Dieses Pad Thai schmeckt wie direkt aus der Garküche in Thailand
Pad Thai ist eines dieser Gerichte, die sofort nach Thailand, Streetfood und richtig viel Aroma schmecken. Es ist süß, sauer, salzig, leicht würzig und bekommt durch geröstete Erdnüsse, Limette und frische Kräuter genau diesen besonderen Geschmack.

Die Basis besteht aus Reisnudeln, einer kräftigen Tamarinden-Sauce, Ei, Gemüse und je nach Variante Hähnchen, Garnelen, Tofu oder einer Mischung daraus. Gerade die Kombination aus weichen Nudeln, knackigem Gemüse, frischer Limette und nussigem Topping macht dieses Gericht so beliebt.
Besonders schön an Pad Thai ist, dass man es sehr gut anpassen kann. Mit Hähnchen wird es herzhaft und sättigend. Mit Garnelen schmeckt es etwas feiner und frischer. Mit Tofu bleibt es vegetarisch oder vegan, wenn man Ei und Fischsauce ersetzt. Wichtig ist nur, dass alle Zutaten vorbereitet sind, denn beim Braten geht es schnell. Die Reisnudeln sollten nicht zu weich sein, damit sie in der Pfanne nicht zerfallen. Mit der richtigen Sauce, etwas Hitze und frischen Toppings entsteht ein aromatisches Gericht, das auch zu Hause wunderbar nach Streetfood schmeckt.

Zutaten für 4 Portionen
Für das Pad Thai
• 250 g flache Reisnudeln
• 2 Eier
• 200 g Hähnchenbrust, Garnelen oder Tofu
• 2 Knoblauchzehen
• 2 Frühlingszwiebeln
• 150 g Mungobohnensprossen
• 1 große Karotte
• 2 EL neutrales Öl
• 60 g geröstete Erdnüsse
• 1 Limette
• Frischer Koriander nach Geschmack
• Optional Chiliflocken
• Optional 1 kleine rote Chili
Für die Pad-Thai-Sauce
• 4 EL Tamarindenpaste
• 3 EL Fischsauce
• 2 EL Sojasauce
• 2 bis 3 EL Palmzucker oder brauner Zucker
• 1 EL Limettensaft
• 2 bis 4 EL Wasser
• Optional 1 TL Reisessig

