Locker, aromatisch und einfach gemacht, aus altbackenen Brötchen, Milch, Ei, Zwiebel und Petersilie
Ein guter Semmelknödel ist innen saftig und außen leicht elastisch und nimmt Soße wunderbar auf. Weiche altbackene Brötchen kurz in lauwarmer Milch ein und drücke sie gut aus, damit die Masse nicht wässrig wird. Mische Eier, in Butter goldig geschmorte Zwiebeln, fein gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer und eine Prise Muskat unter. Lass die Basis 10 bis 15 Minuten ruhen, damit sich die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt.

Forme mit angefeuchteten Händen Kugeln und setze sie in siedendes, nicht kochendes Salzwasser; 12 bis 15 Minuten sanft ziehen lassen. Mach zuerst eine Probekugel: Hält sie, ist die Bindung korrekt. Fällt der Teig auseinander, arbeite wenig Semmelbrösel ein; wirkt er zu fest, gib einen Schluck Milch dazu. Reste lassen sich am nächsten Tag in Scheiben in Butter knusprig anbraten und werden zur schnellen Beilage.
Zutaten (für 4 Portionen, ca. 8 Knödel)
- 8 altbackene Brötchen, gewürfelt (ca. 400 g)
- 300 ml Milch
- 2 Eier (Größe L)
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 30 g Butter
- 3 EL gehackte Petersilie
- 1 TL Salz, etwas Pfeffer, 1 gute Prise Muskat
- Optional zum Binden: 2–4 EL Semmelbrösel
Zubereitung
- Brötchen in 1–2 cm große Würfel schneiden. Nach Wunsch kurz in einer trockenen Pfanne anrösten.
- Zwiebel in Butter glasig anschwitzen. Milch erwärmen.
- Brötchenwürfel in eine Schüssel geben, Zwiebeln und warme Milch darüber gießen, mischen und 10–15 Minuten quellen lassen.
- Eier, Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben. Mit den Händen zu einer weichen, formbaren Masse vermengen. Falls sie zu weich ist, Semmelbrösel einarbeiten. Ist sie zu fest, noch etwas Milch zugeben.
- Einen Probekloß formen und in siedendem Salzwasser 2–3 Minuten ziehen lassen. Zerfällt er, noch etwas Semmelbrösel unterkneten.
- Aus der Masse 8 gleich große Knödel mit nassen Händen formen.
- In reichlich leicht gesalzenem, nur siedendem Wasser 12–15 Minuten ziehen lassen. Nicht sprudelnd kochen.
- Herausheben, kurz abtropfen lassen und servieren.
Tipps und Hilfsschritte
- Brötchen 1–3 Tage alt verwenden. Frisches Brot macht die Masse schnell zu weich.
- Die Masse soll feucht und gut formbar sein. Der Probekloß spart Ärger.
- Wasser darf nur sieden. Sprudelndes Kochen lässt Knödel aufreißen.
- Für extra Stand 1–2 EL Grieß unterkneten.
- Reste in Scheiben schneiden und in Butter knusprig anbraten.
- Gut einfrierbar: gegarte Knödel abkühlen lassen, einfrieren, später in Dampf oder Wasser erwärmen.
Abgewandelte Varianten
- Speck-Zwiebel-Knödel: 80 g gewürfelten Speck mit den Zwiebeln auslassen und mitsamt Fett zugeben.
- Käseknödel: 120 g gewürfelten Bergkäse oder Emmentaler unterheben.
- Spinatknödel: 150 g gut ausgedrückten, gehackten Blattspinat in die Masse geben.
- Laugenknödel: Brötchen anteilig durch Laugengebäck ersetzen, gibt kräftigen Geschmack.
Vegane Option
- Milch durch pflanzliche Milch ersetzen und vegane Margarine nutzen.
- Eier ersetzen durch 2 EL gemahlene Leinsamen mit 6 EL Wasser verrührt und 10 Minuten gequollen oder 3 EL Kichererbsenmehl mit 5–6 EL Wasser.
- Masse mit etwas mehr Semmelbrösel oder 1–2 EL Grieß ausbalancieren. Garen wie oben.

Servieren und Wissenswertes
Semmelknödel passen zu Braten, Pilzrahm, Gulasch, Linsen- oder Gemüsesoßen. Sie ergänzen Rotkohl, Rahmwirsing oder Gurkensalat. In Scheiben angebraten werden sie zur schnellen Pfannengericht-Beilage. Nährstoffseitig liefern sie Sättigung durch komplexe Kohlenhydrate. Eier bringen Eiweiß, Petersilie frische Aromen und etwas Vitamin C. Mit altbackenem Brot kochst du nachhaltig und sparst Geld. Die Knödel lassen sich sehr gut vorbereiten und kurz vor dem Essen garziehen.
Hast du Semmelknödel schon einmal selbst gemacht oder hast du eine Lieblingsvariante mit Käse, Speck oder Spinat? Teile deine Tipps gern in den Kommentaren.
