So.. Jan. 11th, 2026
Eine Gabel hält eine Portion Sauerkraut vor einer Schüssel im Hintergrund.
Sauerkraut frisch servieren - Bildnachweis: Madeleine_Steinbach - iStock ID: 1456248914

Sauerkraut ist eines der bekanntesten Fermentationsfoods aus dem deutschsprachigen Raum 🥬

Sauerkraut entsteht, wenn fein geschnittener Weißkohl mit Salz milchsauer vergoren wird und dabei ganz ohne Kochen auskommt. Statt Hitze übernehmen natürliche Mikroorganismen die Arbeit, denn sie verwandeln die im Kohl enthaltenen Zucker in Milchsäure und machen ihn so auf natürliche Weise haltbar. Genau diese Milchsäure sorgt für den typischen, angenehm frischen Säurekick, der nicht nur „sauer“, sondern richtig lebendig schmeckt.

Aus einem geöffneten Bügelglas wird Sauerkraut mit einer Gabel herausgenommen.
Sauerkraut aus dem Bügelglas – Bildnachweis: Liudmila Chernetska – iStock ID: 1817372270

Je nach Schnitt und Gärzeit bleibt der Kohl dabei mehr oder weniger knackig, manchmal eher zart, manchmal mit deutlichem Biss. Das Ergebnis ist ein aromatisches Lebensmittel, das deutlich mehr kann als nur zu Kassler und Kartoffeln zu passen, weil es auch in Bowls, Salaten, Wraps oder als Topping auf Brot spannende Frische bringt. Wenn du Sauerkraut selbst ansetzt, hast du außerdem die volle Kontrolle über Salzmenge, Zusätze und Geschmack, und du entscheidest, ob es mild, kräftig oder extra spritzig werden soll.

Ein Bügelglas mit Sauerkraut steht neben Kümmel, Holzlöffel und einer Flasche Öl.
Hausgemachtes Sauerkraut im Glas – Bildnachweis: iuliia_n – iStock ID: 532956326

Du siehst jeden Schritt, riechst, wie sich das Aroma entwickelt, und lernst schnell, woran du gutes Kraut erkennst. Am Ende hast du ein Glas voller Geschmack, das lange hält, vielseitig ist und sich einfach gut anfühlt, weil du genau weißt, was drin ist. 🥄

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🥄 Warum Sauerkraut so besonders ist

Sauerkraut ist ein Lebensmittel, das Tradition und moderne Ernährung richtig schön zusammenbringt, weil es gleichzeitig bodenständig und überraschend vielseitig ist. Die Basis ist simpel, denn Weißkohl wird mit Salz fermentiert und bekommt dadurch nicht nur seine Haltbarkeit, sondern auch diesen typischen, angenehm säuerlichen Charakter.

Während der Fermentation entstehen Milchsäure und vielschichtige Aromen, die aus einem eher neutralen Gemüse etwas machen, das sofort Tiefe ins Essen bringt. Wenn du Sauerkraut roh isst, kann es zudem lebendige Kulturen enthalten, die viele Menschen als wohltuend für die Verdauung wahrnehmen, vor allem wenn sie es regelmäßig und in kleinen Portionen integrieren. Gekauftes Sauerkraut ist dabei nicht immer gleich, weil manche Produkte erhitzt werden und dann zwar weiterhin gut schmecken, aber weniger von dieser „lebendigen“ Fermentationsnote mitbringen.

Hände kneten fein geschnittenen Weißkohl mit Karotten in einer Schüssel im Spülbecken.
Kohl wird für Sauerkraut geknetet – Bildnachweis: Leesle – iStock ID: 1726245287

Selbst mit wenigen Zutaten wirkt Sauerkraut oft wie ein kleines Küchen-Upgrade, weil es Fett, Herzhaftes und Mildes ausbalanciert und Gerichte frischer macht. Es passt nicht nur zu deftigen Klassikern, sondern auch zu Bowls, auf Sandwiches, zu Ofengemüse oder als frischer Kontrast zu cremigen Dips. Und genau das ist der Punkt: Du bekommst mit wenig Aufwand viel Aroma, eine spannende Textur und ein Lebensmittel, das sich leicht in den Alltag schieben lässt, ohne dass du deine Ernährung komplett umstellen musst. Am Ende ist Sauerkraut ein echtes Geschmacksupgrade mit ganz wenig Zutaten, aber mit richtig viel Wirkung.

