gut zu Kohlrabisalat.

Für Bowls kann Kohlrabi roh mit Reis, Blattsalat, Kichererbsen und anderen Gemüsesorten kombiniert werden.

Kohlrabi kochen, dünsten und braten

Klassisch wird Kohlrabi in Stifte oder Würfel geschnitten und in wenig Salzwasser oder Gemüsebrühe gegart. Je nach Größe benötigt er ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten.

Besonders schonend ist gedünsteter Kohlrabi. Dabei bleibt das Gemüse saftig und behält mehr von seiner Struktur. Mit etwas Butter, Petersilie und Muskat entsteht eine einfache Beilage.

Auch in der Pfanne kann Kohlrabi zubereitet werden. Dünne Scheiben oder kleine Würfel werden mit etwas Öl angebraten und entwickeln dabei leichte Röstaromen.

Im Backofen lässt sich das Gemüse mit Kartoffeln, Möhren und Käse kombinieren. Kohlrabi eignet sich deshalb hervorragend für Aufläufe und Ofengerichte.

Mehrere violette Kohlrabi-Knollen liegen zwischen Stroh und grünen Blättern.
Violetter Kohlrabi liegt frisch geerntet im Stroh – Bildnachweis: Andreas Steidlinger – iStock ID: 1589355488

Welche Zutaten passen besonders gut zu Kohlrabi?

Kartoffeln gehören zu den klassischen Begleitern. Beide Gemüsesorten haben einen milden Geschmack und lassen sich gut in Suppen, Aufläufen und cremigen Gemüsegerichten kombinieren.

Bei Kräutern passen Petersilie, Schnittlauch, Dill und Kerbel besonders gut. Auch Muskat, weißer Pfeffer und etwas Knoblauch harmonieren mit dem zurückhaltenden Aroma.

Für cremige Gerichte eignen sich Sahne, Frischkäse, Crème fraîche oder pflanzliche Kochcremes. Käse wie Gouda, Parmesan oder Bergkäse sorgt für kräftigere Würze.

In frischen Salaten passen Apfel, Gurke, Karotte und Radieschen zu Kohlrabi. Eine leichte Säure aus Zitrone oder Essig macht die knackige Rohkost besonders frisch.

Cremiges Kohlrabi-Kartoffel-Gemüse

Dieses Kohlrabi-Kartoffel-Gemüse ist einfach, mild und alltagstauglich. Es eignet sich als vegetarisches Hauptgericht oder als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Bratlingen.

Zutaten

  • 2 mittelgroße Kohlrabi
  • 500 g Kartoffeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Butter oder Pflanzenöl
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Sahne oder pflanzliche Kochcreme
  • 1 Teelöffel Senf
  • 1 Prise Muskat
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 2 Esslöffel gehackte Petersilie
  • nach Wunsch etwas Zitronensaft

Zubereitung

Die Kohlrabi schälen und in mundgerechte Würfel oder Stifte schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in ähnlich große Stücke teilen. Die Zwiebel fein würfeln.

Butter oder Pflanzenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Kohlrabi und Kartoffeln hinzufügen und kurz mitdünsten.

Die Gemüsebrühe angießen und alles zugedeckt etwa 15 Minuten garen, bis das Gemüse weich ist, aber noch etwas Biss besitzt.

Sahne oder pflanzliche Kochcreme und Senf einrühren. Das cremige Kohlrabigemüse mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken und noch einige Minuten ohne Deckel leicht einkochen lassen.

Zum Schluss die Petersilie unterheben. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft bringt nach Wunsch zusätzliche Frische.

Für eine vegane Variante werden Pflanzenöl und pflanzliche Kochcreme verwendet. Dazu passen frisches Brot, Reis oder ein einfacher grüner Salat.

Weitere Rezeptideen mit Kohlrabi

Für einen frischen Kohlrabisalat wird die Knolle fein geraspelt und mit Apfel, Karotte und einem Joghurt-Zitronen-Dressing vermischt. Nüsse oder Sonnenblumenkerne sorgen für zusätzlichen Biss.

Kohlrabischnitzel entstehen aus vorgegarten dicken Scheiben, die paniert und anschließend in der Pfanne goldbraun gebraten werden. Dazu passt ein Kräuterquark oder Kartoffelsalat.

Eine cremige Kohlrabisuppe lässt sich mit Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüsebrühe zubereiten. Nach dem Pürieren sorgen Sahne, Muskat und Petersilie für einen mild-würzigen Geschmack.

Für einen Auflauf können Kohlrabi und Kartoffeln in dünne Scheiben geschnitten, mit einer cremigen Sauce übergossen und mit Käse überbacken werden.

Auch in einer Gemüsepfanne lässt sich Kohlrabi mit Möhren, Zucchini und Erbsen kombinieren. Etwas Knoblauch und frische Kräuter machen daraus ein schnelles Gemüsegericht für den Alltag.

Ein Kohlrabi sitzt halb sichtbar in lockerer Erde und ist von großen Blättern umgeben.
Kohlrabi wächst direkt im Beet zwischen großen Blättern – Bildnachweis: incolors – iStock ID: 1555154953

Häufige Fragen und Antworten zu Kohlrabi

Kann man Kohlrabi roh essen?
Ja, Kohlrabi kann roh gegessen werden. Besonders junge Knollen sind knackig, saftig und mild und eignen sich hervorragend für Salate, Rohkost und Snacks.

Muss man Kohlrabi schälen?
Meist ja. Vor allem am unteren Teil ist die Schale oft fest und faserig. Junge Knollen können dünn geschält werden, bei älteren Exemplaren sollten holzige Stellen großzügiger entfernt werden.

Kann man Kohlrabiblätter essen?
Ja, junge und frische Kohlrabiblätter sind essbar. Sie können fein gehackt in Suppen, Salaten oder Kräutergerichten verwendet oder ähnlich wie Spinat kurz gedünstet werden.

Wie lagert man Kohlrabi richtig?
Die Blätter sollten entfernt und separat gelagert werden. Die Knolle hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks mehrere Tage und bleibt in einem leicht feuchten Tuch besonders lange frisch.

Kann man Kohlrabi einfrieren?
Ja, Kohlrabi kann eingefroren werden. Am besten wird er vorher geschält, geschnitten und kurz blanchiert. Nach dem Auftauen eignet er sich besonders für gekochte Gerichte.

Mildes Gemüse mit vielen Möglichkeiten

Kohlrabi ist ein unkompliziertes Alltagsgemüse, das sowohl roh als auch warm überzeugt. Knackig im Salat, cremig mit Kartoffeln oder mild gedünstet lässt er sich ohne großen Aufwand zubereiten.

Durch seinen zurückhaltenden Geschmack passt Kohlrabi in Rezepten zu vielen Kräutern, Gemüsesorten und Saucen. Auch die essbaren Blätter machen ihn besonders vielseitig und helfen dabei, möglichst viel von der Pflanze zu verwenden.


Wie magst du Kohlrabi am liebsten – roh als Salat, klassisch in heller Sauce oder knusprig als Kohlrabischnitzel? Welche Kohlrabi-Rezepte bereitest du besonders gerne zu? Wir freuen uns über ein paar spannende Rezeptideen und Kommentare.