Tarator-Sauermilchsuppe selber machen – schnell, leicht und wunderbar aromatisch
Tarator-Sauermilchsuppe ist eine kalte Spezialität aus der Balkanküche und besonders in Bulgarien sehr beliebt. Die Kombination aus Joghurt, Gurke, Knoblauch und Dill macht die Suppe wunderbar frisch, leicht säuerlich und gleichzeitig angenehm cremig.

Gerade an warmen Sommertagen ist Tarator eine schöne Alternative zu heißen Suppen. Sie wird nicht gekocht, sondern kalt angerührt und anschließend gut gekühlt serviert. Dadurch bleibt der Geschmack der frischen Zutaten besonders deutlich erhalten.
Typisch für eine bulgarische Tarator-Suppe sind außerdem Walnüsse und ein wenig Pflanzen- oder Olivenöl. Sie verleihen der Suppe eine leicht nussige Note und sorgen für etwas mehr Struktur. Als Vorspeise, leichtes Mittagessen oder erfrischende Beilage zu Gegrilltem passt Tarator hervorragend.

Diese Zutaten brauchst du für eine klassische Tarator-Sauermilchsuppe
Die Menge reicht für etwa 4 Portionen.
- 500 g Naturjoghurt, am besten cremig und leicht säuerlich
- 300 ml sehr kaltes Wasser
- 1 große Salatgurke
- 2 Knoblauchzehen
- 50 g Walnüsse
- 1 kleines Bund frischer Dill
- 2 EL Olivenöl oder Sonnenblumenöl
- 1 TL Zitronensaft oder milder Weißweinessig
- 1/2 TL Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Optional:
- einige Eiswürfel zum Servieren
- zusätzliche Walnüsse
- etwas Dill zum Garnieren
So bereitest du Tarator besonders frisch und cremig zu
Den Naturjoghurt zunächst in eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen glatt rühren. Das kalte Wasser nach und nach hinzufügen und so lange verrühren, bis eine cremige, aber flüssige Suppenkonsistenz entstanden ist.
Die Gurke gründlich waschen. Bei einer dünnen und zarten Schale muss sie nicht geschält werden. Anschließend fein würfeln oder grob raspeln. Geraspelte Gurke macht den Tarator besonders saftig, während kleine Würfel etwas mehr Biss behalten.
Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken oder durch eine Knoblauchpresse drücken. Wer es besonders aromatisch mag, kann den Knoblauch zusammen mit etwas Salz im Mörser zu einer feinen Paste zerreiben.
Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Walnüsse ebenfalls grob bis fein hacken, je nachdem, wie viel Struktur die kalte Gurkensuppe später haben soll.
Gurke, Knoblauch, Dill und etwa zwei Drittel der Walnüsse unter die Joghurtmischung rühren. Olivenöl sowie Zitronensaft oder Essig hinzufügen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Tarator-Sauermilchsuppe anschließend mindestens 30 bis 60 Minuten kalt stellen. Während dieser Zeit verbinden sich die Aromen von Dill, Knoblauch und Gurke besonders schön miteinander.
Vor dem Servieren noch einmal gründlich umrühren. Ist die Suppe zu dick geworden, einfach etwas kaltes Wasser ergänzen. Anschließend auf Schalen verteilen und mit den restlichen Walnüssen und frischem Dill garnieren.