Zubereitung
Weiche die Reisnudeln nach Packungsangabe in warmem Wasser ein. Sie sollen biegsam, aber noch nicht ganz weich sein. Beim späteren Braten garen sie weiter und nehmen die Sauce besser auf. Wenn sie zu weich eingeweicht werden, können sie in der Pfanne schnell klebrig oder matschig werden. Deshalb lieber etwas kürzer einweichen und später beim Braten bei Bedarf noch etwas Wasser dazugeben.
Bereite nun die Sauce vor. Verrühre Tamarindenpaste, Fischsauce, Sojasauce, Zucker, Limettensaft und etwas Wasser in einer kleinen Schüssel. Die Sauce sollte süß, sauer und salzig zugleich schmecken. Wenn sie dir zu kräftig ist, gib etwas mehr Wasser dazu. Wenn sie zu sauer ist, ergänze etwas Zucker. Genau diese ausgewogene Pad-Thai-Sauce ist wichtig, damit das Gericht später den typischen Geschmack bekommt.
Schneide das Hähnchen in dünne Streifen, wenn du die Hähnchenvariante machst. Garnelen sollten geschält und entdarmt sein. Tofu schneidest du in kleine Würfel oder Streifen. Karotte wird in feine Stifte geschnitten. Knoblauch hackst du fein. Frühlingszwiebeln schneidest du in Ringe. Die Erdnüsse hackst du grob. Am besten stellst du alle Zutaten griffbereit neben den Herd, weil das Braten im Wok oder in der Pfanne sehr schnell geht.
Erhitze etwas Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok. Brate zuerst das Hähnchen, die Garnelen oder den Tofu an. Hähnchen sollte vollständig durchgegart sein. Garnelen brauchen nur wenige Minuten, bis sie rosa und fest sind. Tofu darf gerne leicht goldbraun werden, damit er mehr Geschmack und eine bessere Struktur bekommt. Nimm die angebratene Zutat kurz aus der Pfanne und stelle sie beiseite.
Gib bei Bedarf noch etwas Öl in die Pfanne. Brate Knoblauch und Karotte kurz an. Der Knoblauch sollte duften, aber nicht dunkel werden. Schiebe alles etwas zur Seite und gib die Eier in die Pfanne. Lasse sie kurz stocken und verrühre sie dann grob, sodass kleine Ei-Stücke entstehen. Dadurch verteilt sich das Ei später schön zwischen den Nudeln.
Jetzt kommen die eingeweichten Reisnudeln in die Pfanne. Gib die Sauce dazu und vermenge alles vorsichtig. Die Nudeln sollen die Sauce aufnehmen und weich werden, aber nicht zerfallen. Wenn sie noch zu fest sind, gib esslöffelweise etwas Wasser dazu und brate sie weiter. Dabei immer wieder vorsichtig wenden, damit nichts am Pfannenboden klebt.
Gib Hähnchen, Garnelen oder Tofu wieder in die Pfanne. Mungobohnensprossen und Frühlingszwiebeln kommen erst am Ende dazu, damit sie frisch und leicht knackig bleiben. Alles noch einmal kurz durchschwenken und abschmecken. Bei Bedarf kannst du mit Sojasauce, Limettensaft oder etwas Zucker nachjustieren.
Serviere das Pad Thai direkt heiß aus der Pfanne. Streue gehackte Erdnüsse darüber und gib frische Limettenspalten dazu. Wer mag, ergänzt Koriander, Chiliflocken oder frische Chili. So kann jeder am Tisch selbst entscheiden, wie frisch, scharf oder nussig das Pad Thai werden soll.