🟢 Tipp: Selbst gemachtes Sauerkraut ist oft milder und frischer im Aroma als viele Varianten aus dem Supermarkt.

🥬 Selbst gemacht vs. gekauft: Was ist der Unterschied?

Der größte Unterschied liegt meistens wirklich in der Verarbeitung und damit auch in dem, was am Ende im Glas passiert. Selbst gemachtes Sauerkraut bleibt nach der Fermentation in der Regel roh, solange du es kühl lagerst und nicht zusätzlich erhitzt. Genau dadurch kann es diese frische, lebendige Fermentationsnote behalten und oft auch eine deutlich knackigere Textur. Gekauftes Sauerkraut im Glas oder in der Dose ist dagegen häufig pasteurisiert, also erhitzt, damit es sicher und lange haltbar ist. Das macht es praktisch und zuverlässig, verändert aber den Charakter spürbar, weil die lebendigen Kulturen meist nicht mehr vorhanden sind und das Aroma oft etwas „runder“, aber auch weniger frisch wirkt.

Dazu kommt, dass gekauftes Sauerkraut je nach Marke und Rezeptur mehr enthalten kann als nur Kohl und Salz. Manche Varianten sind bewusst gewürzt und enthalten zum Beispiel Wein, Zucker oder unterschiedliche Gewürze, was geschmacklich super sein kann, aber eben nicht mehr ganz so pur ist. Teilweise sind auch Zutaten dabei, die die Haltbarkeit oder Konsistenz unterstützen sollen, je nachdem, wie das Produkt hergestellt wird. Wenn du es schlicht magst oder genau steuern willst, was du isst, ist selbst gemachtes Sauerkraut deshalb oft die klarere Wahl.

Ein Steinguttopf mit eingesalzenem Weißkohl steht neben Salz, Kohlstück und Gewürzen.
Sauerkraut im Gärtopf ansetzen – Bildnachweis: pixura – iStock ID: 2160738846

Trotzdem ist gekauft nicht automatisch schlechter, denn es gibt richtig gute Produkte, wenn du weißt, worauf du achten kannst. Besonders spannend ist frisches Sauerkraut aus dem Kühlregal oder vom Wochenmarkt, weil es häufig nicht pasteurisiert ist und dadurch näher an selbst gemachtem Kraut dran ist. Ein schneller Check auf der Verpackung hilft oft schon weiter, denn Begriffe wie „pasteurisiert“ oder „erhitzt“ sind ein Hinweis auf die Behandlung. Unterm Strich gilt: Selbst gemacht ist meist purer und lebendiger, gekauft ist oft bequemer und länger haltbar, und mit der richtigen Auswahl bekommst du auch im Handel sehr gute Alternativen.

🟢 Tipp: Wenn du Sauerkraut wegen der Fermentationskulturen essen willst, suche nach „roh“, „nicht pasteurisiert“ oder frischer Ware aus der Kühlung.

🌱 Die gesunden Eigenschaften von Sauerkraut

Sauerkraut ist leicht, ballaststoffreich und passt gut in eine ausgewogene Ernährung. Die Wirkung hängt stark davon ab, ob es roh fermentiert oder erhitzt wurde.

Milchsäure und Fermentation

Bei der Fermentation entsteht Milchsäure. Das macht den Kohl haltbar und gibt ihm den typischen Geschmack. Viele empfinden fermentierte Lebensmittel als angenehm für den Darm, vor allem in kleinen Portionen.

Ballaststoffe

Kohl bringt Ballaststoffe mit, die die Verdauung unterstützen können. Ballaststoffe füttern außerdem Darmbakterien, was für viele ein Plus ist.

