Gemüsebrühe: Mit diesen Gemüsesorten wird sie besonders ausgewogen und würzig
Eine selbst gemachte Gemüsebrühe ist eine wunderbare Grundlage für Suppen, Saucen, Risotto, Eintöpfe und viele andere Gerichte. Sie schmeckt deutlich frischer als viele fertige Varianten und lässt sich mit Karotten, Sellerie, Lauch und Kräutern ganz einfach selbst zubereiten.

Der große Vorteil: Du bestimmst selbst, wie kräftig, würzig oder mild die Brühe werden soll. Außerdem lässt sich Gemüse verwenden, das ohnehin noch im Kühlschrank liegt. So entsteht aus wenigen einfachen Zutaten eine aromatische Brühe ohne viel Aufwand.
Wichtig ist vor allem, das Gemüse langsam auszukochen und nicht zu stark zu würzen. So bleibt die Gemüsebrühe vielseitig und kann später je nach Gericht individuell abgeschmeckt werden.

Diese Zutaten brauchst du für selbst gemachte Gemüsebrühe
Die Menge ergibt ungefähr 2 Liter Gemüsebrühe.
- 3 Karotten
- 2 Stangen Lauch
- 1/2 Knollensellerie
- 2 Zwiebeln
- 2 Stangen Staudensellerie
- 2 Knoblauchzehen
- 1 kleine Petersilienwurzel
- 1 Bund Petersilie
- 2 Lorbeerblätter
- 6 schwarze Pfefferkörner
- 2 Zweige Thymian
- 2,5 Liter Wasser
- 1 EL Olivenöl
- Salz nach Geschmack
Optional:
- 1 kleines Stück Ingwer
- einige Liebstöckelblätter
- 1 Pastinake
- einige Champignonabschnitte
Gemüse für die Brühe richtig vorbereiten
Karotten, Lauch, Sellerie und Petersilienwurzel gründlich waschen. Das Gemüse grob schneiden. Besonders fein muss es nicht werden, denn es wird später wieder aus der Gemüsebrühe entfernt.
Die Zwiebeln halbieren. Wer eine etwas dunklere und kräftigere Brühe möchte, kann die Zwiebelschale an den äußeren sauberen Stellen teilweise dranlassen. Sie sorgt beim Kochen für eine schönere Farbe.
Knoblauch leicht andrücken und Petersilie grob zerteilen. Auch Stiele können mitgekocht werden, da sie viel Kräuteraroma enthalten.
Gemüse kurz anrösten für mehr Geschmack
Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lauch und Petersilienwurzel hineingeben und etwa fünf bis acht Minuten bei mittlerer Hitze anrösten.
Das Gemüse soll etwas Farbe bekommen, aber nicht dunkel oder bitter werden. Durch das Anrösten entwickelt die Gemüsebrühe mehr Tiefe und Röstaromen.
Knoblauch kurz hinzufügen und nur etwa eine Minute mitrösten.
Wer eine besonders helle und sehr milde Brühe möchte, kann diesen Schritt auch überspringen und das Gemüse direkt mit Wasser aufsetzen.
Gemüsebrühe langsam auskochen
Das vorbereitete Gemüse mit etwa 2,5 Litern kaltem Wasser aufgießen. Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Petersilie und Thymian hinzufügen.
Alles langsam zum Kochen bringen. Sobald die Flüssigkeit kocht, die Temperatur reduzieren und die Brühe nur noch sanft köcheln lassen.
Die Gemüsebrühe etwa 45 bis 60 Minuten ziehen lassen. Längeres Kochen ist meist nicht notwendig, da Gemüse bei sehr langer Garzeit auch bittere oder dumpfe Aromen entwickeln kann.
Zwischendurch gelegentlich umrühren und bei Bedarf entstehenden Schaum abschöpfen.
Gemüsebrühe abseihen und abschmecken
Nach der Kochzeit die Brühe durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf oder eine große Schüssel gießen.
Das Gemüse vorsichtig ausdrücken, aber nicht zu stark pressen. Zu starkes Ausdrücken kann die Brühe trüber machen.
Erst jetzt mit Salz abschmecken. So bleibt die Gemüsebrühe flexibel und lässt sich später für verschiedene Gerichte verwenden.
Soll die Brühe kräftiger schmecken, kann sie nach dem Abseihen noch einige Minuten ohne Deckel einkochen. Dadurch konzentriert sich das Gemüsearoma.
So bleibt Gemüsebrühe besonders aromatisch
Bei Gemüsebrühe kommt es auf eine ausgewogene Mischung an. Karotten bringen leichte Süße, Sellerie sorgt für Würze und Lauch gibt eine typische herzhafte Note.
Sehr dominante Gemüsesorten wie Kohl, Rosenkohl oder Rote Bete sollten nur sparsam eingesetzt werden, da sie den Geschmack der Brühe stark verändern können.
Auch Kartoffeln sind für eine klare Gemüsebrühe weniger geeignet, weil sie Stärke abgeben und die Flüssigkeit trüber machen können.
Frische Kräuter am besten erst in der zweiten Hälfte der Kochzeit hinzufügen, wenn ihr Aroma besonders fein bleiben soll.

