Hausgemachte Senfgurken sind einfach gekocht, angenehm würzig und passen zu Brotzeit, Salaten und kalten Platten
Senfgurken sind eine ideale Möglichkeit, große Schälgurken aromatisch zu konservieren. Nach dem Schälen, Entkernen und einem kurzen Salzbad bleiben feste Stücke, die im süß-sauren Sud aus Wasser, Essig und Zucker ihr volles Aroma entwickeln. Grober Senf und gelbe Senfsaat bringen Tiefe und milde Schärfe; dazu passen Lorbeer, Pfefferkörner, Dill und ein Hauch Kurkuma für Farbe.
Lass die Gurkenstücke 20–30 Minuten in 1–2 % Salz ziehen, spüle sie kurz ab, tupfe sie trocken und fülle sie in heiß ausgespülte Gläser. Koche den Sud sprudelnd auf, gieße ihn kochend heiß über die Gurken und verschließe sofort; optional 10 Minuten im Wasserbad ziehen lassen, um die Haltbarkeit weiter zu verbessern. Nach wenigen Tagen Reifezeit schmecken sie rund und ausgewogen, bleiben knackig und legen in der nächsten Woche noch an Tiefe zu. Kühl und dunkel gelagert halten sie mehrere Monate, angebrochene Gläser gehören in den Kühlschrank. Entnimm die Stücke stets mit sauberem Besteck, damit die Qualität erhalten bleibt.
Zutaten (ergibt ca. 6–7 Gläser à 300 ml)
- 2 kg Schäl- oder Einlegegurken
- 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Streifen
- 3 EL Salz zum Entwässern
- 3–4 Dill-Dolden oder 2 EL grob gehackter Dill
Sud
- 700 ml Weißweinessig
- 500 ml Wasser
- 320–380 g Zucker, nach gewünschter Süße
- 2 EL Senfkörner
- 1 EL milder Tafel- oder Dijonsenf
- 1 TL Senfpulver, optional
- 2 Lorbeerblätter
- 8 Pfefferkörner und 6 Pimentkörner
- ½ TL Kurkuma für die Farbe, optional

Zubereitung
- Gurken schälen, längs halbieren, die weichen Kerne mit einem Löffel auskratzen. In 1–2 cm breite Stücke schneiden.
- Mit Zwiebeln und Salz mischen und 2–4 Stunden, gern über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. Dann kurz kalt abspülen und sehr gut abtropfen.
- Gläser und Deckel 10 Minuten auskochen oder im Ofen bei 120 °C sterilisieren.
- Für den Sud Essig, Wasser, Zucker und Gewürze aufkochen und 3 Minuten leise kochen lassen. Den Senf einrühren.
- Gurken und Zwiebeln portionsweise 2–3 Minuten im Sud miterhitzen, nicht weich kochen.
- Gurken mit etwas Dill dicht in die heißen Gläser füllen. Mit kochend heißem Sud bis knapp unter den Rand auffüllen. Luftblasen mit einem Holzstäbchen lösen, Rand sauber wischen, sofort fest verschließen.
- Optional für lange Lagerung: Gläser in einen Topf mit 80–85 °C heißem Wasser stellen, 10 Minuten pasteurisieren. Herausnehmen und langsam auskühlen lassen.
- Mindestens 3–5 Tage an einem kühlen Ort durchziehen lassen.
Tipps & Hilfsschritte bei der Zubereitung
- Für extra Biss ein paar Scheiben Meerrettich oder ein Weinblatt mit ins Glas geben.
- Nicht zu lange kochen, sonst werden die Gurken weich.
- Zucker und Essig lassen sich anpassen, wichtig ist ein klar säuerlicher Sud.
- Immer mit sauberem Besteck entnehmen und angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.
- Beschriften mit Datum hilft beim Überblick.
Abgewandelte Varianten
- Curry-Senfgurken: 1 TL Currypulver plus Rosinen in den Sud geben.
- Chili: 1 rote Chilischote in Ringe schneiden und mit einfüllen.
- Kräuter: Dill durch Estragon oder Senfkraut ersetzen.
- Honig: Ein Teil des Zuckers durch milden Honig austauschen.
Vegane Option
- Das Rezept ist von Natur aus vegan. Achte nur auf veganen Senf.
Abschließender Serviertipp & Ernährung
Senfgurken sind eine frische Beilage zu belegten Broten, Kartoffelsalat, Käseplatten und Grillgerichten. Sie bringen wenig Kalorien und viel Wasser mit. Der Essig konserviert zuverlässig, Zucker rundet den Geschmack. Durch den Salzzug bleiben die Stücke knackig. Kühl und dunkel gelagert halten die Gläser 8–12 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und zügig verbrauchen.
Hast du Senfgurken schon einmal selbst eingekocht oder eine Lieblingswürzung? Teile deine Erfahrungen und Tipps gern in den Kommentaren.