Vitamin C und Pflanzenstoffe

Kohl enthält Vitamin C und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Wie viel am Ende ankommt, hängt von Lagerung und Verarbeitung ab. Rohes Sauerkraut wird hier oft als Vorteil gesehen, weil keine Hitze im Spiel ist.

Wenig Kalorien, viel Geschmack

Sauerkraut bringt Frische und Säure in Gerichte, ohne dass du viel Fett oder Zucker brauchst. Genau das macht es so spannend als Küchenhelfer.

💪 Inhaltsstoff🧠 Wirkung
MilchsäureUnterstützt das Fermentationsmilieu
BallaststoffeFördern Verdauung und Sättigung
Vitamin CTrägt zum Immunsystem bei
Pflanzenstoffe aus KohlKönnen zum Zellschutz beitragen

🟢 Tipp: Wenn du Sauerkraut neu für dich entdeckst, starte mit 1 bis 2 Esslöffeln am Tag und steigere langsam.

🛒 Was du zum Sauerkraut herstellen brauchst

Du brauchst keine Spezialausrüstung, nur ein bisschen Sauberkeit und Geduld.

  • 1 großer Kopf Weißkohl, ca. 1,5 bis 2 kg
  • Salz ohne Jod und ohne Rieselhilfen, ideal ist reines Steinsalz
  • Ein großes Einmachglas, ein Gärtopf oder ein Fermentationsglas
  • Ein Stampfer oder saubere Hände
  • Ein Gewicht, zum Beispiel ein kleines Glas oder ein Fermentationsgewicht
  • Optional Gewürze wie Kümmel, Wacholder oder Lorbeer

🧂 Die perfekte Salzmenge

Eine bewährte Faustregel sind etwa 2 Prozent Salz bezogen auf das Kohlgewicht. Das bedeutet, auf 1.000 g Kohl kommen 20 g Salz. Damit klappt die Fermentation meist sehr zuverlässig.

🟢 Tipp: Eine Küchenwaage macht es leichter und konstanter, gerade beim ersten Mal.

🍽️ Sauerkraut selber machen Schritt für Schritt

1) Vorbereitung
  1. Wasche deine Hände und reinige Glas und Werkzeuge gründlich.
  2. Entferne die äußeren Kohlblätter, wenn sie beschädigt sind.
  3. Schneide den Kohl in feine Streifen.
2) Salzen und Kneten
  1. Wiege den geschnittenen Kohl und berechne die Salzmenge.
  2. Gib den Kohl in eine große Schüssel und streue das Salz darüber.
  3. Knete und drücke den Kohl 5 bis 10 Minuten kräftig durch.
  4. Warte kurz, bis sich sichtbar Flüssigkeit bildet.
3) Ins Glas füllen
  1. Fülle den Kohl portionsweise ins Glas.
  2. Drücke jede Schicht fest nach unten, damit keine Luft bleibt.
  3. Am Ende sollte der Kohl komplett mit eigener Flüssigkeit bedeckt sein.
4) Beschweren und schließen
  1. Lege ein sauberes Kohlblatt oben auf, das hilft beim Abdichten.
  2. Beschwere den Kohl so, dass er unter der Flüssigkeit bleibt.
  3. Verschließe das Glas.
  4. Wenn du einen normalen Deckel nutzt, öffne ihn in den ersten Tagen kurz, damit Gase entweichen können.
5) Fermentation
  1. Stelle das Glas bei Zimmertemperatur an einen schattigen Platz.
  2. Nach 2 bis 3 Tagen siehst du oft Bläschen, das ist normal.
  3. Nach 7 bis 14 Tagen kannst du probieren.
  4. Wenn es dir schmeckt, stelle es in den Kühlschrank, dann verlangsamt sich die Fermentation.

🟢 Tipp: Sauerkraut wird mit der Zeit saurer. Du entscheidest durch den Zeitpunkt, wann du es kühl stellst.

🧠 Häufige Fragen und kleine Problemlöser

Was, wenn zu wenig Flüssigkeit da ist

Manchmal braucht der Kohl etwas Zeit. Wenn nach dem Kneten kaum Saft da ist, knete länger. Wenn es im Glas später nicht bedeckt ist, kannst du mit einer Salzlake auffüllen. Dafür nimmst du 1 Liter Wasser und 20 g Salz.

