Butter Chicken wie im indischen Restaurant – mit Butter, Gewürzen und feiner Tomatennote
Butter Chicken gehört zu den bekanntesten Gerichten der nordindischen Küche. Zart mariniertes Hähnchen trifft auf eine cremige Sauce aus Tomaten, Butter, Sahne und aromatischen Gewürzen. Das Ergebnis ist würzig, leicht süßlich, angenehm mild und besonders samtig.

Das Gericht ist auch unter dem Namen Murgh Makhani bekannt und wird traditionell gerne mit Basmatireis oder Naan serviert. Anders als viele sehr scharfe Currys lebt Butter Chicken weniger von Chili als von einer ausgewogenen Mischung aus Garam Masala, Kreuzkümmel, Ingwer und Knoblauch.
Besonders aromatisch wird das Hähnchen, wenn es vor dem Braten einige Stunden in einer Joghurt-Gewürz-Marinade ziehen darf. Dadurch bleibt das Fleisch saftig und bekommt gleichzeitig viel Geschmack.

Diese Zutaten brauchst du für Butter Chicken
Die Menge reicht für etwa 4 Portionen.
Für das Hähnchen:
- 600 g Hähnchenbrustfilet oder ausgelöste Hähnchenschenkel
- 150 g Naturjoghurt
- 1 EL Zitronensaft
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer, etwa 2 cm
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1/2 TL Kurkuma
- 1/2 TL Salz
- 1 EL Pflanzenöl
Für die Sauce:
- 30 g Butter
- 1 EL Pflanzenöl
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer, etwa 2 cm
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1/2 TL Paprikapulver
- 1/4 bis 1/2 TL Chiliflocken, nach Geschmack
- 2 EL Tomatenmark
- 400 g passierte Tomaten
- 100 ml Wasser
- 150 ml Sahne
- 1 TL Zucker oder Honig
- Salz
- 1 EL Butter zum Abrunden
Zum Servieren nach Wunsch:
- Basmatireis
- Naan
- frischer Koriander
- ein kleiner Klecks Joghurt
Hähnchen für Butter Chicken richtig marinieren
Das Hähnchen in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch und Ingwer sehr fein reiben und zusammen mit Naturjoghurt, Zitronensaft, Garam Masala, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Kurkuma und Salz verrühren.
Das Fleisch gründlich mit der Joghurtmarinade vermengen, abdecken und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Noch aromatischer wird es nach drei bis vier Stunden.
Der Joghurt hilft dabei, das Fleisch zart zu halten, während die Gewürze tief in die Oberfläche einziehen. Vor dem Braten das Hähnchen etwa 15 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen.
Hähnchen kräftig anbraten
Eine große Pfanne stark erhitzen und das Pflanzenöl hineingeben. Die marinierten Hähnchenstücke portionsweise hineinlegen.
Das Fleisch bei relativ hoher Temperatur rundherum kräftig anbraten, sodass dunklere Röststellen entstehen. Es muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig durchgegart sein, da es später in der Sauce weitergart.
Das angebratene Hähnchen aus der Pfanne nehmen und kurz beiseitestellen. Zu viele Stücke gleichzeitig sollten vermieden werden, sonst sinkt die Temperatur und das Fleisch beginnt eher zu dünsten.
Cremige Butter-Chicken-Sauce zubereiten
Butter und Pflanzenöl in einer tiefen Pfanne oder einem Topf erhitzen. Die Zwiebel fein würfeln und bei mittlerer Hitze etwa sechs bis acht Minuten weich und leicht goldbraun braten.
Knoblauch und Ingwer fein reiben, hinzufügen und etwa eine Minute mitbraten. Anschließend Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver und nach Geschmack etwas Chili dazugeben.
Die Gewürze nur kurz rösten, bis sie intensiv duften. Das Tomatenmark einrühren und ebenfalls ungefähr eine Minute anrösten.
Passierte Tomaten und Wasser hinzufügen. Die Sauce aufkochen und anschließend etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie etwas eingedickt ist.
Wer eine besonders glatte Butter-Chicken-Sauce möchte, kann sie jetzt vorsichtig fein pürieren.
Hähnchen in der Sauce fertig garen
Die Sahne in die Tomatensauce rühren und mit etwas Zucker oder Honig sowie Salz abschmecken.
Das angebratene Hähnchen samt ausgetretenem Fleischsaft zurück in die Sauce geben und bei niedriger bis mittlerer Temperatur etwa 8 bis 10 Minuten sanft garen.
Das Geflügel sollte vollständig durchgegart sein, die Sauce aber nicht stark kochen. Dadurch bleibt das Butter Chicken besonders saftig und cremig.
Zum Schluss einen Esslöffel Butter einrühren. Sie gibt der Sauce zusätzlichen Glanz und den typischen vollmundigen Geschmack.
Vor dem Servieren noch einmal mit Garam Masala, Salz oder etwas Zitronensaft abschmecken.
So wird Butter Chicken besonders cremig und aromatisch
Für ein besonders gutes Ergebnis lohnt es sich, ausgelöste Hähnchenschenkel zu verwenden. Sie bleiben beim Garen meist noch saftiger als Hähnchenbrust und verzeihen etwas längere Garzeiten.
Die Tomatensauce sollte außerdem einige Minuten einkochen, bevor die Sahne dazukommt. Dadurch wird der Geschmack intensiver und die Sauce bekommt eine schöne sämige Konsistenz.
Garam Masala kann je nach Mischung sehr unterschiedlich schmecken. Ein kleiner zusätzlicher halber Teelöffel kurz vor dem Servieren bringt häufig besonders viel frisches Gewürzaroma.
Wie gesund sind die Zutaten im Butter Chicken?
Hähnchenfleisch liefert Eiweiß sowie verschiedene B-Vitamine und kann je nach verwendetem Teil relativ mager sein. Hähnchenschenkel enthalten etwas mehr Fett, bleiben dafür besonders saftig.
Tomaten liefern unter anderem Kalium und Lycopin. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Gewürze bringen zusätzlich verschiedene aromatische Pflanzenstoffe in das Gericht.
Butter und Sahne sorgen allerdings für den typischen cremigen Geschmack und erhöhen gleichzeitig den Fett- und Kaloriengehalt. Butter Chicken ist deshalb deutlich gehaltvoller als ein leichtes Tomaten-Hähnchen-Curry.
Für eine etwas leichtere Variante kann die Sahnemenge reduziert und teilweise durch Naturjoghurt ersetzt werden. Dieser sollte bei niedriger Temperatur eingerührt werden, damit er nicht ausflockt.
So gelingt veganes Butter Chicken
Für ein veganes Butter Chicken lässt sich das Hähnchen sehr gut durch festen Tofu, Tempeh oder große Blumenkohlröschen ersetzen.
Tofu sollte vor der Verwendung gut trocken gepresst und anschließend ebenfalls mit pflanzlichem Joghurt, Zitronensaft und Gewürzen mariniert werden. Danach wird er in einer heißen Pfanne goldbraun angebraten.
Butter wird durch vegane Pflanzenbutter ersetzt, Sahne durch ungesüßte pflanzliche Kochcreme. Besonders Soja- oder Hafercreme funktionieren gut, während Kokosmilch einen deutlich anderen, aber ebenfalls passenden Geschmack erzeugt.
Falls Honig verwendet wird, kann dieser durch Ahornsirup oder eine kleine Menge Zucker ersetzt werden.
Ideen für leckere Abwandlungen
Für ein besonders mildes Butter Chicken für die ganze Familie kann Chili vollständig weggelassen werden. Paprika und Garam Masala sorgen trotzdem für ausreichend Würze.
Wer die Sauce noch cremiger mag, kann etwa 30 Gramm Cashewkerne in heißem Wasser einweichen, fein pürieren und zusammen mit der Sahne einrühren. Dadurch bekommt das Curry eine nussige und besonders samtige Konsistenz.
Auch Gemüse lässt sich ergänzen. Blumenkohl, Erbsen oder Spinat passen gut und machen aus dem klassischen Gericht eine etwas gemüsereichere Variante.
Für mehr Schärfe können frische Chili oder Cayennepfeffer verwendet werden. Dabei lieber vorsichtig dosieren, damit die typische cremige Tomatensauce nicht von der Schärfe überlagert wird.
Wer keinen Koriander mag, kann das fertige Gericht mit glatter Petersilie oder einfach ohne frische Kräuter servieren.