Wie gesund sind die Zutaten der Gemüsebrühe?
Gemüse wie Karotten, Sellerie, Lauch und Petersilienwurzel liefert verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe. Ein Teil davon geht beim Kochen in die Brühe über.
Wie viele Nährstoffe tatsächlich in der fertigen Gemüsebrühe enthalten sind, hängt von Gemüsemenge, Kochzeit und verwendeter Wassermenge ab. Brühe sollte deshalb nicht mit einer ganzen Portion Gemüse gleichgesetzt werden.
Ein großer Vorteil selbst gemachter Brühe ist, dass sich der Salzgehalt selbst bestimmen lässt. Fertige Brühen und Brühwürfel können je nach Produkt deutlich salzreicher sein.
Wird die Brühe ohne große Mengen Öl gekocht, ist sie zudem sehr kalorienarm und eignet sich gut als leichte Basis für Suppen und Saucen.
Gemüsebrühe aus Gemüseresten zubereiten
Für Brühe lassen sich viele saubere Gemüseabschnitte verwenden, die sonst häufig weggeworfen würden. Dazu gehören beispielsweise Möhrenenden, Lauchgrün, Sellerieabschnitte, Petersilienstiele oder saubere Pilzstiele.
Die Reste sollten frisch und frei von schadhaften Stellen sein. Verdorbenes oder schimmeliges Gemüse gehört selbstverständlich nicht in die Brühe.
Wer häufiger kocht, kann geeignete Gemüseabschnitte portionsweise einfrieren und sammeln. Sobald genug zusammengekommen ist, lässt sich daraus eine größere Portion Brühe kochen.
Dadurch wird die selbst gemachte Gemüsebrühe besonders praktisch und hilft gleichzeitig, Lebensmittel besser zu verwerten.
Ideen für leckere Abwandlungen
Für eine besonders kräftige Pilz-Gemüsebrühe können frische Champignonstiele oder einige getrocknete Steinpilze mitgekocht werden. Das sorgt für einen intensiveren Umami-Geschmack.
Eine mediterrane Variante gelingt mit Rosmarin, Thymian, Knoblauch und einigen Tomatenstücken. Diese Brühe passt hervorragend zu Risotto, Pasta und Gemüsegerichten.
Für asiatisch inspirierte Gerichte können Ingwer, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und ein kleines Stück Zitronengras mitgekocht werden.
Auch ein wenig Liebstöckel passt hervorragend in klassische Gemüsebrühe. Das Kraut besitzt allerdings ein sehr kräftiges Aroma und sollte deshalb sparsam dosiert werden.
Für eine besonders milde Brühe eignen sich Karotten, Lauch, Petersilienwurzel und etwas Sellerie ohne zusätzliche kräftige Gewürze.

Häufig gestellte Fragen zur Gemüsebrühe
Wie lange hält sich selbst gemachte Gemüsebrühe im Kühlschrank?
Gut verschlossen und rasch heruntergekühlt sollte sie innerhalb von etwa drei bis vier Tagen verbraucht werden.
Kann man Gemüsebrühe einfrieren?
Ja, sie lässt sich sehr gut portionsweise einfrieren und hält sich im Gefrierfach mehrere Monate.
Kann man Gemüsebrühe einkochen und konzentrieren?
Ja, die abgesiebte Brühe kann ohne Deckel weiter reduziert werden. So entsteht eine konzentriertere Grundlage, die später wieder mit Wasser verdünnt werden kann.
Warum wird meine Gemüsebrühe bitter?
Häufig wurden sehr dominante Gemüsesorten verwendet oder die Brühe zu lange gekocht. Auch stark gebräunter Knoblauch oder verbranntes Gemüse können Bitterkeit verursachen.
Muss Gemüse für Brühe geschält werden?
Nicht unbedingt. Gut gewaschenes, einwandfreies Gemüse kann teilweise mit Schale verwendet werden. Beschädigte oder stark erdige Stellen sollten entfernt werden.
Kann ich Salz direkt am Anfang hinzufügen?
Das ist möglich, aber besser ist es, erst am Ende zu salzen. So lässt sich die Brühe später vielseitiger verwenden und bei Bedarf noch einkochen.
Selbst gemachte Gemüsebrühe ist eine vielseitige Basis für viele Gerichte
Eine hausgemachte Gemüsebrühe ist unkompliziert, aromatisch und lässt sich hervorragend auf Vorrat zubereiten. Mit Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und Kräutern entsteht eine leichte und vielseitige Kochgrundlage, die Suppen, Saucen, Reisgerichte und Eintöpfe deutlich aromatischer macht.
Welche Zutaten gibst du am liebsten in deine Gemüsebrühe – klassisch mit Wurzelgemüse oder kräftiger mit Pilzen, Kräutern oder Ingwer? Teile deine Lieblingskombinationen und deine besten Tipps für selbst gemachte Brühe gerne in den Kommentaren.
- AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.