Was ist mit weißem Belag oben

Ein dünner weißer Film kann vorkommen und ist oft Hefeflora. Solange es nicht bunt wird und nicht schimmelig riecht, ist es meist okay. Wichtig ist, dass der Kohl unter der Lake bleibt.

Wie riecht gutes Sauerkraut

Es riecht angenehm säuerlich und frisch. Wenn es faulig oder muffig riecht, ist etwas schiefgelaufen und du solltest es entsorgen.

🌿 Gewürzideen für deinen eigenen Stil

  • Kümmel für klassisches Aroma
  • Wacholderbeeren für eine herbe Note
  • Lorbeer für Tiefe
  • Karottenstreifen für leichte Süße
  • Apfelstücke für ein fruchtiges Aroma

🟢 Tipp: Starte beim ersten Glas eher pur. Danach kannst du deine Lieblingsmischung finden.

🥘 Wie du Sauerkraut in der Küche nutzen kannst

Sauerkraut muss nicht immer nur zum Schweinebraten sein. Es passt auch modern und leicht.

  • Als Topping auf Bowls oder Salate, wenn du es roh magst
  • In Wraps oder Sandwiches statt Gurke
  • Kurz erwärmt zu Kartoffeln und etwas Butter
  • In Suppen und Eintöpfen für Säure und Tiefe
  • Zu Fisch oder vegetarischen Bratlingen als frische Beilage
Eine Gabel hält eine Portion Sauerkraut vor einer Schüssel im Hintergrund.
Sauerkraut frisch servieren – Bildnachweis: Madeleine_Steinbach – iStock ID: 1456248914

❓ Was sollte man beim Essen beachten?

Wenn du empfindlich reagierst, kann Sauerkraut am Anfang durchaus blähen, und das ist bei fermentierten Lebensmitteln nicht ungewöhnlich. Dein Darm muss sich manchmal erst an die Säure, die Ballaststoffe und die Fermentationsprodukte gewöhnen, vor allem wenn du sonst wenig davon isst. Am besten startest du deshalb mit einer kleinen Portion, zum Beispiel ein bis zwei Gabeln, und schaust, wie du dich damit fühlst. Wenn das gut klappt, kannst du die Menge langsam steigern und es öfter in den Alltag einbauen. Viele merken, dass es mit der Zeit besser wird, weil sich der Körper anpasst und der „Aha, da kommt was Neues“-Effekt nachlässt.

Wenn du Histamin nicht gut verträgst, kann fermentiertes Essen allerdings ein Thema sein, denn hier ist etwas mehr Vorsicht sinnvoll. Dann hilft es oft, sehr kleine Mengen zu testen oder Sauerkraut lieber selten zu essen, je nachdem, wie du reagierst. Wenn du unsicher bist oder starke Beschwerden bekommst, ist es klug, das kurz medizinisch abzuklären, damit du nicht im Blindflug herumprobierst. Generell gilt: Hör auf deinen Körper, denn selbst „gesunde“ Lebensmittel müssen nicht für jeden immer passen.

Und noch ein praktischer Tipp für den Geschmack: Wenn du gekauftes Sauerkraut als sehr salzig empfindest, kannst du es kurz abspülen. Dadurch wird es milder, aber es geht auch ein Teil vom Aroma verloren, weil sich nicht nur Salz, sondern auch ein bisschen von der Würze und Säure auswäscht. Alternativ kannst du es einfach mit milden Komponenten kombinieren, etwa mit Kartoffeln, Joghurt-Dip oder etwas Apfel, dann wirkt es weniger salzig, ohne dass du viel Geschmack verlierst. So findest du Schritt für Schritt dein gutes Maß und kannst Sauerkraut genießen, ohne dass es dich überfordert.

Isst du gerne Sauerkraut? Schon mal selbst hergestellt? Wir freuen uns über ein paar Erfahrungsberichte und vielleicht ein paar Lieblingsrezepte in den Kommentaren.