Varianten für Pad Thai
Pad Thai mit Hähnchen
Für Pad Thai mit Hähnchen verwendest du dünn geschnittene Hähnchenbrust. Sie wird zuerst angebraten und später wieder unter die Nudeln gemischt. Diese Variante ist mild, sättigend und passt sehr gut, wenn du ein unkompliziertes Hauptgericht möchtest.
Pad Thai mit Garnelen
Pad Thai mit Garnelen schmeckt besonders frisch und leicht. Die Garnelen sollten nur kurz gebraten werden, damit sie zart bleiben. Sehr gut passen dazu extra Limettensaft, Koriander und etwas Chili.
Pad Thai mit Tofu
Für eine vegetarische Variante nimmst du festen Tofu. Besonders lecker wird er, wenn du ihn vorher gut abtupfst und in der Pfanne goldbraun anbrätst. Wenn du die Fischsauce durch Sojasauce oder eine vegane Fischsauce ersetzt, wird das Gericht auch vegan möglich.
Pad Thai mit Hähnchen und Garnelen
Diese Kombination ist besonders beliebt, weil sie herzhaft und fein zugleich schmeckt. Brate zuerst das Hähnchen an und gib die Garnelen etwas später dazu, damit sie nicht trocken werden.
Pad Thai mit Gemüse
Für eine gemüsige Variante kannst du Karotten, Paprika, Zuckerschoten, Pak Choi oder Brokkoli verwenden. Wichtig ist, das Gemüse nur kurz zu braten, damit es noch etwas Biss behält.
Vegane Variante
Für veganes Pad Thai verwendest du Tofu statt Ei, Hähnchen oder Garnelen. Das Ei kannst du weglassen oder durch etwas zerbröselten Tofu mit einer kleinen Prise Kurkuma ersetzen. Dadurch bekommt die Mischung eine leicht gelbliche Farbe und erinnert optisch etwas an Ei. Die Fischsauce ersetzt du durch Sojasauce, Tamari oder vegane Fischsauce. Achte außerdem darauf, dass deine Tamarindenpaste keine Zusätze enthält, die nicht vegan sind.
Mit Sprossen, Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Limette schmeckt die vegane Variante trotzdem sehr aromatisch. Besonders gut wird sie, wenn der Tofu vorher leicht angebraten wird, damit er etwas Farbe und Biss bekommt. So bleibt das Pad Thai komplett pflanzlich, aber trotzdem würzig, frisch und schön sättigend.
Häufige Fragen zu Pad Thai
Welche Nudeln braucht man für Pad Thai?
Am besten eignen sich flache Reisnudeln. Sie sollten vor dem Braten eingeweicht und nicht komplett gekocht werden, damit sie in der Pfanne nicht zu weich werden.
Was macht den typischen Pad-Thai-Geschmack aus?
Der typische Geschmack entsteht durch Tamarinde, Fischsauce, Zucker und Limette. Dadurch wird das Gericht süß, sauer, salzig und frisch zugleich.
Kann ich Tamarindenpaste ersetzen?
Tamarinde ist sehr typisch für Pad Thai. Wenn du keine bekommst, kannst du notfalls Limettensaft mit etwas braunem Zucker und einem kleinen Schuss Reisessig mischen. Der Geschmack wird aber etwas anders.
Warum kleben meine Reisnudeln zusammen?
Meist wurden sie zu lange eingeweicht oder zu wenig bewegt. Weiche sie nur ein, bis sie biegsam sind, und gib beim Braten bei Bedarf etwas Wasser oder Sauce dazu.
Kann ich Pad Thai vorbereiten?
Am besten schmeckt Pad Thai frisch aus der Pfanne. Du kannst aber Sauce, Gemüse und Protein vorbereiten, damit das Braten später schnell geht.
Welche Beilage passt zu Pad Thai?
Pad Thai ist eigentlich schon ein vollständiges Gericht. Frische Gurkenscheiben, Limettenspalten, etwas Chili und ein kleiner asiatischer Gurkensalat passen aber sehr gut dazu.

Wie gesund und nährstoffreich sind die Zutaten?
Pad Thai ist ein aromatisches Nudelgericht und kann je nach Zutaten recht ausgewogen sein. Reisnudeln liefern Kohlenhydrate und machen angenehm satt. Hähnchen, Garnelen, Ei oder Tofu bringen Eiweiß ins Gericht. Dadurch wird Pad Thai sättigender und passt gut als Hauptmahlzeit. Besonders schön ist, dass man die Eiweißquelle je nach Geschmack austauschen kann und das Gericht dadurch immer etwas anders wirkt.
Mungobohnensprossen, Karotten, Frühlingszwiebeln, Limette und Kräuter sorgen für Frische, Vitamine und etwas Biss. Erdnüsse liefern pflanzliche Fette, Eiweiß und ein schönes Röstaroma. Sie machen das Gericht aber auch etwas gehaltvoller, deshalb reicht meist eine kleine Menge als Topping. Gerade die Kombination aus weichen Nudeln, knackigem Gemüse und gerösteten Erdnüssen macht Pad Thai so spannend.
Die Sauce ist geschmacklich sehr wichtig, enthält aber durch Fischsauce, Sojasauce und Zucker auch Salz und Süße. Wer es leichter möchte, kann etwas weniger Zucker verwenden, mehr Gemüse ergänzen und die Sauce bewusst dosieren. So bleibt Pad Thai aromatisch, frisch und sättigend, aber nicht zu schwer. Mit zusätzlichem Gemüse und einer guten Balance aus Säure, Süße und Würze wird daraus ein vielseitiges Gericht mit viel Aroma.
Hast du selbst schon einmal Pad Thai gekocht? Magst du es lieber mit Hähnchen, Garnelen, Tofu oder ganz viel Gemüse? Schreib uns gern in die Kommentare, welche Variante bei dir am besten schmeckt.