Tomatensaft – warum der herzhafte Saft so beliebt ist
Tomatensaft gehört zu den wenigen Gemüsesäften, die sich auch pur großer Beliebtheit erfreuen. Sein Geschmack ist herzhaft, leicht säuerlich und je nach verwendeten Tomaten angenehm süßlich. Besonders gut gekühlt und mit etwas Salz, Pfeffer oder Zitronensaft gewürzt wird er zu einem erfrischenden Getränk, das sich deutlich von klassischen Fruchtsäften unterscheidet.

Auch in der Küche ist Tomatensaft vielseitiger, als es auf den ersten Blick scheint. Er kann als Grundlage für Suppen, Saucen, Marinaden oder herzhafte Getränke verwendet werden. Gleichzeitig liefert er verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, darunter das für Tomaten typische Lycopin.
Wie wird Tomatensaft hergestellt?
Tomatensaft entsteht aus reifen Tomaten, die zerkleinert, erhitzt und anschließend passiert beziehungsweise entsaftet werden. Dadurch werden Schalen und gröbere Bestandteile entfernt und es entsteht die typische gleichmäßige Konsistenz.
Industriell hergestellter Tomatensaft wird häufig pasteurisiert, damit er länger haltbar bleibt. Je nach Produkt werden Salz und manchmal weitere Gewürze zugesetzt. Wer beim Einkauf auf den Salzgehalt achten möchte, sollte deshalb die Nährwertangaben auf der Verpackung vergleichen.
Auch zu Hause lässt sich Tomatensaft relativ einfach herstellen. Besonders im Sommer, wenn viele reife Tomaten vorhanden sind, ist das eine gute Möglichkeit, größere Mengen zu verarbeiten.

Welche Nährstoffe stecken in Tomatensaft?
Tomatensaft besteht überwiegend aus Wasser und enthält vergleichsweise wenige Kalorien. Gleichzeitig liefert er unter anderem Kalium, Vitamin C und verschiedene Carotinoide.
Besonders bekannt ist Lycopin, der rote Pflanzenfarbstoff der Tomate. Er gehört zur Gruppe der Carotinoide und ist dafür verantwortlich, dass reife Tomaten ihre typische rote Farbe bekommen.
Interessant ist, dass Lycopin durch das Erhitzen und Zerkleinern von Tomaten für den Körper teilweise besser verfügbar werden kann. Deshalb können auch verarbeitete Tomatenprodukte wie Tomatensaft, Tomatenmark oder Tomatensauce eine gute Lycopinquelle sein.
Im Vergleich zur ganzen Tomate enthält Saft allerdings weniger Ballaststoffe, da Schalen und feste Pflanzenbestandteile bei der Verarbeitung teilweise entfernt werden.
Wie gesund ist Tomatensaft?
Tomatensaft kann gut in eine abwechslungsreiche Ernährung passen. Er liefert Flüssigkeit und verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe und enthält deutlich weniger natürlichen Zucker als viele klassische Fruchtsäfte.
Besonders interessant ist der Gehalt an Lycopin und Kalium. Trotzdem sollte Tomatensaft nicht als Heilmittel betrachtet werden. Seine gesundheitlichen Vorteile entstehen vor allem im Zusammenhang mit einer insgesamt gemüse- und abwechslungsreichen Ernährung.
Ein Punkt, auf den man achten sollte, ist der Salzgehalt. Einige fertige Tomatensäfte werden deutlich gesalzen. Wer regelmäßig größere Mengen trinkt, kann auf eine salzarme oder ungesalzene Variante zurückgreifen und den Saft selbst würzen.
Tomatensaft selber machen
Für etwa vier Gläser werden folgende Zutaten benötigt:
- 1 kg reife Tomaten
- 100 ml Wasser
- 1 EL Zitronensaft
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- optional etwas Selleriesalz
- optional Basilikum oder Petersilie
Die Tomaten waschen, den Stielansatz entfernen und grob würfeln. Zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben und etwa 15 Minuten weich köcheln lassen.
Anschließend die Tomaten fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Dadurch werden Schalen und Kerne entfernt und der Tomatensaft bekommt eine gleichmäßige Konsistenz.
Mit Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer abschmecken und vollständig abkühlen lassen. Im Kühlschrank gut durchkühlen und vor dem Servieren noch einmal umrühren.
Variante mit Sellerie und Pfeffer
Besonders würzig wird Tomatensaft mit etwas Selleriesalz oder fein püriertem Staudensellerie. Dazu passen schwarzer Pfeffer, Zitronensaft und nach Geschmack ein kleiner Spritzer Worcestersauce.
Diese Variante eignet sich besonders gut als herzhafter Gemüsedrink zum Frühstück oder als alkoholfreier Aperitif. Wer es schärfer mag, kann zusätzlich einen Tropfen Tabasco oder etwas Chili verwenden.
Variante mit Basilikum
Mediterraner wird der Saft mit frischem Basilikum. Dafür einige Blätter gemeinsam mit den Tomaten pürieren oder sehr fein hacken und erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
Basilikum ergänzt die natürliche Süße der Tomaten und bringt ein frisches Kräuteraroma mit. Auch ein paar Tropfen Olivenöl können geschmacklich sehr gut dazu passen.
Tomatensaft in der Küche verwenden
Tomatensaft kann weit mehr als nur getrunken werden. Er eignet sich sehr gut als Grundlage für Tomatensuppe, Gazpacho oder verschiedene Saucen. Auch Reisgerichte können teilweise mit Tomatensaft statt ausschließlich mit Wasser oder Brühe gekocht werden.
Für eine schnelle Pastasauce lässt sich Tomatensaft mit Tomatenmark, Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern einkochen. Dadurch entsteht innerhalb kurzer Zeit eine einfache Tomatensauce.
Auch Marinaden profitieren von etwas Tomatensaft. Besonders bei Fleisch oder Grillgemüse kann er mit Knoblauch, Paprikapulver und Kräutern kombiniert werden.
Eine weitere Möglichkeit ist ein alkoholfreier Tomaten-Cocktail mit Zitronensaft, Pfeffer, Sellerie und Eiswürfeln. Dadurch wird aus dem einfachen Saft ein würziges Getränk für warme Tage.
Einkauf und Lagerung
Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Ein guter Tomatensaft benötigt im Grunde hauptsächlich Tomaten. Zusätzlicher Zucker ist normalerweise nicht notwendig.
Besonders interessant ist der Salzgehalt, der je nach Produkt deutlich variieren kann. Wer den Saft selbst würzen möchte, greift am besten zu einer ungesalzenen Variante.
Ungeöffneter Tomatensaft kann entsprechend den Angaben auf der Verpackung gelagert werden. Nach dem Öffnen gehört er in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Selbst gemachter Tomatensaft sollte ebenfalls gut gekühlt und möglichst frisch getrunken werden. Für eine längere Haltbarkeit wären geeignete Verfahren zum Einkochen beziehungsweise Pasteurisieren notwendig.

