Fr.. Jan. 9th, 2026
Ein einzelner Zimtstern mit weißer Glasur steht im Vordergrund, weitere Sterne liegen unscharf dahinter.
Ein Zimtstern steht im Fokus auf winterlichem Untergrund - Bildnachweis: BeritK - iStock ID: 1282573071

Zimtduft in der Küche: außen zart, innen saftig – so gelingen Zimtsterne ohne Stress

Zimtsterne gehören zu den Klassikern, die sofort Weihnachtsgefühl auslösen. Sie duften nach Zimt, Nüssen und Vanille. Und sie schmecken schon beim ersten Bissen nach Advent, Kerzenschein und Kaffeetafel. Du kannst sie wunderbar verschenken, weil sie in jeder Keksdose edel wirken. Du kannst sie auch gut auf Vorrat backen, denn sie halten sich ein paar Tage richtig schön. Und sie sind perfekt, wenn du ein Plätzchen willst, das nicht so schnell trocken wird, sondern auch später noch weich bleibt.

Mehrere Zimtsterne mit weißer Glasur liegen in einer Schale vor warmem Lichterhintergrund.
Zimtsterne liegen fertig glasiert in einer Schale – Bildnachweis: juefraphoto – iStock ID: 527480251

Das Schöne ist: Zimtsterne sind oft glutenfrei, weil sie ohne Mehl auskommen. Die Basis sind gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Genau darum werden sie innen so angenehm saftig und bekommen diese typische Konsistenz. Die Eiweiß-Glasur macht sie oben zart und leicht knusprig, ohne hart zu werden. Und wenn du sie richtig backst, bleiben sie in der Mitte weich und schmecken auch am nächsten Tag noch wie frisch.

Zimt und Gesundheit

Zimt wird oft mit Wärme und Wohlbefinden verbunden. Er bringt ein intensives Aroma, obwohl du nur wenig davon brauchst. Genau deshalb reichen schon ein paar Prisen, damit der Teig sofort nach Weihnachten riecht und schmeckt.

Eine Hand sticht Sternformen aus braunem Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus.
Zimtstern-Teig wird mit einem Sternausstecher ausgestochen – Bildnachweis: BrilliantEye – iStock ID: 899247460

In Plätzchen geht es aber natürlich um Genuss. Zucker und Nüsse sind hier die Hauptdarsteller, denn sie sorgen für Süße, Saftigkeit und die typische Konsistenz. Wenn du bewusster backen willst, kannst du einen Teil des Zuckers reduzieren. Du solltest dann aber wissen, dass Zimtsterne Struktur durch den Zucker bekommen. Weniger Zucker kann sie schneller trocken machen oder die Oberfläche brüchiger werden lassen.

Zutaten

Für etwa 35 bis 45 Stück, je nach Größe.

Für den Teig.

  • 2 Eiweiß (Größe M)
  • 200 g Puderzucker
  • 350 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse, oder halb halb)
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • optional: 1 TL Zitronensaft oder etwas Zitronenabrieb

Für die Glasur.

  • 1 Eiweiß (Größe M)
  • 150 bis 180 g Puderzucker

Zum Ausrollen.

  • etwas Puderzucker oder gemahlene Mandeln

Vorbereitung

Trenne die Eier sehr sauber. Es darf kein Eigelb ins Eiweiß kommen, weil der Eischnee sonst später nicht stabil wird. Nimm am besten eine fettfreie Schüssel und saubere Rührbesen, denn schon ein kleiner Fettfilm kann das Aufschlagen erschweren. Siebe außerdem den Puderzucker, damit die Glasur später schön glatt wird und keine Klümpchen bekommt.

Lege Backbleche mit Backpapier aus. Dann klebt später nichts fest und du kannst die Sterne leichter abheben. Stelle dir einen Stern-Ausstecher bereit. Eine Größe von 4 bis 6 Zentimetern ist ideal, weil die Zimtsterne dann gleichmäßig backen und innen weich bleiben.

Eine Hand hält einen Zimtstern und bestreicht ihn mit weißer Glasur, im Hintergrund liegt ein Blech voller Sterne.
Zimtsterne bekommen ihre typische weiße Glasur – Bildnachweis: Sabrina Bracher – iStock ID: 1835217050

Teig zubereiten

  1. Schlage 2 Eiweiß mit einer Prise Salz leicht schaumig.
  2. Gib den Puderzucker nach und nach dazu. Schlage weiter, bis eine glänzende, feste Masse entsteht.
  3. Nimm davon 3 bis 4 gehäufte Esslöffel ab. Das wird später die Glasur für oben. Stelle sie abgedeckt beiseite.
  4. Rühre Zimt und Vanille in die restliche Eiweiß Masse.
  5. Gib die gemahlenen Mandeln portionsweise dazu. Rühre mit einem Teigschaber, bis ein formbarer Teig entsteht.
  6. Der Teig soll weich, aber nicht flüssig sein. Wenn er zu klebrig ist, gib 1 bis 2 Esslöffel gemahlene Mandeln extra dazu.