Kleine Tipps für besonders guten Tarator
Alle Zutaten sollten möglichst kalt verarbeitet werden. Dadurch kann der Tarator direkt erfrischend serviert werden und benötigt nur eine kurze Ruhezeit im Kühlschrank.
Die Wassermenge lässt sich problemlos anpassen. Manche mögen die Suppe relativ dick und joghurtartig, andere bevorzugen einen deutlich flüssigeren kalten Tarator. Deshalb das Wasser am besten nach und nach einrühren.
Beim Knoblauch lohnt es sich, zunächst vorsichtig zu dosieren. Während die Suppe im Kühlschrank durchzieht, wird das Knoblaucharoma intensiver. Nachwürzen lässt sich später jederzeit.
Wie gesund sind die Zutaten der Tarator-Sauermilchsuppe?
Naturjoghurt liefert unter anderem Eiweiß und Calcium und sorgt gleichzeitig für die cremige Grundlage der Suppe. Je nach verwendetem Fettgehalt verändert sich auch der Kaloriengehalt des Gerichts.
Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und bringen dadurch viel Frische bei vergleichsweise wenigen Kalorien. Dill und Knoblauch sorgen zusätzlich für Aroma, ohne dass große Mengen Salz oder Fett notwendig sind.
Walnüsse liefern ungesättigte Fettsäuren, pflanzliches Eiweiß und verschiedene Mineralstoffe. Gleichzeitig sind sie energiereich, weshalb bereits eine kleine Menge für Geschmack und nussigen Biss ausreicht.
Insgesamt ist Tarator eine eher leichte Mahlzeit. Wer den Energiegehalt zusätzlich reduzieren möchte, kann einen fettärmeren Naturjoghurt verwenden und mit dem Öl etwas sparsamer umgehen.
So gelingt eine vegane Tarator-Sauermilchsuppe
Für einen veganen Tarator wird der Naturjoghurt durch ungesüßten pflanzlichen Joghurt ersetzt. Besonders geeignet sind Soja- oder Haferjoghurt, sofern sie möglichst neutral und leicht säuerlich schmecken.
Sojajoghurt ergibt meist eine etwas kräftigere und cremigere Konsistenz, während Haferjoghurt häufig etwas milder wirkt. Kokosjoghurt ist ebenfalls möglich, bringt aber einen deutlich eigenen Geschmack mit und verändert den klassischen Charakter stärker.
Gurke, Dill, Knoblauch, Walnüsse und Öl können unverändert verwendet werden. Falls der pflanzliche Joghurt weniger Säure besitzt, kann etwas mehr Zitronensaft oder Essig notwendig sein.
Ideen für leckere Abwandlungen
Für besonders viel Frische kann etwas Minze zusammen mit dem Dill verwendet werden. Diese Variante schmeckt leicht orientalisch und passt besonders gut zu gegrilltem Gemüse oder Fladenbrot.
Wer mehr Biss möchte, kann die Walnüsse vorher kurz in einer trockenen Pfanne rösten. Dadurch entwickelt sich ihr nussiges Aroma deutlich stärker.
Eine kleine Prise geräuchertes Paprikapulver oder etwas Chili macht den Tarator würziger und sorgt für einen spannenden Kontrast zur kühlen Joghurtbasis.
Auch Radieschen lassen sich fein gewürfelt ergänzen. Sie bringen etwas Schärfe und eine knackige Konsistenz in die kalte Gurken-Joghurt-Suppe.
Für eine besonders feine Variante kann die Hälfte der Gurke püriert und die andere Hälfte gewürfelt untergerührt werden. Dadurch wird der Tarator etwas sämiger, behält aber trotzdem Struktur.

Häufig gestellte Fragen zur Tarator-Sauermilchsuppe
Kann man Tarator am Vortag vorbereiten?
Ja, die Suppe lässt sich gut einige Stunden vorher oder am Vorabend zubereiten. Vor dem Servieren sollte sie noch einmal gründlich umgerührt werden.
Wie lange hält sich Tarator im Kühlschrank?
Gut verschlossen hält sich die Suppe etwa ein bis zwei Tage. Besonders frisch schmeckt sie jedoch am Tag der Zubereitung.
Kann man Tarator einfrieren?
Das ist nicht empfehlenswert. Joghurt kann nach dem Auftauen ausflocken und die Gurke verliert ihre knackige Konsistenz.
Muss Tarator gekocht werden?
Nein, Tarator ist eine klassische kalte Suppe und wird vollständig ohne Kochen zubereitet.
Welcher Joghurt eignet sich am besten?
Ein cremiger Naturjoghurt mit leicht säuerlichem Geschmack passt besonders gut. Sehr süße oder aromatisierte Joghurts eignen sich nicht.
Was passt als Beilage zu Tarator?
Fladenbrot, geröstetes Brot, gegrilltes Gemüse oder Fleischgerichte passen sehr gut. Auch als leichte Vorspeise kann die Suppe einfach pur serviert werden.
Tarator bringt sommerliche Frische in die Suppenschale
Eine Tarator-Sauermilchsuppe mit Gurke und Dill ist schnell angerührt, angenehm leicht und gerade an heißen Tagen wunderbar erfrischend. Die Kombination aus cremigem Joghurt, knackiger Gurke, Knoblauch und Walnüssen sorgt für einen unverwechselbaren Geschmack und macht die kalte Suppe zu einem echten Sommerklassiker.
Wie bereitest du Tarator am liebsten zu – ganz klassisch mit Dill und Walnüssen oder ergänzt du gerne Minze, Chili oder andere frische Zutaten? Teile deine Lieblingsvariante und deine besten Tipps für die kalte Sommersuppe gerne in den Kommentaren.