Häufig gestellte Fragen zu Butter Chicken
Kann man Butter Chicken am Vortag vorbereiten?
Ja, das Gericht eignet sich sehr gut dafür. Am nächsten Tag sind die Gewürzaromen oft sogar noch intensiver.
Wie lange hält sich Butter Chicken im Kühlschrank?
Rasch abgekühlt und gut verschlossen sollte es innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Kann man Butter Chicken einfrieren?
Ja, das Curry lässt sich gut portionsweise einfrieren. Beim langsamen Wiedererwärmen kann bei Bedarf etwas Sahne oder Wasser ergänzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Butter Chicken und Chicken Tikka Masala?
Butter Chicken ist meist besonders buttrig, mild und cremig, während Chicken Tikka Masala je nach Rezept kräftiger gewürzt und tomatenbetonter sein kann.
Welche Beilage passt am besten zu Butter Chicken?
Basmatireis, Jasminreis und Naan passen besonders gut. Auch Gurken-Raita oder ein frischer Salat ergänzen das cremige Curry.
Warum wird meine Butter-Chicken-Sauce zu sauer?
Sehr säuerliche Tomaten können dafür verantwortlich sein. Etwas Sahne, Butter und eine kleine Prise Zucker helfen, den Geschmack auszugleichen.
Butter Chicken verbindet würzige Gewürze mit samtiger Tomatensauce
Butter Chicken mit zartem Hähnchen ist cremig, aromatisch und dank der milden Gewürzmischung auch für Menschen geeignet, die sehr scharfe Currys weniger mögen. Die Kombination aus Tomaten, Garam Masala, Butter und Sahne ergibt eine vollmundige Sauce, die besonders gut mit Reis oder frisch gebackenem Naan schmeckt.
Wie bereitest du Butter Chicken am liebsten zu – klassisch und mild oder mit mehr Chili, Cashews, Gemüse oder besonders viel Garam Masala? Teile deine Lieblingsvariante und deine besten Curry-Tipps gerne in den Kommentaren.