Ausrollen und Sterne ausstechen

  1. Bestäube die Arbeitsfläche mit Puderzucker oder gemahlenen Mandeln.
  2. Rolle den Teig etwa 6 bis 8 Millimeter dick aus.
  3. Steche Sterne aus. Setze sie mit einem Messer oder einer Palette vorsichtig aufs Blech.
  4. Wenn der Ausstecher klebt, tauche ihn zwischendurch in Puderzucker. Das hilft sofort.

Glasur auftragen

  1. Rühre die beiseite gestellte Eiweiß Zucker Masse kurz glatt.
  2. Verteile sie mit einem kleinen Löffel, Pinsel oder Messer auf den Sternen.
  3. Streiche die Glasur bis an die Kanten. Versuche, den Teig darunter nicht zu zerdrücken.

Backen

  1. Heize den Ofen auf 140 Grad Ober Unterhitze vor. Umluft ist möglich, dann 120 bis 130 Grad.
  2. Backe die Zimtsterne 12 bis 15 Minuten.
  3. Die Glasur soll weiß bleiben. Sie darf höchstens ganz leicht cremefarben werden.
  4. Die Sterne sind fertig, wenn sie sich mit dem Backpapier gut lösen lassen und die Unterseite gerade eben fest ist.
  5. Lasse sie auf dem Blech auskühlen. Dann werden sie stabiler, bleiben innen aber weich.

Tipps, damit Zimtsterne weich bleiben

  • Backe lieber niedrig und etwas länger. Hohe Hitze trocknet aus.
  • Rolle den Teig nicht zu dünn aus. Dickere Sterne bleiben saftiger.
  • Lagere sie nach dem Auskühlen luftdicht. Eine Blechdose ist ideal.
  • Lege ein Stück Apfel in die Dose, wenn sie sehr trocken werden. Tausche es täglich aus.

Variationen

  • Haselnuss Zimtsterne: Mandeln komplett durch Haselnüsse ersetzen. Das schmeckt kräftiger.
  • Schoko Zimtsterne: 1 EL Kakao in den Teig geben. Zimt etwas erhöhen.
  • Orange Zimtsterne: Abrieb einer Bio Orange in den Teig rühren.
  • Vanille Zimtsterne: Zimt etwas reduzieren und mehr Vanille geben.
  • Rum Note: 1 TL Rum in den Teig, aber nicht zu viel, sonst wird er weich und klebt.

Häufige Fragen

  • Warum wird die Glasur rissig.
    Meist war sie zu dick oder der Ofen zu heiß. Streiche sie dünner und backe niedriger.
  • Warum laufen die Sterne breit.
    Dann war der Teig zu warm oder zu feucht. Gib mehr gemahlene Mandeln dazu und stelle den Teig 20 Minuten kalt.
  • Kann ich die Zimtsterne vegan machen.
    Klassisch ist das schwierig, weil Eiweiß hier Struktur und Glasur gibt. Es gibt Aquafaba Varianten, aber das Ergebnis ist anders.
  • Wie lange sind Zimtsterne haltbar.
    In einer dichten Dose meist 2 bis 3 Wochen. Oft schmecken sie nach ein paar Tagen sogar besser.

Zimtsterne sind genau das richtige Plätzchen, wenn du einen Klassiker willst, der nach Weihnachten aussieht und auch so schmeckt. Sie wirken sofort festlich, selbst wenn du nur eine kleine Dose davon auf den Tisch stellst.

Ein einzelner Zimtstern mit weißer Glasur steht im Vordergrund, weitere Sterne liegen unscharf dahinter.
Ein Zimtstern steht im Fokus auf winterlichem Untergrund – Bildnachweis: BeritK – iStock ID: 1282573071

Du brauchst ein bisschen Geduld beim Ausstechen, weil der Teig etwas klebrig sein kann und die Formen sauber werden sollen. Dafür bekommst du am Ende diese weiche Mitte und die hübsche Glasur, die oben zart glänzt. Und genau das macht richtig was her auf dem Teller, besonders neben einer Tasse Kaffee oder Tee.

Welches Weihnachtsgebäck hast du schon mal selbst gemacht? Wenn du magst, schreib es gern in die Kommentare.