Tipps für besseren Geschmack
Tomatensaft schmeckt besonders gut gekühlt, aber nicht vollkommen eiskalt. Bei sehr niedriger Temperatur werden manche Aromen weniger intensiv wahrgenommen.
Ein kleiner Spritzer Zitronensaft hebt den Tomatengeschmack hervor und bringt zusätzliche Frische. Auch schwarzer Pfeffer, Basilikum oder etwas Sellerie passen besonders gut.
Wer den Saft zu dick findet, kann ihn mit etwas Wasser verdünnen. Ist er dagegen sehr dünn, kann ein kleiner Löffel Tomatenmark eingerührt werden.
Bei selbst gemachtem Saft sind vollreife Tomaten besonders wichtig. Unreife oder wässrige Früchte ergeben meist einen deutlich weniger aromatischen Saft.
Häufige Fragen zu Tomatensaft
Ist Tomatensaft gesund?
Tomatensaft liefert unter anderem Kalium, Vitamin C und Lycopin. Besonders sinnvoll ist eine Variante mit wenig zugesetztem Salz.
Ist Tomatensaft besser als ganze Tomaten?
Beides hat Vorteile. Ganze Tomaten liefern mehr Ballaststoffe, während Lycopin aus erhitzeten und zerkleinerten Tomaten teilweise besser verfügbar sein kann.
Kann man Tomatensaft täglich trinken?
Grundsätzlich kann Tomatensaft regelmäßig Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Bei fertigen Produkten lohnt sich besonders ein Blick auf den Salzgehalt.
Warum schmeckt Tomatensaft im Flugzeug anders?
Geruchs- und Geschmacksempfinden können sich in großer Höhe durch trockene Luft und Kabinendruck verändern. Herzhafte und umamireiche Geschmacksrichtungen wie Tomate können dadurch vergleichsweise angenehm wahrgenommen werden.
Kann ich Tomatensaft zum Kochen verwenden?
Ja. Er eignet sich hervorragend für Suppen, Saucen, Reisgerichte und Marinaden und kann teilweise Brühe oder Wasser ersetzen.
Ist Tomatensaft kalorienarm?
Ungesüßter Tomatensaft enthält vergleichsweise wenige Kalorien. Die genauen Werte hängen jedoch vom jeweiligen Produkt ab.
Wie lange hält geöffneter Tomatensaft?
Geöffneter Saft sollte im Kühlschrank gelagert und nach den Angaben des Herstellers innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Herzhafter Saft mit vielen Möglichkeiten
Tomatensaft ist ein unkompliziertes Lebensmittel, das wenige Kalorien, würzigen Geschmack und interessante Pflanzenstoffe miteinander verbindet. Besonders Lycopin macht Tomatenprodukte ernährungsphysiologisch interessant.
Ob pur mit Pfeffer und Zitrone, als Grundlage für Suppen und Saucen oder mit Kräutern verfeinert – Tomatensaft lässt sich vielseitig einsetzen. Wer beim Kauf auf einen moderaten Salzgehalt achtet oder ihn selbst zubereitet, erhält einen vielseitigen Gemüsesaft für Getränk und Küche.
AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.